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Nach den Brüssel-Anschlägen: Verbindung zwischen Laachraoui und den Pariser Attentaten bestätigt
International 2 Min. 25.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach den Brüssel-Anschlägen: Verbindung zwischen Laachraoui und den Pariser Attentaten bestätigt

Spezialeinsatzkräfte sollen einen Verdächtigen festgenommen haben.

Nach den Brüssel-Anschlägen: Verbindung zwischen Laachraoui und den Pariser Attentaten bestätigt

Spezialeinsatzkräfte sollen einen Verdächtigen festgenommen haben.
Foto: REUTERS
International 2 Min. 25.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach den Brüssel-Anschlägen: Verbindung zwischen Laachraoui und den Pariser Attentaten bestätigt

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Die belgische Staatsanwaltschaft hat die Identität des zweiten Attentäters am Freitag bestätigt. DNA-Spuren von Laachraoui waren auch an den Tatorten im November in Paris nachgewiesen worden.

(dpa) -  Der 24-jährige Najim Laachraoui ist einer der beiden Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen. Damit bestätigte die Staatsanwaltschaft am Freitag übereinstimmende Berichte belgischer Medien der vergangenen Tage. Laachraoui war auf Bildern einer Überwachungskamera links zu sehen. Er gilt als Komplize des am vergangenen Freitag in Brüssel im Zusammenhang mit der Pariser Terrorserie vom November 2015 festgenommenen Salah Abdeslam.

Der Bericht der Staatsanwaltschaft zeigt Verbindungen zwischen Laachraoui und den Pariser Anschlägen: So seien DNA-Spuren des Attentäters an den Tatorten in Paris gefunden worden, dem Stadion Stade de France und dem Musikclub Bataclan. DNA-Spuren wurden außerdem an einem Sprengstoffgürtel entdeckt, in einem Mietshaus in Auvelais sowie in einer Wohnung in Schaerbeek, die von den Terroristen gemietet worden war.

Durchsuchung in Schaerbeek

Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben am Freitag erneut ein Haus in Brüssel durchsucht. Bei der Razzia im Stadtteil Schaerbeek habe es zwei Explosionen gegeben, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender RTBF.

Ein Verdächtiger sei festgenommen worden. Zunächst gab es keine Bestätigung dafür, dass die Aktion mit den Terroranschlägen in Brüssel am Dienstag zusammenhing.

Die Polizei habe Anwohner aufgefordert, in den Wohnungen zu bleiben. Die Umgebung sei abgeriegelt worden, schwerbewaffnete und maskierte Kräfte sowie Armeefahrzeuge seien im Einsatz, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.

Ermittler hatten RTBF zufolge bereits am Freitagmorgen einen weiteren Verdächtigen in der Gemeinde Forest festgenommen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

Auch in der Nacht habe es Razzien unter anderem in Schaerbeek gegeben, bei denen insgesamt sechs Verdächtige festgenommen worden seien. Die Razzien sollen in Verbindung mit den Anschlägen am Brüsseler Flughafen sowie in einer Metro gestanden haben, bei denen insgesamt 31 Menschen ums Leben gekommen und rund 300 weitere verletzt wurden.

Laut Staatsanwaltschaft soll im Laufe des Freitags entschieden werden, ob gegen die Verdächtigen Haftbefehl erlassen wird. Über die Identität der Festgenommenen wurde zunächst nichts bekannt.

Festnahmen in Deutschland

Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Brüssel hat die Polizei zwei Verdächtige in Gießen und im Raum Düsseldorf festgenommen. Entsprechende Berichte des Magazins „Der Spiegel“ und der ARD wurden der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Freitag aus Sicherheitskreisen bestätigt.

Demnach wurde bereits am Mittwochabend in Gießen ein Mann festgenommen, in dessen Mobiltelefon die Beamten Hinweise auf einen Zusammenhang mit den Attentaten von Brüssel fanden.

Im Raum Düsseldorf sei am Donnerstag ein den Behörden in Nordrhein-Westfalen als Salafist bekannter Mann festgenommen worden, der möglicherweise zum Umfeld der Brüssel-Attentäter gehört.

Offiziell bestätigten die Behörden am Freitag lediglich zwei Festnahmen, sie wollten sich aber nicht zu Details äußern.


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