Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Nach Brüsseler Anschlägen: Zahl der Todesopfer auf 35 erhöht
International 18 2 Min. 28.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach Brüsseler Anschlägen: Zahl der Todesopfer auf 35 erhöht

International 18 2 Min. 28.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach Brüsseler Anschlägen: Zahl der Todesopfer auf 35 erhöht

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Nach den Brüsseler Anschlägen hat sich die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf 35 erhöht.

(dpa) - Knapp eine Woche nach den verheerenden Anschlägen von Brüssel hat sich die Zahl der Todesopfer um vier auf nun 35 erhöht. Die neu bekannt gegebenen Opfer sind in den vergangenen Tagen in Krankenhäusern ihren Verletzungen erlegen, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Hinzu kommen noch die drei islamistischen Selbstmordattentäter.

Dass erst jetzt weitere Todesopfer bekannt gegeben wurden, erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ine Van Wymersch, mit unterschiedlichen Zuständigkeiten der Behörden und Verzögerungen im Informationsfluss. Ihren neuen Angaben zufolge wurden 31 Menschen am Dienstag am Flughafen oder in der U-Bahn getötet, vier weitere starben später im Krankenhaus.

Haftbefehle gegen drei weitere Terrorverdächtige.

Die drei am Montag in Haft genommenen Terrorverdächtigen waren tags zuvor festgenommen worden und sollen einer terroristischen Vereinigung angehören. Ein vierter Mann bleib nur vorübergehend in Polizeigewahrsam und kam wieder frei. Am Sonntag hatte es insgesamt 13 Anti-Terror-Razzien gegeben, die meisten im Großraum Brüssel. Eine Verbindung zu den Attentaten vom Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft aber nicht herstellt.

Die belgische Polizei fahndet zudem weiter nach einem dritten Terrorverdächtigen vom Flughafen. Die Beschreibung des mutmaßlichen Täters auf der Internetseite der Polizei wurde um ein Video ergänzt. Die Ermittler gehen damit offenbar davon aus, dass der gefasste Fayçal C. nicht der Mann auf dem Foto ist. Die Staatsanwaltschaft war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Auf Fahndungsbildern ist der Mann mit heller Jacke und einer Mütze gemeinsam mit den beiden späteren Selbstmordattentätern zu sehen, die als Ibrahim El Bakraoui und Najim Laachraoui identifiziert wurden. Zwischenzeitlich hatten belgische Medien gemeldet, dass der dritte Gesuchte gefasst sei. Es sei der festgenommene Fayçal C., hieß es.

Hooligans stifteten Unruhe

Am Sonntag hatten mehrere Hundert offenbar rechtsextreme Hooligans das Gedenken auf dem Brüsseler Börsenplatz gestört. Im Fernsehen waren teilweise vermummte Personen zu sehen, die Hassparolen grölten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga handelte es sich um 450 teils alkoholisierte Personen, die meisten von ihnen junge Männer.

Es kam zu Rangeleien mit der Polizei. Polizisten mit Helmen, Gummiknüppeln, Schutzschilden und Wasserwerfern rückten an und drängten die Hooligans innerhalb kurzer Zeit vom Platz. Zehn Täter wurden festgenommen.

Die Unruhestifter skandierten: „Belgische Hooligans. Wir sind hier zu Hause“ und „Alle gemeinsam gegen den Islamischen Staat“. Medien vor Ort berichteten von ausländerfeindlichen Slogans und vereinzelten Hitlergrüßen.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema