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Nach Absage Chiles: Klimagipfel findet in Madrid statt
International 01.11.2019

Nach Absage Chiles: Klimagipfel findet in Madrid statt

Wegen der aktuellen Protestwelle in Chile muss der Klimagipfel an einen anderen Ort ausweichen.

Nach Absage Chiles: Klimagipfel findet in Madrid statt

Wegen der aktuellen Protestwelle in Chile muss der Klimagipfel an einen anderen Ort ausweichen.
Foto: dpa/Pablo Ovalle Isasmendi
International 01.11.2019

Nach Absage Chiles: Klimagipfel findet in Madrid statt

Die spanische Hauptstadt Madrid wird vom 2. bis 13. Dezember Ersatz-Gastgeber für den UN-Klimagipfel sein.

(dpa) -  Madrid als Ersatz-Gastgeber für die UN-Klimakonferenz ein. Sie freue sich mitzuteilen, dass das verantwortliche Gremium zugestimmt habe, dass das zweiwöchige Spitzentreffen der Klimadiplomatie vom 2. bis 13. Dezember in der spanischen Hauptstadt stattfinde, teilte die Klimachefin der Vereinten Nationen, Patricia Espinosa, am Freitag mit.  

Die chilenische Regierung hatte am Donnerstag die Konferenz wegen der anhaltenden sozialen Proteste im Land überraschend abgesagt. Danach war die deutsche Stadt Bonn schnell als möglicher Ersatz im Gespräch gewesen. Dort hat das UN-Klimasekretariat seinen Sitz, vor zwei Jahren war die Stadt bereits für Gastgeber Fidschi eingesprungen. Damals gab es aber einen sehr viel längeren Vorlauf. Nordrhein-Westfalen hatte sich dennoch am Mittwoch bereiterklärt einzuspringen.

Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg will offenbar trotz des Ortswechsels dabei sein. Sie müsse jetzt eine Möglichkeit finden, den Atlantik im November zu überqueren, schrieb sie auf Twitter. 

Greta Thunberg will jetzt nach Madrid reisen.
Greta Thunberg will jetzt nach Madrid reisen.
Foto: AFP/Don Mackinnon

  Auf den UN-Klimagipfeln verhandeln die Staaten über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Es hat zum Ziel, die Erderhitzung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Dafür reichen die bisherigen Anstrengungen beim Einsparen von Treibhausgasen nicht aus. Vergangenes Jahr im polnischen Kattowitz (Katowice) hatten die Teilnehmer sich auf ein gemeinsames Regelwerk geeinigt. Diesmal geht es unter anderem drum, wie Länder untereinander mit Verschmutzungsrechten handeln können.  

„Es stellt sich heraus, dass ich um die halbe Welt gereist bin, in die falsche Richtung“, schrieb die 16 Jahre alte Schwedin, die an diesem Freitag in Los Angeles demonstrieren wollte. Jetzt, da die Klimakonferenz offiziell umgezogen sei, werde sie Hilfe brauchen: „Ich muss jetzt eine Möglichkeit finden, den Atlantik im November zu überqueren.“ Wenn jemand helfen könne, ein Verkehrsmittel zu finden, sei sie dankbar. Sie habe sich so auf Süd- und Mittelamerika gefreut, schrieb sie. Es gehe aber nicht um ihre Erfahrungen und Reisewünsche. 

Thunberg war auf einem Segelschiff über den Atlantik mitgefahren, weil sie als Zeichen für mehr Klimaschutz nicht fliegen wollte. Sie sprach in New York vor den Vereinten Nationen, aber auch die geplante Klimakonferenz in Santiago de Chile war ein Grund für die mühsame Reise.


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