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Mysteriöse neue Lungenkrankheit in China: Erster Todesfall
International 11.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Mysteriöse neue Lungenkrankheit in China: Erster Todesfall

Dieses Handout des amerikanischen Centers for Disease Control (CDC) zeigt einen Coronavirus unter dem Mikroskop.

Mysteriöse neue Lungenkrankheit in China: Erster Todesfall

Dieses Handout des amerikanischen Centers for Disease Control (CDC) zeigt einen Coronavirus unter dem Mikroskop.
Foto: Center for Disease Control/epa/d
International 11.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Mysteriöse neue Lungenkrankheit in China: Erster Todesfall

Dutzende Menschen sind in China an einem neuartigen Coronavirus erkrankt. Sieben sind in einem kritischen Zustand. Ein 61-jähriger Patient starb am Donnerstag.

(dpa) - Erstmals ist ein Patient an der rätselhaften neuen Lungenkrankheit gestorben, die in China ausgebrochen ist. Wie die Gesundheitskommission der zentralchinesischen Metropole Wuhan am Samstag ferner berichtete, sind sieben Patienten in einem kritischen Zustand. Insgesamt sei bei 41 Erkrankten das neuartige Coronavirus festgestellt worden, das als Auslöser gilt. Zwei Patienten seien bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden. Seit einer Woche seien keine neuen Infektionen mehr entdeckt worden.


HANDOUT - 31.03.2003, USA, Atlanta: ARCHIV - Dieses undatierte Handout des amerikanischen Centers for Disease Control (CDC) zeigt einen Coronavirus unter dem Mikroskop. (Aufnahme vom April 2003). Die Ausbreitung einer mysteriösen Lungenkrankheit in der zentralchinesischen Metropole Wuhan könnte auf einen neuartigen Coronavirus zurückgehen. Foto: Center for Disease Control/epa/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Rätselhafte Lungenkrankheit in China entdeckt
Ein bislang unbekanntes Virus breitet sich in China aus. Der Erreger gilt als potenziell lebensgefährlich.

Nach offiziell unbestätigten Medienberichten in Hongkong soll es sich bei dem verstorbenen Patienten um einen 61-jährigen Mann handeln, der auch an Krebs und einer chronischen Lebererkrankungen gelitten habe. Er sei am Donnerstagabend gestorben. Der Mann habe wie die meisten anderen Patienten zu den Besuchern des Marktes gehört, der als Ursprungsort der Krankheit gilt. Auf dem Huanan-Markt, der seit dem 1. Januar geschlossen ist, wurden neben Fischen auch Wildtiere verkauft.

Übertragung von Mensch zu Mensch nicht erwiesen

Eine Ansteckung unter Menschen ist bislang nicht nachgewiesen worden. "Es sind keine klaren Erkenntnisse für eine Übertragung von Mensch zu Mensch gefunden worden", teilte die Gesundheitskommission von Wuhan mit. Unter den mehr als 700 Personen, darunter mehr als 400 medizinische Mitarbeiter, die Kontakt zu den Patienten gehabt hätten, seien keine Infektionen festgestellt worden.

Chinesische Experten haben als Erreger einen neuen Typ aus der Gruppe der Coronaviren festgestellt, wie die Weltgesundheitsorganisation am Donnerstag mitgeteilt hatte. Solche Viren verursachen oft harmlose Erkältungen, allerdings gehören auch Erreger gefährlicher Atemwegskrankheiten wie Sars und Mers dazu. Das Virus kommt bei Menschen und in der Tierwelt vor. Ein Überspringen der hochvariablen Viren zwischen Tierarten oder vom Tier auf den Menschen ist nicht ungewöhnlich. Doch gibt jedes neue Virus Anlass zur Besorgnis.

China, Hangzhou: Reisende drängen sich im überfüllten Bahnhof. Vor der großen Reisewelle zum bevorstehenden chinesischen Neujahrsfest gibt es die große Sorge, dass sich infektiöse Krankheiten wie eine zur Zeit in China grassierende Lungenkrankheit verstärkt ausbreiten könnten.
China, Hangzhou: Reisende drängen sich im überfüllten Bahnhof. Vor der großen Reisewelle zum bevorstehenden chinesischen Neujahrsfest gibt es die große Sorge, dass sich infektiöse Krankheiten wie eine zur Zeit in China grassierende Lungenkrankheit verstärkt ausbreiten könnten.
Foto: Shen Longquan/SIPA Asia via ZUMA

Zu Beginn der großen Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest am 25. Januar verwies die Gesundheitskommission darauf, dass sich in dieser Zeit infektiöse Krankheiten leicht verbreiten. Die Menschen sollten immer gut lüften, überfüllte Orte vermeiden und wenn nötig Mundschutz tragen. Wer unter Fieber oder Atemwegserkrankungen leide, solle umgehend zum Arzt gehen, hieß es weiter.


Chinese, wearing masks, walk down the streets of Beijing Tuesday, Dec. 30, 2003. The World Health Organization sent a four-member team to southern China on Monday to help investigate a suspected SARS case, while state media said none of the 81 people quarantined after having contact with the patient has shown symptoms. (AP Photo/Ng Han Guan)
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Das Sars-Virus verursachte eine der gefährlichsten Infektionswellen der jüngeren Zeit. Nun gibt es erneut eine Häufung mysteriöser Krankheitsfälle in China.

Andere asiatische Staaten haben Vorsichtsmaßnahmen bei der Einreise besonders von Reisenden aus Wuhan verstärkt und Fieberkontrollen eingeführt, um eine befürchtete Ausbreitung zu vermeiden. In Südkorea, Singapur und Hongkong gibt es bereits Verdachtsfälle. Die US-Botschaft in Peking gab eine Warnung für Reisende nach Wuhan aus.


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