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Moskau legt Abrüstungsgespräche mit Washington auf Eis
International 28.11.2022
START-Vertrag

Moskau legt Abrüstungsgespräche mit Washington auf Eis

Das Foto zeigt mobile russische Interkontinentalraketen vom Typ Topol, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden können.
START-Vertrag

Moskau legt Abrüstungsgespräche mit Washington auf Eis

Das Foto zeigt mobile russische Interkontinentalraketen vom Typ Topol, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden können.
Archivfoto: AFP
International 28.11.2022
START-Vertrag

Moskau legt Abrüstungsgespräche mit Washington auf Eis

Eigentlich sollten in Kairo vom 29. November bis 6. Dezember Gespräche über die Zukunft des Vertrags laufen.

(dpa) – Geplante Abrüstungsgespräche zwischen Russland und den USA zu strategischen Atomwaffen sind unmittelbar vor Beginn der Beratungen bis auf Weiteres vertagt worden. „Russland hat das Treffen einseitig verschoben und erklärt, neue Termine vorzuschlagen“, teilte das US-Außenministerium am Montag mit. Das Außenministerium in Moskau bestätigte die Verschiebung.

Der ursprünglich noch zwischen US-Präsident Ronald Reagan und dem sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow unterzeichnete START-Vertrag zur Reduktion strategischer Atomwaffen war zuletzt im Februar 2021 um fünf Jahre verlängert worden.

Gegenseitige Inspektionen

Eigentlich sollten in Kairo vom 29. November bis 6. Dezember Gespräche über die Zukunft des Vertrags laufen. Geplant war, dass beide Seiten während der Konsultationen die jeweiligen Vorwürfe der Gegenseite anhören. Das betrifft vor allem die Frage der gegenseitigen Inspektionen von strategischen Waffen.


NATO Secretary General Jens Stoltenberg addresses a press conference ahead of a foreign ministers' meeting at the NATO headquarters in Brussels, on November 25, 2022. - Nato foreign ministers' meeting will take place on 29 and 30 November 2022 in Bucharest Romania. (Photo by Kenzo TRIBOUILLARD / AFP)
Nato hat Ukraine Störsender zur Drohnenabwehr geliefert
Die russische Armee greift nach Angaben aus Kiew seit Oktober verstärkt mit Kamikaze-Drohnen an.

Russland hatte im August, wenige Monate nach Beginn seines Krieges gegen die Ukraine, Kontrollen seines Atomwaffenarsenals durch die USA gestoppt. Die Begründung war, dass eine russische Überprüfung amerikanischer Atomwaffen durch die westlichen Sanktionen behindert werde. Das US-Außenministerium betonte nun, man sei zum schnellstmöglichen Termin zu Gesprächen bereit, da Inspektionen Priorität hätten, um das Abkommen als ein Instrument der Stabilität zu erhalten.    

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