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Mordfall Lübcke: Verdächtiger revidiert Geständnis
International 3 02.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Mordfall Lübcke: Verdächtiger revidiert Geständnis

Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, wird nach einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof (BGH) zu einem Hubschrauber gebracht.

Mordfall Lübcke: Verdächtiger revidiert Geständnis

Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, wird nach einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof (BGH) zu einem Hubschrauber gebracht.
Foto: Uli Deck/dpa
International 3 02.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Mordfall Lübcke: Verdächtiger revidiert Geständnis

Vor weniger als einer Woche gestand der Verdächtige im Mordfall Lübcke - nun hat Stephan E. laut Medienberichten sein Geständnis revidiert.

(SC/dpa) - Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke soll laut Medienberichten sein Geständnis zurückgenommen haben. Nach deiner Verhaftung hatte der 45-Jährige zunächst gestanden, den CDU Politiker am 2. Juni auf der Terrasse seines Hauses mit einem Kopfschuss getötet zu haben. Nach seinem umfassenden Geständnis bezeichnete der mutmaßliche Täter aus dem rechtsextremen Lager seine Tat als "Fehler".


Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) wurde am 2. Juni 2019 erschossen.
Stephan E. gesteht Mord an CDU-Politiker Lübcke
Der Tatverdächtige im Fall Lübcke sagt, er habe alleine den Entschluss gefasst, den Regierungspräsidenten zu töten. Innenpolitiker fragen sich, ob das stimmt, oder ob er womöglich Komplizen schützen will.

Laut Informationen des SWR wollte der Verdächtige sein Geständnis vor einem Ermittlungsrichter des deutschen Bundesgerichtshofs nicht wiederholen und schwieg. Der mutmaßliche Täter wurde von seinem neuen Anwalt zu der Anhörung begleitet.

Laut SWR hieß es aus Ermittlerkreisen, dass der Widerruf ein taktisches Manöver des Verdächtigen sei. Das zuvorige Geständnis sei allerdings so umfangreich und detailreich gewesen, dass durch den Widerruf kein Einfluss auf die Ermittlungen zu erwarten sei.

Zuvor hatte der Ermittlungsrichter am deutschen Bundesgerichtshof (BGH) einen neuen Haftbefehl gegen den Verdächtigen erlassen und Untersuchungshaft angeordnet. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mit. Der neue Haftbefehl ersetzt den des Amtsgerichts in Kassel von Mitte Juni. Er ist aus formalen Gründen nötig, weil die Generalbundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof  die Ermittlungen inzwischen übernommen hat. Stephan E. sitzt bereits seit Mitte Juni in Untersuchungshaft.


03.06.2019, Hessen, Wolfhagen: Absperrband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" ist vor dem Haus des verstorbenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) zu sehen. Lübcke ist in der Nacht zum Sonntag unerwartet im Alter von 65 Jahren gestorben. Foto: Swen Pförtner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
CDU-Politiker wurde in den Kopf geschossen
Der 65-jährige hessische CDU-Politiker Walter Lübcke ist tot. Seine Leiche weist eine Schussverletzung auf, eine Waffe wurde nicht gefunden.

Am Morgen war der 45-Jährige mit einem Hubschrauber nach Karlsruhe gebracht und dann vom Areal der Bundesanwaltschaft auf das BGH-Gelände gefahren worden. Dort wurde er dem Richter vorgeführt.

Der Verdächtige ist mehrfach vorbestraft und war in früheren Jahren durch Kontakte in die rechtsextreme Szene aufgefallen. Der CDU-Politiker Lübcke war in der Vergangenheit wegen seiner Haltung zu Flüchtlingen von der rechtsextremen Szene bedroht worden.


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