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Mordfall Lübcke: Hauptverdächtiger bestreitet tödlichen Schuss
International 3 08.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Mordfall Lübcke: Hauptverdächtiger bestreitet tödlichen Schuss

2. Juli 2019: Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke, wird nach einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof (BGH) zu einem Hubschrauber gebracht.

Mordfall Lübcke: Hauptverdächtiger bestreitet tödlichen Schuss

2. Juli 2019: Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke, wird nach einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof (BGH) zu einem Hubschrauber gebracht.
Foto: Uli Deck/dpa
International 3 08.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Mordfall Lübcke: Hauptverdächtiger bestreitet tödlichen Schuss

Im Juni gestand der Hauptverdächtige den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke - nun sagte er, er gehe davon aus, der tödliche Schuss sei von einem anderen Verdächtigen abgefeuert worden.

(dpa) - Der Hauptverdächtige im Mordfall Lübcke, Stephan E., hat seine Aussage geändert und bestreitet jetzt nach Angaben seines Anwalts, den tödlichen Schuss auf den Kasseler Regierungspräsidenten abgegeben zu haben. Sein Mandant habe bei einer erneuten Aussage vor dem Ermittlungsrichter entsprechende Angaben gemacht, sagte Verteidiger Frank Hannig am Mittwoch in Kassel. Stephan E. gehe davon aus, dass der ebenfalls wegen der Tat inhaftierte Markus H. den Schuss auf den Regierungspräsidenten abgegeben habe. Die Aussagen von E. müssen nun von den Ermittlern überprüft werden.

Der CDU-Politiker Walter Lübcke war Anfang Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses im Landkreis Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden. Stephan E. soll nach bisherigen Ermittlungen der Schütze sein. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus.

E. hatte nach seiner Festnahme ein umfassendes Geständnis abgelegt, dieses aber später widerrufen. Nach Angaben von Anwalt Hannig habe E. mit seinem früheren Geständnis Markus H. schützen wollen - ihm seien dafür Schutz und finanzielle Vorteile für seine Familie versprochen worden.


02.07.2019, Baden-Württemberg, Karlsruhe: Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, wird nach einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof (BGH) zu einem Hubschrauber gebracht. Foto: Uli Deck/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Mordfall Lübcke: Verdächtiger revidiert Geständnis
Vor weniger als einer Woche gestand der Verdächtige im Mordfall Lübcke - nun hat Stephan E. laut Medienberichten sein Geständnis revidiert.

Auf eigenen Wunsch wurde Stephan E. erneut vernommen. Die zweite Vernehmung fand am Mittwoch in Kassel statt. Dort sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft.

E. hatte ursprünglich ausgesagt, er habe seine Familie durch kriminelle Ausländer bedroht gesehen, dazu hätten ihn islamistische Anschläge stark aufgewühlt. Lübcke, der 2015 die Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft bei Kassel verteidigt hatte, habe er daran eine Mitschuld gegeben.

Der CDU-Politiker Walter Lübcke war bis zu seinem Tod Regierungspräsident im Regierungsbezirk Kassel.
Der CDU-Politiker Walter Lübcke war bis zu seinem Tod Regierungspräsident im Regierungsbezirk Kassel.
Foto: Uwe Zucchi/dpa



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