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Morales flüchtet nach Mexiko
International 12.11.2019

Morales flüchtet nach Mexiko

Vor der bolivianischen Botschaft in Mexico City demonstrierten die Menschen am Montag.

Morales flüchtet nach Mexiko

Vor der bolivianischen Botschaft in Mexico City demonstrierten die Menschen am Montag.
AFP
International 12.11.2019

Morales flüchtet nach Mexiko

Die mexikanische Luftwaffe hat den bolivianischen Ex-Präsidenten mit einer Sondermaschine ins Exil geflogen.

(dpa) - Nach seinem Rücktritt hat sich der bolivianische Ex-Präsident Evo Morales nach eigenen Angaben auf den Weg ins Exil in Mexiko gemacht. „Schwestern und Brüder, ich breche nach Mexiko auf“, schrieb er am Montag auf Twitter. „Es schmerzt mich, das Land aus politischen Gründen zu verlassen, aber ich werde mich immer kümmern. Bald komme ich mit mehr Kraft und Energie zurück.“


(FILES) In this file handout picture released by the Venezuelan presidency and taken on May 2, 2006 Bolivian President Evo Morales waves to the press during a meeting with Venezuelan President Hugo Chavez (out of frame) at Quemado presidential Palace in La Paz. - Bolivian President Evo Morales resigned on November 10, 2019, caving in following three weeks of sometimes-violent protests over his disputed re-election after the army and police withdrew their backing. (Photo by HO / Venezuelan Presidency / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / VENEZUELAN PRESIDENCY / HO" - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
Boliviens Präsident tritt zurück – und spricht von Putsch
In Bolivien hat der langjährige sozialistische Präsident Morales sein Amt zur Verfügung gestellt und damit den Weg für Neuwahlen freigemacht. Nun spricht er von einem "Bürgerputsch".

Die mexikanische Regierung bestätigte, dass sich Morales an Bord einer Sondermaschine befand. „Evo Morales ist in dem Flugzeug der mexikanischen Regierung, das geschickt wurde, um seinen sicheren Transport in unser Land gewährleisten“, schrieb Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard auf Twitter. Zuvor hatte Mexiko erklärt, Morales aus humanitären Gründen Asyl zu gewähren. Das Leben des Ex-Präsidenten sei in Bolivien in Gefahr, sagte Ebrard.


24.10.2019, Bolivien, La Paz: Evo Morales, Präsident von Bolivien, spricht auf einer Pressekonferenz. Morales beschuldigte rechte Politiker und Militärs im Ruhestand, mit internationaler Unterstützung einen Staatsstreich vorzubereiten. Der seit 2006 amtierende Politiker erklärte sich zum Wahlsieger. Sein Herausforderer, der konservative Carlos Mesa, sprach von Wahlbetrug. Foto: Diego Valero/ABI/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bolivien: Wahlsieger Morales wird Manipulation vorgeworfen
Boliviens linker Staatschef Morales entgeht knapp einer Stichwahl – dank der Besonderheiten des Wahlrechts. Sein Rivale Mesa spricht von Wahlbetrug. Auch die EU empfiehlt Morales, sich einem zweiten Wahlgang zu stellen.

Auf Druck des Militärs war Morales am Sonntag nur drei Wochen nach seiner umstrittenen Wiederwahl zurückgetreten. Der Sozialist hatte sich nach der Abstimmung am 20. Oktober zum Sieger in der ersten Runde erklärt, obwohl die Opposition und internationale Beobachter erhebliche Zweifel anmeldeten. Seine Gegner warfen ihm Wahlbetrug vor.


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A police officer, who has joined a rebellion, holds a Bolivian national flag during a march to protest against the government in La Paz, Bolivia, on November 9, 2019. - Police in three Bolivian cities joined anti-government protests Friday, in one case marching with demonstrators in La Paz, in the first sign security forces are withdrawing support from President Evo Morales after a disputed election that has triggered riots. (Photo by AIZAR RALDES / AFP)
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