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(dpa) - In Afghanistan sind während einer Hochzeit mindestens sieben Zivilisten durch Granatenbeschuss getötet worden. Im Bezirk Tagab der Provinz Kapisa im Nordosten des Landes sei am frühen Samstagabend (Ortszeit) eine Mörsergranate in einem Wohnhaus eingeschlagen, als dort gerade die Feier im Gange gewesen sei, bestätigten lokale Behördenvertreter am Sonntag. Auch Kinder seien unter den Opfern, hieß es weiter.

Es war zunächst unklar, wer hinter dem Beschuss stand. Der Bezirk ist zwischen der Regierung und den militant-islamistischen Taliban umkämpft. Beide Seiten beschuldigten einander, für den Vorfall verantwortlich zu sein. In der Provinz Herat im Westen des Landes wurden am Samstag zudem im Bezirk Ghorian sechs Sicherheitskräfte getötet, als ihr Auto auf eine am Straßenrand platzierte Bombe auffuhr. Die Sicherheitskräfte seien für den Schutz der Eisenbahn zwischen Afghanistan und dem Iran zuständig gewesen, hieß es aus dem Büro des Gouverneurs am Sonntag.

Seit Beginn des offiziellen Abzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan Anfang Mai haben sich die Gefechte in dem Krisenland intensiviert. Die Taliban starteten in mehreren Provinzen Offensiven. Täglich werden Zivilisten Opfer des Konflikts. Zehntausende Menschen mussten UN-Angaben zufolge in den vergangenen Wochen aus ihren Dörfern und Städten vor den Kämpfen fliehen. Die letzten Soldaten der USA und anderer Nato-Länder sollen das Land bis spätestens September verlassen haben. 

Gestern

Kurzmeldungen Lokales 20.09.2021

Am Samstag fanden sich entlang eines Waldweges zwischen der Industriezone Solupla und dem CR 304 zwischen Redingen und Beckerich eine blaue Tüte mit Tierinnereien. Dabei soll es sich um die Überreste eines männlichen jungen Kalbs handeln. Die Polizei sucht nun in diesem Zusammenhang nach Hinweisen. Informationen nimmt die Polizei aus Redange entgegen (24492-1000).

Kurzmeldungen Lokales 20.09.2021

(dpa/lrs) - Bei einem Treppeneinsturz in einem Haus in Wittlich (Landkreis Bernkastel-Wittlich) sind zwei Arbeiter schwer verletzt worden. Einer der beiden Männer sei am Montagmorgen eingeklemmt worden, teilte die Polizei in Wittlich mit. Die Treppe sei bei Sanierungsarbeiten nach einem Hochwasserschaden zusammengebrochen. Ein Betonbauteil sei auf die Beine eines Arbeiters gestürzt. Um ihn zu befreien, sei hydraulisches Hebegerät eingesetzt worden. Während der Bergungsarbeiten sei der Schwerverletzte ansprechbar gewesen und medizinisch versorgt worden, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr.

Beide Männer wurden mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt zur Ursache des Einsturzes. Wegen des Einsatzes wurde eine anliegende Straße für zwei Stunden gesperrt.

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Kurzmeldungen Lokales 20.09.2021

(dpa) - Ein Mann hat am Montagmorgen in der spanischen Stadt Sabadell bei Barcelona fünf Menschen niedergeschossen, die an einer Party unter freiem Himmel teilnahmen. Eines der Opfer, eine im siebten Monat Schwangere, habe wegen ihrer Verletzungen ihr Kind verloren, berichtete die Zeitung „La Vanguardia“ unter Berufung auf die Polizei.

Ein anderes Opfer sei von vier Kugeln lebensgefährlich verletzt worden. Dessen Freundin habe der Polizei gesagt, sie vermute, dass es sich bei dem Täter um ihren Ex-Freund handelte, der erst vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen worden sei. Die anderen drei Opfer wurden der Polizei zufolge nur leicht verletzt. Nach dem Täter werde gefahndet, hieß es. Es wurde auch nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine Abrechnung im Bandenmilieu gehandelt haben könnte. 

Vorgestern

In Großbritannien sorgen die innerhalb kürzester Zeit massiv gestiegenen Gaspreise für erhebliche Probleme. Der britische Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng hielt am Wochenende mehrere Krisentreffen mit Vertretern der Branche ab, während der für die Klimakonferenz COP26 zuständige Staatssekretär Alok Sharma im BBC-Interview am Sonntag zu beschwichtigen versuchte. Es gebe „im Moment kein Risiko bei der Versorgung“, sagte Sharma. Die erneuerbaren Energien müssten dringend schnell weiter ausgebaut werden.

Die BBC berichtete unter Berufung auf den Branchenverband Oil & Gas UK, die Großhandelspreise für Gas seien seit Januar dieses Jahres in Großbritannien um 250 Prozent gestiegen, um 70 Prozent allein seit August. Dafür werden unter anderem eine weltweit hohe Nachfrage, Probleme bei einigen Unternehmen sowie eine geringere Energiegewinnung durch Wind und Sonne verantwortlich gemacht. Dem „Guardian“ zufolge stehen mehrere kleine Energiefirmen kurz vor dem finanziellen Kollaps. 

Kurzmeldungen Sport 19.09.2021

(dpa) - Der dänische Ex-Radprofi und TV-Experte Chris Anker Sørensen ist bei einem Unfall in Belgien ums Leben gekommen. Der 37-Jährige sei am Samstagnachmittag bei einer Fahrradtour in Seebrügge von einem Auto erfasst worden und später an seinen Verletzungen gestorben, berichtete der dänische Sender TV 2 Sports, für den Sørensen gearbeitet hatte. Der Radsport-Experte war in Belgien, um für den Sender über die dort stattfindende Weltmeisterschaft zu berichten.

Bis 2018 war er selbst als Radprofi aktiv und absolvierte auch mehrfach die Tour de France. Der dänische Sender stellte sein Team in Belgien zunächst vom Dienst frei und bot Seelsorge an. Der Sportdirektor von TV 2 Sports sprach der Familie von Sørensen sein Mitgefühl aus.

Kurzmeldungen Lokales 19.09.2021

(LW) - Die Polizei hat Samstagnacht fünf betrunkene Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. 

An der Place Stalingrad in Esch/Alzette kam es gegen 19.15 Uhr zu einem Unfall. Einer der Unfallbeteiligten stand dabei unter zu hohem Alkoholeinfluss. Er wurde angezeigt und musste seinen Führerschein abgeben.

Kurz vor Mitternacht war auf der N1 zwischen Grevenmacher und Mertert ein Autofahrer aufgrund seiner Fahrweise aufgefallen. Auch hier verlief der Alkoholtest positiv. Seinen Führerschein durfte der Fahrer behalten, allerdings kommt eine Strafanzeige auf ihn zu. Ebenfalls angezeigt wurde ein betrunkener Autofahrer, der gegen 1.30 Uhr in Schlangenlinien beim Salzhof in Luxemburg-Hollerich unterwegs war. Der Mann musste zudem seinen Führerschein abgeben.

Gegen 3 Uhr morgens fiel der Polizei eine Autofahrerin auf, die mit hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn A1 von Mertert in Richtung Deutschland unterwegs war. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und konnten den Wagen kurz vor der Grenze stoppen. Die Frau stand unter erhöhtem Alkoholeinfluss. Die Folge war ein Führerscheinentzug sowie eine Strafanzeige.

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(dpa) - Bei der Parlamentswahl in Russland ist an diesem Sonntag der Tag der Entscheidung. Mehr als 110 Millionen Menschen sind aufgerufen, eine neue Staatsduma zu bestimmen. 14 Parteien sind zugelassen. 

Im Kampf um die 450 Sitze in der Staatsduma hofft die Kremlpartei Geeintes Russland erneut auf eine absolute Mehrheit. Doch erhoben unabhängige Wahlbeobachter und die von der Wahl ausgeschlossene Opposition um den inhaftierten Kremlgegner Alexej Nawalny Zweifel an der Fairness des Urnengangs. Es gab Tausende Vorwürfe der Manipulation an den ersten beiden Tagen.

Die unabhängige Wahlbeobachterorganisation Golos listete mehr als 3.000 Verstöße am Samstag auf. Die Kommunistische Partei, die einen Stimmenzuwachs wegen der verbreiteten Unzufriedenheit mit der Kreml-Politik erwartet, beklagte ebenfalls Manipulationsversuche. Sie kündigte Proteste an. Unabhängige Beobachter und Oppositionelle befürchten, dass sich die Kremlpartei mit massenhaftem Betrug einen neuen Wahlsieg sichert.