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Mögliche Auftraggeber des Mordes an Daphne Caruana Galizia identifiziert
Daphne Caruana Galizia war am 16. Oktober 2017 unweit ihres Hauses in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden.

Mögliche Auftraggeber des Mordes an Daphne Caruana Galizia identifiziert

Foto: Lena Klimkeit/dpa
Daphne Caruana Galizia war am 16. Oktober 2017 unweit ihres Hauses in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden.
International 19.11.2018

Mögliche Auftraggeber des Mordes an Daphne Caruana Galizia identifiziert

Maltesische Ermittler haben offenbar die möglichen Hintermänner des Mordanschlags auf die Journalistin Daphne Caruana Galizia identifiziert.

(dpa) - Maltesische Ermittler haben einem Bericht zufolge die möglichen Hintermänner des Mordanschlags auf die Journalistin Daphne Caruana Galizia identifiziert. Dabei handele es sich um eine Gruppe von „mehr als zwei“ Verdächtigen maltesischer Nationalität, berichtete die Sonntagsausgabe der „Times of Malta“ unter Berufung auf die Ermittler. Die Ermittlungen seien in einem „sehr fortgeschrittenen Stadium“. Beim Innenministerium war auf Anfrage dazu zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.


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Die maltesische Justiz hat Anklage gegen drei Männer erhoben. Sie sollen den Autobomben-Anschlag auf die kritische Journalistin Daphne Caruana Galizia im Oktober ausgeführt haben. Sieben weitere Verdächtige wurden gegen Kaution freigelassen.

Die umstrittene Bloggerin war am 16. Oktober 2017 unweit ihres Hauses in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Drei Männer müssen sich wegen der Ausführung des Attentats vor Gericht verantworten. Bislang war stets unklar, wer die Journalistin wirklich zum Schweigen bringen wollte. Dem Bericht der „Times of Malta“ zufolge hatten die nun Verdächtigten verschiedene Tatmotive. Wen genau die Polizei für die Auftraggeber hält und ob sie aus dem kriminellen Milieu, der Wirtschaft oder der Politik stammen, blieb unklar.

Caruana Galizia hatte mit ihren Berichten über kleine und große Skandale in dem Mittelmeer-Staat eine große Leserschaft erreicht, sich damit aber auch viele Feinde gemacht. Mit ihren Recherchen über Korruption und Geldwäsche, die auch maltesische Regierungsvertreter in Bedrängnis brachten, wurde sie über die Grenzen Maltas hinaus bekannt.


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