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(dpa/lrs) - Ein Autofahrer in Ebertsheim (Rheinland-Pfalz) ist an einem Abend gleich zwei Mal von der Polizei betrunken am Steuer erwischt worden. Ein Atemalkoholtest hat dabei ein Wert von 4,5 Promille Alkohol im Atem ergeben, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Fahrer war den Beamten am Donnerstagabend wegen seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen. Bei der Kontrolle wurde nach Angaben der Polizei nach dem Atemalkoholtest auch eine Blutprobe entnommen. Anschließend beschlagnahmten die Beamten den Führerschein und schickten den Mann nach Hause.

Wenige Stunden später war der Mann allerdings wieder mit dem Auto unterwegs, wie der Polizei gemeldet wurde. Die Beamten nahmen den Betrunkenen fest, als er nach Hause zurückkehrte, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Polizei. Zur Ausnüchterung nahmen die Beamten den Autofahrer diesmal mit auf die Wache. Der Mann habe seinen Ausflug offensichtlich genutzt, um noch mehr Alkohol zu trinken, so die Polizei. Ihm wurde daher erneut eine Blutprobe entnommen. 

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Gestern

Kurzmeldungen Sport 02.10.2022

(dpa) - Die Polizei hat die Zahl der Toten bei der Massenpanik im Anschluss an ein Fußballspiel in der indonesischen Provinz Ost-Java von 174 auf 125 Menschen gesenkt. Die ursprünglich höhere Zahl sei dadurch entstanden, dass einige Leichen mehr als einmal gezählt worden seien, erklärte der nationale Polizeichef Listyo Sigit Prabowo am Sonntag. Basierend auf der Überprüfung durch die polizeiliche Einheit zur Identifizierung von Katastrophenopfern und das Gesundheitsamt liege die offizielle Zahl der Todesopfer vorerst bei 125, sagte Prabowo.

Zu den Ausschreitungen war es nach dem Erstliga-Spiel zwischen Arema FC und Persebaya FC im Kanjuruhan-Stadion gekommen. Im Anschluss an die 2:3-Niederlage von Arema hatten in Malang rund 3.000 Zuschauer den Platz gestürmt. Danach wurde von der Polizei unter anderem Tränengas eingesetzt. Es brach eine Massenpanik aus, auch außerhalb des Stadions war es zu Ausschreitungen gekommen. Unter den Toten seien auch zwei Mitarbeiter der Polizei gewesen, sagte Provinzpolizeichef Nico Afinta. Die meisten Menschen seien an Sauerstoffmangel gestorben. 

Kurzmeldungen Sport 02.10.2022

(dpa) - Die Zahl der Toten bei einer Massenpanik nach einem Fußball-Spiel in der indonesischen Provinz Ost-Java ist auf 174 gestiegen. Das teilte Emir Dardak, Vizegouverneur der Region, am Sonntag bei Kompas TV mit. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, um randalierende Fans zu zerstreuen, sagte der Polizeichef der Provinz, Nico Afinta, zuvor bei einer improvisierten Pressekonferenz. 34 Menschen seien auf dem Spielfeld des Kanjuruhan-Stadions ums Leben gekommen, alle weiteren in Krankenhäusern, sagte Afinta laut dem Radiosender Elshinta und dem Sender tvOne weiter. Zur Ursache für die Ausschreitungen machte er zunächst keine Angaben.

Zu den Ausschreitungen war es nach dem Erstliga-Spiel zwischen Arema FC und Persebaya FC gekommen. Im Anschluss an die 2:3-Niederlage von Arema hatten in Malang Tausende Zuschauer den Platz gestürmt. Auf Fotos, die auf der Seite von tvOne veröffentlicht wurden, ist unter anderem ein völlig zerstörtes Auto im Stadion zu sehen. Weitere Bilder zeigen den Platzsturm sowie Rauchschwaden auf dem Platz und den Tribünen.

Der indonesische Präsident Joko Widodo forderte in einer Ansprache eine „gründliche“ Untersuchung. Zudem ordnete er nach eigenen Angaben an, dass der Spielbetrieb in der ersten Liga bis zu einer Auswertung der Untersuchungen und Verbesserungen durch den indonesischen Verband PSSI gestoppt werde. Widodo sprach den Opfern sein Beileid aus. 

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International setzt sich für eine Untersuchung des Tränengaseinsatzes durch die Polizei ein. Es müsse sichergestellt werden, „dass eine derartige herzzerreißende Tragödie nie wieder passiert“, sagte Usman Hamid von Amnesty International in einer Mitteilung. Tränengas solle niemals auf begrenztem Raum eingesetzt werden.

Kurzmeldungen Lokales 02.10.2022

Arbeitsreicher Abend für den CGDIS: Fünfmal mussten die Rettungskräfte am Samstag ausrücken. 

  • Auf der route de Luxembourg in Düdelingen kollidierten gegen 17.20 Uhr zwei Autos, eine Person wurde verletzt.
  • Kurz darauf verunglückte ein Autofahrer in der hauptstädtischen Straße Val du Scheid, auch hier gab es einen Verletzten. 
  • Auf der N31 zwischen Livingen und Bettemburg überschlug sich ein Wagen gegen 17.45 Uhr. Ein Insasse verletzte sich.
  • Auf der N10 zwischen Bettel und Vianden ging ein Verkehrsunfall um 21.36 Uhr ohne Verletzungen aus. 
  • Um 23.32 Uhr schließlich überschlug sich ein Auto auf der N14 zwischen Heffingen und Fels, auch hier wurde eine Person verletzt.

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Vorgestern

(dpa) - Der Tropensturm „Orlene“ hat Hurrikanstärke erreicht und zieht auf die mexikanische Pazifikküste zu. Das Zentrum des Hurrikans der Kategorie 1 lag am Samstag rund 340 Kilometer südwestlich von Cabo Corrientes im Bundesstaat Jalisco, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde bewegte sich „Orlene“ Richtung Norden. Der Hurrikan dürfte zunächst über die Islas Marías hinwegziehen und dann voraussichtlich am Montag auf das Festland treffen. Der mexikanische Wetterdienst warnte vor starkem Regen und hohen Wellen in den Bundesstaaten Jalisco, Colima und Nayarit.

Die Hurrikansaison im Pazifik dauert vom 15. Mai bis zum 30. November und im Atlantik vom 1. Juni bis zum 30. November. Im vergangenen Jahr wurden im östlichen Pazifik 19 Hurrikans und Tropenstürme registriert, im Atlantik gab es 21 tropische Wirbelstürme.

(dpa) - Der Sturm „Ian“, der schwere Zerstörungen in Florida und Schäden in anderen Bundesstaaten anrichtete, hat am Samstag weitgehend seine Kraft verloren. Bevor er sich abschwächte, traf „Ian“ noch als Hurrikan der Stufe eins von fünf auf die Küste von South Carolina und brachte Sturmfluten mit sich.

Am Mittwoch war „Ian“ als Hurrikan der Stufe vier mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde in Florida auf Land getroffen. Bei seinem Zug quer über den südlichen Bundesstaat hinterließ er Zerstörungen und Überschwemmungen.

In den betroffenen Gebieten in Florida gingen Rettungsbemühungen und Räumungsarbeiten weiter. Die Küstenwache rettete unter anderem mit Hubschraubern mehr als 300 Menschen, zum Teil von Dächern und Bäumen, sowie gut 80 Haustiere.

In der Stadt Georgetown in South Carolina, in der „Ian“ auf Land traf, stand Wasser in der zentralen Einkaufsstraße. Die Kleinstadt Pawleys Island wurde von einer rund zwei Meter hohen Flutwelle getroffen.

In Florida wird unterdessen immer offensichtlicher, wie gewaltig die Sturmschäden sind. Der Wiederaufbau werde Monate und zum Teil auch Jahre dauern, betonten Behörden. Weiterhin gab es keine umfassenden Angaben zu Opferzahlen. Die Behörden in Florida gehen nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass mehr als 20 Menschen durch den Sturm ums Leben gekommen sind, hauptsächlich durch Ertrinken. Klarheit über die Zahlen gebe es aber noch nicht, betonte Kevin Guthrie, Direktor der Behörde für Notfallmanagement in Florida.

US-Präsident Joe Biden hatte am Donnerstag düstere Befürchtungen geäußert und gesagt: „Dies könnte der tödlichste Hurrikan in der Geschichte Floridas sein.“

Am Dienstag war „Ian“ als Hurrikan der Kategorie drei von fünf bereits in Kuba auf Land getroffen und hatte dort schwere Schäden angerichtet. Laut Regierung starben mindestens drei Menschen. Auch am Freitag waren große Teile des Karibikstaats weiter ohne Strom gewesen.

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(dpa) - Russland hat nach Auskunft des italienischen Versorgers Eni seine Gaslieferungen an das Mittelmeerland vorerst eingestellt. Der russische Konzern Gazprom habe mitgeteilt, dass er kein Gas mehr durch Österreich liefern könne, teilte Eni am Samstag mit. Das russische Gas kommt normalerweise an dem italienisch-österreichischen Grenzort Tarvisio in Italien an und wird von dort verteilt.

Ein Eni-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur Ansa, dass Gazprom mitgeteilt habe, nicht mehr nach Österreich liefern zu können. Allerdings erhalte die Alpenrepublik nach Auskünften von Eni weiterhin russisches Gas, sagte der Sprecher weiter.

Italien hatte bis zum Ausbruch des Krieges in der Ukraine rund 40 Prozent seines Gases aus Russland erhalten. Dann schlossen die Regierung in Rom und der teilstaatliche Konzern Eni mit etlichen anderen Ländern - etwa Algerien - Abkommen ab, um die Abhängigkeit von Moskau zu minimieren. In den vergangenen Monaten hieß es, Italien bekomme nur noch rund 25 Prozent seines Gases aus Russland. In den vergangenen Tagen waren die Liefermengen stark zurückgegangen.

(dpa) - Angesichts der Energie-Krise und des Ausfalls vieler Atomkraftwerke nimmt Frankreich an diesem Wochenende das Kohlekraftwerk in Saint-Avold bei Saarbrücken wieder in Betrieb. Zunächst befristet bis Ende 2023 soll das erst Ende März vom Netz gegangene Kraftwerk Emile-Huchet wieder Strom produzieren, hatte das Energieministerium in Paris beschlossen. Rund 70 entlassene Beschäftigte wurden mit Lohnaufschlägen zur Rückkehr an ihren alten Arbeitsplatz bewegt und das zuletzt nur wenig gewartete Kraftwerk in aller Eile mit Millionen-Aufwand wieder fit gemacht. Bis auf ein Reservekraftwerk ist das Werk in Lothringen das letzte in Frankreich.

Bereits in den Wochen vor seiner Schließung hatte das Kraftwerk auf Hochtouren russische Importkohle verfeuert, um den Strombedarf zu decken. Nun wurde Kohle vor allem aus Kolumbien, den USA und Südafrika herbeigeschafft, um das Kraftwerk anzufeuern. Frankreich droht in diesem Winter bei der Stromversorgung in die Klemme zu geraten, weil die Hälfte der 56 Atomkraftwerke wegen Wartungen und Inspektionen vom Netz sind. Die Regierung hat dem Stromkonzern EDF zwar Druck gemacht, möglichst alle Meiler bis zum Winter am Laufen zu haben. Ob das gelingt, ist offen.

Gegen den Neustart des Kraftwerks in Lothringen protestierten Umweltschützer bereits mehrfach, wie die Zeitung „Le Républicain Lorrain“ berichtete. Im angrenzenden Saarland plant der Kraftwerksbetreiber Steag, die beiden Kohlekraftwerke Quierschied und Bexbach voraussichtlich Anfang November wieder in Betrieb zu nehmen. Ebenfalls soll das Steinkohlekraftwerk im saarländischen Völklingen-Fenne über die eigentlich geplante Stilllegung Ende Oktober hinaus weiter betrieben werden.