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Mindestens sechs Tote nach Gletscherbruch in Norditalien
International 03.07.2022
Unglück

Mindestens sechs Tote nach Gletscherbruch in Norditalien

In den Dolomiten kamen mindestens fünf Bergsteiger ums Leben (Symbolbild).
Unglück

Mindestens sechs Tote nach Gletscherbruch in Norditalien

In den Dolomiten kamen mindestens fünf Bergsteiger ums Leben (Symbolbild).
Foto: Archiv
International 03.07.2022
Unglück

Mindestens sechs Tote nach Gletscherbruch in Norditalien

Extrembergsteiger und Umweltschützer Reinhold Messner sieht in dem Unglück eine Folge des Klimawandels und der Erderwärmung.

(dpa) - Bei einem massiven Gletscherbruch in Norditalien sind mindestens sechs Menschen getötet und acht weitere zum Teil schwer verletzt worden. Das gab die Rettungsleitstelle der Region Venetien nach dem Unglück am Sonntag bekannt. Nach weiteren Bergsteigern unter den Eis-, Schnee- und Felsmassen wurde am Nachmittag unter anderem mit fünf Helikoptern und mehreren Hundestaffeln gesucht. Über die Nationalität der Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

Am Bergmassiv Marmolata hatte sich ein großer Gletscherbrocken gelöst und war zu Tal gestürzt. Dabei wurde auch der normale Aufstiegsweg auf den 3.343 Meter hohen Berg getroffen, auf dem sich gerade mehrere Seilschaften befanden; zwei davon wurden getroffen.

Lawine aus Schnee und Eis

Einen Schwerverletzten flogen die Retter in ein Krankenhaus von Treviso. Zwei weitere Verletzte kamen in das Krankenhaus Belluno, fünf nach Trient. Die Such- und Rettungskräfte mussten äußerst vorsichtig vorgehen, weil die Gefahr bestand, dass weitere Eis- und Felsstürze folgen könnten. 18 Menschen befanden sich den Angaben zufolge oberhalb der abgebrochenen Stelle und warteten auf ihre Rettung.


Reinhold Messner und Diane Schumacher auf Schloss Juval in Sud Tirol Foto Christophe Olinger Mai 2022
Ein Schuhfund erinnert Reinhold Messner an ein großes Unglück
1970 verlor Bergsteigerlegende Reinhold Messner seinen Bruder Günther am Nanga Parbat. Nun ist ein Fundstück von damals aufgetaucht.

„Wir haben ein lautes Geräusch gehört, typisch für einen Bergsturz“, sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur Ansa. „Danach sahen wir eine Lawine von Schnee und Eis in hoher Geschwindigkeit in Richtung Tal stürzen und wir wussten, dass etwas Schlimmes passiert ist.“


„Erdwärmung als Ursache“

Extrembergsteiger und Umweltschützer Reinhold Messner sieht in dem Unglück eine Folge des Klimawandels und der Erderwärmung. „Diese fressen die Gletscher weg“, sagte der 77-Jährige im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.  


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