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Mindestens acht Tote in der Toskana
International 11.09.2017 Aus unserem online-Archiv
Nach Unwettern

Mindestens acht Tote in der Toskana

Die größten Schäden gab es in Livorno und Umgebung.
Nach Unwettern

Mindestens acht Tote in der Toskana

Die größten Schäden gab es in Livorno und Umgebung.
Foto: AFP
International 11.09.2017 Aus unserem online-Archiv
Nach Unwettern

Mindestens acht Tote in der Toskana

Laurent SCHÜSSLER
Laurent SCHÜSSLER
Monatelang fiel kein Tropfen Wasser. Jetzt bricht über Italien ein Unwetter herein - mit schlimmen Folgen.

(dpa) - Bei Unwettern in Italien sind mindestens acht  Menschen in der Toskana gestorben. Ein weiterer wurde am Sonntag noch in der Gegend um die Stadt Livorno vermisst, teilten Feuerwehr und Zivilschutz mit. „Livorno wurde verwüstet“, twitterte Bürgermeister Filippo Nogarin. Schlamm und Wassermassen richteten schwere Schäden an.

Nach dem Regen wurde die Hilfsbereitschaft unter Nachbarn groß geschrieben.
Nach dem Regen wurde die Hilfsbereitschaft unter Nachbarn groß geschrieben.
Foto: AFP

  Laut Medienberichten kam eine Familie mit einem vierjährigen Kind im Untergeschoss ihrer Wohnung bei dem Unwetter ums Leben. Der Großvater habe noch ein anderes Kind der Familie gerettet, um dann in der Wohnung den anderen zur Hilfe zu kommen, wo er dann ebenfalls starb.  Am Montag wurde auch der leblose Körper einer Frau gefunden.

Nach dem starken Regen wurden Autos mitgerissen, die Stadt stand teils unter Wasser. Bäche verwandelten sich in Flüsse. „So eine Situation hat man auf keinste Weise voraussehen können“, so der Bürgermeister von Livorno. Der Zivilschutz hatte vorher für die Region Ligurien die höchste Warnstufe ausgerufen.

Italien litt zuvor monatelang unter Dürre. Unwetter mit starken Regenfällen und Wind hatten nun am Wochenende nicht nur die Toskana heimgesucht. Auch in Rom, das seit Wochen von Wasserknappheit geplagt wurde, kamen am Sonntag Wassermassen vom Himmel und überschwemmten Straßen. U-Bahnlinien und Verkehrsachsen wurden gesperrt.


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