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Mindestens 28 Zivilisten bei Luftangriff im Osten Syriens getötet

Mindestens 28 Zivilisten bei Luftangriff im Osten Syriens getötet

Foto: AFP
International 13.07.2018

Mindestens 28 Zivilisten bei Luftangriff im Osten Syriens getötet

Bei einem Luftschlag eggen Stellungen der Terrormiliz IS wurden offenbar Wohnhäuser getroffen.

(dpa) - Bei einem Luftangriff auf ein Gebiet unter Kontrolle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind im Osten Syriens mindestens 28 Zivilisten ums Leben gekommen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte am Freitag, es sei unklar, ob die US-geführte internationale Koalition oder die irakische Luftwaffe für die Bombardierung nahe des Grenzortes Albu Kamal verantwortlich war. Die Beobachtungsstelle sitzt in England, stützt sich aber auf ein Netzwerk von Informanten.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete von 30 Toten und Dutzenden Verletzten. Sie machte die Anti-IS-Koalition für die Bombardierung in der Nacht auf Freitag verantwortlich. Es seien zahlreiche Wohnhäuser angegriffen und zerstört worden.


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Die Terrormiliz hat den größten Teil ihres früheren Herrschaftsgebiets in der Region verloren. Sie ist aber vor allem im Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Irak noch immer aktiv. Die internationale Anti-IS-Koalition unterstützt lokale Kräfte im Kampf gegen die Extremisten. Auch die irakische Luftwaffe fliegt im Grenzgebiet immer wieder Luftangriffe gegen die Dschihadisten.

Die Beobachtergruppe Airwars hatte in den vergangenen Wochen wieder mehr Angriffe der internationalen Koalition in Syrien gezählt. Ihren Schätzungen zufolge starben dabei im Mai zwischen 66 und 79 Zivilisten. Die Journalisteninitiative wertet unterschiedliche Quellen aus, darunter Bilder und Angaben aus sozialen Medien.


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