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Militärhunde töten Hundeführer in österreichischer Kaserne
International 14.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Militärhunde töten Hundeführer in österreichischer Kaserne

Der tragische Vorfall ereignete sich in der Flugfeld-Kaserne des Jagdkommandos in Wiener Neustadt.

Militärhunde töten Hundeführer in österreichischer Kaserne

Der tragische Vorfall ereignete sich in der Flugfeld-Kaserne des Jagdkommandos in Wiener Neustadt.
Foto: Bundesheer/Wimplinger
International 14.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Militärhunde töten Hundeführer in österreichischer Kaserne

Der 31-jährige Hundeführer ging am Mittwoch gegen 16 Uhr zum Zwinger, um sich um die Hunde zu kümmern. Rund acht Stunden später wurde er reglos vor dem Zwinger aufgefunden.

(dpa/SC) - Militärhunde haben in einer Kaserne in Österreich einen 31 Jahre alten Hundeführer getötet. Wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag in Wien mitteilte, haben die Hunde den Unteroffizier allem Anschein nach in der Zwingeranlage der Flugfeld-Kaserne des Jagdkommandos in Wiener Neustadt attackiert. Ein Kollege fand ihn dort mit tödlichen Verletzungen in der Nacht auf Donnerstag.

Der 31-Jährige sei am Mittwoch gegen 16 Uhr zum Zwinger gegangen, um die fünf Hunde zu versorgen. Rund acht Stunden später fielen einem diensthabenden Offizier zwei frei laufende Belgische Schäferhunde auf dem Kasernengelände auf. 

Ein Hundeführer, der die beiden Tiere wieder einsperren wollte, fand dann seinen schwer verletzten Kollegen gegen 2 Uhr morgens regungslos auf dem Boden vor dem Zwinger.

Obwohl der Notarzt nach dem Fund des schwerverletzten Soldaten schnell zur Stelle war, kam für den Hundeführer alle Hilfe zu spät. Er verstarb infolge von schweren Bissverletzungen.

Im österreichischen Bundesheer werden derzeit 170 Militärhunde verwendet.
Im österreichischen Bundesheer werden derzeit 170 Militärhunde verwendet.
Foto: Bundesheer/HARALD MINICH

Dem "Kurier" gegenüber sagte der Sprecher des österreichischen Bundesheeres, Oberst Michael Bauer: "Es ist ein sehr schmerzlicher Zwischenfall. Wir trauern um einen Kameraden."

Wie Oberst Bauer dem österreichischen Blatt gegenüber betonte, galt der 31-Oberwachtmeister als sehr erfahren im Umgang mit Militärhunden. Den Posten als Hundeführer beim Jagdkommando hatte er seit zwei Jahren inne.

Die Erhebungen der Polizei seien bereits angelaufen, teilte das Verteidigungsministerium mit. „Das Bundesheer hat eine Unfallkommission eingerichtet, die unter anderem aus einem Veterinärmediziner, einem Arzt und einem Rechtskundigen besteht“, heißt es in einer Mitteilung.


ARLINGTON, VIRGINIA - OCTOBER 30: U.S. Marine Corps Gen. Kenneth McKenzie, commander of U.S. Central Command, speaks as a picture of Abu Bakr al-Baghdadi is seen during a press briefing October 30, 2019 at the Pentagon in Arlington, Virginia. Gen. McKenzie and Hoffman spoke to the media to provide an update on the special operations raid that targeted former ISIS leader Abu Bakr al-Baghdadi in Idlib Province, Syria.   Alex Wong/Getty Images/AFP
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Im österreichischen Bundesheer werden derzeit 170 Militärhunde verwendet, 70 davon im Militärhundezentrum. Von den 70 Hunden im Militärhundezentrum sind 41 Rottweiler, 15 Belgische und fünf Deutsche Schäferhunde sowie neun Labradore.

Die Vierbeiner werden unter anderem dazu ausgebildet, Sprengsätze, Waffen und Personen aufzustöbern. Auch bei Geiselnahmen können sie eingesetzt werden.


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