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Merkel: "Weiter frei, miteinander und offen leben"
International 2 Min. 20.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Internationale Reaktionen

Merkel: "Weiter frei, miteinander und offen leben"

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sprach von einem Terroranschlag.
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Merkel: "Weiter frei, miteinander und offen leben"

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sprach von einem Terroranschlag.
Foto: AFP
International 2 Min. 20.12.2016 Aus unserem online-Archiv
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Merkel: "Weiter frei, miteinander und offen leben"

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Politiker aus der ganzen Welt haben mit großer Bestürzung auf das Attentat am Berliner Breitscheid-Platz reagiert. Die deutsche Kanzlerin Merkel sprach von einem "sehr schweren Tag".

(dpa/tom) - Das Lastwagen-Attentat auf einen Weihnachtsmarkt an der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächniskirche hat weltweit für Bestürzung gesorgt. Politiker und Prominente meldeten sich mit emotionalen Statements zu Wort. 

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass die Todesfahrt eines Lkw auf den Weihnachtmarkt in Berlin ein Terroranschlag war. „Wir müssen nach jetzigen Stand von einem terroristischen Anschlag ausgehen“, sagte Merkel am Dienstag und bestätigte damit die vorläufigen Erkenntnisse der Berliner Polizei.

„Das ist ein sehr schwerer Tag“, sagte sie nach dem Anschlag mit mindestens zwölf Toten am Vorabend in Berlin. Sie denke in diesen Stunden zu allererst an die Toten und Verletzten. Ein ganzes Land sei in Trauer vereint. „Ich denke an die Rettungskräfte, Polizisten, Feuerwehrleute, Ärzte und Sanitäter.“ Merkel dankte ihnen „von Herzen für ihren schweren Einsatz“. Sie denke auch an die Ermittler.

Merkel betonte: „Wir wollen nicht damit leben, dass uns die Angst vor dem Bösen lähmt.“ Auf Weihnachtsmärkte werde man nicht verzichten.

Präsident Joachim Gauck äußerte sich ebenfalls betroffen. „Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt“, teilte Gauck mit. Ähnlich äußerten sich Frankreichs Präsident François Hollande, Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Frankreich erhöhte die Sicherheitsvorkehrungen auf seinen Weihnachtsmärkten. Der designierte US-Präsident Donald Trump sprach schon kurz nach dem Vorfall von einem „schrecklichen Terrorangriff“.

Der deutsche Innenminister de Maizière erklärte: „Meine Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzen des schrecklichen Vorfalls. Ich stehe in unmittelbarem und durchgehendem Austausch mit den Sicherheitsverantwortlichen im Land Berlin und habe jede Unterstützung durch die Bundespolizei angeboten.“

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat nach dem möglichen Anschlag in Berlin sein Mitgefühl ausgedrückt. „Meine Gedanken und die der gesamten Europäischen Kommission sind bei den Familien und Angehörigen all jener, die in Berlin getötet und verletzt wurden“, teilte Juncker am Montagabend in Brüssel mit. „Diese Nachricht erschüttert uns umso mehr, weil sie dort zusammengekommen waren, um die Vorweihnachtszeit zu feiern, die viele mit Besinnlichkeit und Frieden verbinden. Wir sind mit den Opfern in tiefer Trauer verbunden.“

Luxemburgs Premier Xavier Bettel twitterte am Montagabend: "Noch wissen wir nicht ob nur unendliche Trauer oder auch Wut und Entsetzen... aber Berlin ist uns heute ganz nah."

Im Gespräch mit dem Luxemburger Wort sagte Bettel am Dienstag:  "Meine ersten Gedanken gehen an die Familien der Opfer. Mir fehlen die Worte."

"Wir teilen die Trauer mit Deutschland", sagte der französische Staatspräsident François Hollande am Montagabend. Er sprach von einer "Tragödie, die ganz Europa trifft".

Auch der Bürgermeister von Nice meldete sich über Twitter zu Wort. Er spricht aus trauriger Erfahrung: Am 14. Juli wurden in seiner Stadt nach der gleichen Methode 84 Menschen getötet. „Gleiche Vorgehensweise. Gleiche blinde Gewalt. Gleicher Hass auf glückliche Menschen“, schrieb Philippe Pradal.


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