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Menschheit zerstört Natur in rasendem Tempo
International 06.05.2019

Menschheit zerstört Natur in rasendem Tempo

Von acht Millionen Arten auf dem Globus könnte eine Million verschwinden.

Menschheit zerstört Natur in rasendem Tempo

Von acht Millionen Arten auf dem Globus könnte eine Million verschwinden.
Illustration: Shutterstock
International 06.05.2019

Menschheit zerstört Natur in rasendem Tempo

In ihrem ersten globalen Bericht zum Zustand der Artenvielfalt reiht die Organisation der Vereinten Nationen beängstigende Fakten aneinander.

ARCHIV - 27.02.2018, Hessen, Mörfelden: Im Geäst eines Baumes geht diese Blaumeise im Naturschutzgebiet Mönchbruch auf Nahrungssuche. (zu "Europaweit deutlicher Rückgang insektenfressender Vögel") Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Deutlicher Rückgang insektenfressender Vögel
Die Zahl der von Insekten lebenden Vögel ist in den vergangenen 25 Jahren europaweit deutlich zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine rezent veröffentlichten Studie.

(dpa) - Die Menschheit lässt einem umfassenden Weltbericht zufolge in rasendem Tempo die Natur von der Erde verschwinden. Dafür gebe es inzwischen überwältigende Beweise, die ein unheilvolles Bild zeichneten, warnte der Vorsitzende des Weltbiodiversitätsrates (IPBES), Robert Watson, am Montag. „Wir erodieren global die eigentliche Basis unserer Volkswirtschaften, Lebensgrundlagen, Nahrungsmittelsicherheit und Lebensqualität.“ Die Weltgemeinschaft müsse sich dringend abwenden von wirtschaftlichem Wachstum als zentralem Ziel, hin zu nachhaltigeren Systemen, hieß es.

In ihrem ersten globalen Bericht zum Zustand der Artenvielfalt reiht die Organisation der Vereinten Nationen beängstigende Fakten aneinander: Von den geschätzt acht Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit sei rund eine Million vom Aussterben bedroht. Das Ausmaß des Artensterbens war in der Geschichte der Menschheit noch nie so groß wie heute - und die Aussterberate nimmt weiter zu. Drei Viertel der Naturräume an Land wurden vom Menschen bereits erheblich verändert, in den Meeren zwei Drittel.

Gravierende Folgen


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Immer wieder verdeutlichen die Autoren, dass der Verlust an Biodiversität kein reines Umweltthema ist, sondern auch Entwicklung, Wirtschaft, politische Stabilität und soziale Aspekte wie Flüchtlingsströme beeinflusst. Gravierende Folgen für Menschen weltweit seien inzwischen wahrscheinlich, warnen sie. Noch sei es aber nicht zu spät für Gegenmaßnahmen, erklärte Watson, „aber nur, wenn wir sofort auf allen lokalen bis globalen Ebenen damit beginnen“.

Ein ähnlicher globaler Check war zuletzt vor 14 Jahren präsentiert worden. Für die Neuauflage trugen 145 Autoren aus 50 Ländern drei Jahre lang Wissen aus Tausenden Studien und Dokumenten zusammen.


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