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Menschenrechtsgruppe: Mindestens 26 Tote bei Protesten in Venezuela
International 5 24.01.2019

Menschenrechtsgruppe: Mindestens 26 Tote bei Protesten in Venezuela

Der Riss ist nicht nur symbolisch: In der Nacht nach der Selbsternennung des Parlamentschefs Guaido zum Staatschef kam es zu Unruhen in der venezolanischen Hauptstadt.

Menschenrechtsgruppe: Mindestens 26 Tote bei Protesten in Venezuela

Der Riss ist nicht nur symbolisch: In der Nacht nach der Selbsternennung des Parlamentschefs Guaido zum Staatschef kam es zu Unruhen in der venezolanischen Hauptstadt.
Rayner Pena/dpa
International 5 24.01.2019

Menschenrechtsgruppe: Mindestens 26 Tote bei Protesten in Venezuela

Zwei Dutzend Tote und Hunderte Festnahmen - die Nacht nach der Selbsternennung von Juan Guaidó zum Präsidenten von Venezuela verlief alles andere als friedlich.

Caracas (dpa) - Bei den jüngsten Massenprotesten gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten bisher mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer seien bei Demonstrationen in acht verschiedenen Bundesstaaten getötet worden, teilte die Beobachtungsstelle für soziale Konflikte (OVCS) am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) mit. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Foro Penal wurden zudem 332 Personen festgenommen.

Zehntausende Menschen waren am Mittwoch gegen Maduro auf die Straße gegangen. Sie lieferten sich zum Teil heftige Straßenschlachten mit der Polizei. Während einer Kundgebung erklärte sich Parlamentschef Juan Guaidó zum Interims-Präsidenten des südamerikanischen Landes. Maduro schwor seine Anhänger seinerseits auf die Verteidigung seiner Regierung und des Sozialismus ein. Das mächtige Militär stellte sich hinter Maduro. Die Proteste wurden am Donnerstag trotzdem fortgesetzt.


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