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Menschenrechtler werfen Trump Gefährdung von Journalisten vor
International 1 02.08.2018

Menschenrechtler werfen Trump Gefährdung von Journalisten vor

"You're fake news!" Diese frühe Attacke auf CNN-Reporter Jim Acosta noch vor Trumps Amtsantritt ist einer der bekanntesten Ausfälle des 45. US-Präsidenten gegen die Presse. Es war nicht der letzte.

Menschenrechtler werfen Trump Gefährdung von Journalisten vor

"You're fake news!" Diese frühe Attacke auf CNN-Reporter Jim Acosta noch vor Trumps Amtsantritt ist einer der bekanntesten Ausfälle des 45. US-Präsidenten gegen die Presse. Es war nicht der letzte.
Foto: REUTERS
International 1 02.08.2018

Menschenrechtler werfen Trump Gefährdung von Journalisten vor

Donald Trumps verbale Angriffe auf die Medien erhöhen das Risiko, dass Journalisten Gewalt ausgesetzt werden. Das sagen zwei UN-Sonderberichterstatter. Die Faktenchecker der "Washington Post" liefern derweil erschreckende neue Zahlen.

(dpa) - US-Präsident Donald Trump gefährdet mit seinen verbalen Angriffen gegen die Medien nach Angaben prominenter Menschenrechtler das Leben von Journalisten. „Seine Attacken sind strategisch, sollen das Vertrauen in die Berichterstattung untergraben und Zweifel an überprüfbaren Fakten schüren“, schrieben die Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen und der Interamerikanischen Menschenrechtskommission, David Kaye und Edison Lanza, am Donnerstag. „Wir sind besonders besorgt, dass diese Angriffe das Risiko erhöhen, dass Journalisten Gewalt ausgesetzt werden.“

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Trump hat Sender, Zeitungen und Zeitschriften, die kritisch über ihn berichten, wiederholt als unehrlich und als „Feinde des amerikanischen Volkes“ diffamiert. Er wirft ihnen vor, Verschwörungstheorien zu verbreiten und der Demokratie zu schaden. Der Präsident habe aber nie den Beweis erbracht, dass Medien aus unlauteren Motiven falsch berichtet hätten, so die Menschenrechtler.


US President Donald Trump prepares to board Air Force One at Morristown Municipal Airport on July 29, 2018 in Morristown, New Jersey after spending the weekend at Trump National Golf Club in Bedminster, New Jersey.   / AFP PHOTO / JIM WATSON
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Die USA hätten wie alle Staaten die Verpflichtung, die Pressefreiheit zu respektieren. Kaye und Lanza kritisierten auch das US-Justizministerium, das Journalisten anklagen und mithilfe der Spionagegesetze zwingen will, Quellen für vertrauliche Informationen preiszugeben.

7,6 falsche oder irreführende Angaben am Tag

 Die Faktenprüfer der „Washington Post“ berichteten am Mittwoch, dass Trump in den 558 Tagen seit Amtsantritt 4229 falsche oder irreführende Angaben gemacht hat - das seien 7,6 Behauptungen pro Tag. Das Blatt gehört gemeinsam mit der „New York Times“ und dem US-Sender CNN zu den bevorzugten Zielscheiben von Trump.  


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