Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Melbourne nach Corona-Anstieg wieder im Lockdown
International 4 2 Min. 07.07.2020

Melbourne nach Corona-Anstieg wieder im Lockdown

In Melbourne wird es erneut einen mindestens sechswöchigen Lockdown geben.

Melbourne nach Corona-Anstieg wieder im Lockdown

In Melbourne wird es erneut einen mindestens sechswöchigen Lockdown geben.
Foto: Pexels
International 4 2 Min. 07.07.2020

Melbourne nach Corona-Anstieg wieder im Lockdown

Australien kämpft weiter mit drastischen Maßnahmen gegen das Corona-Virus. Melbourne, die zweitgrößte Stadt in Down Under, wird erneut komplett abgeriegelt.

(dpa/SC) - Australiens Millionen-Metropole Melbourne geht wegen eines starken Anstiegs der Corona-Infektionen erneut in einen sechswöchigen Lockdown.

Der Regierungschef von Victoria, Daniel Andrews, trat am Dienstag vor die Presse.
Der Regierungschef von Victoria, Daniel Andrews, trat am Dienstag vor die Presse.
Foto: AAPIMAGE

Die zweitgrößte Stadt des Landes hatte erst ab Anfang Juni langsam die Wirtschaft wieder geöffnet. Nun treten ab Mittwoch um Mitternacht (Ortszeit) wieder strikte Ausgangssperren in Kraft, wie der regionale Regierungschef Daniel Andrews am Dienstag mitteilte. Am selben Tag hatten die Gesundheitsbehörden 191 Neuinfektionen bestätigt, einer der höchsten Anstiege innerhalb eines Tages in Australien seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

"Wir müssen realistisch über die Umstände, mit denen wir konfrontiert sind, sein", sagte Andrews. Die Frustration habe scheinbar zu einer gewissen Nachlässigkeit geführt. "Ich denke, jeder von uns weiß, dass wir keine andere Wahl haben als diese sehr, sehr schwierigen Schritte zu ergreifen", fügte der Regierungschef hinzu.

In Melbourne, der Hauptstadt des Bundesstaates Victoria, dürfen die Bürger nun unter dem erneuten Lockdown bis mindestens 19. August nicht das Haus verlassen, außer zum Einkaufen von Lebensmitteln, zu Arzt- und Pflegebesuchen, zur Ausübung körperlicher Fitness oder um zu arbeiten. Gäste dürfen zu Hause nicht empfangen werden.


A shopper makes his way into a store offering a closing down sale in Auckland on June 19, 2020. - New Zealand's economy suffered its biggest contraction in 29 years during the first three months of the year, official data showed, with worse expected as the coronavirus pandemic's full impact emerges. (Photo by GREG BOWKER / AFP)
Rückkehr von Corona: Neuseeland droht guten Ruf zu ruinieren
Das Virus galt in Neuseeland als ausgerottet, doch nun ist es wieder da. Was ist schiefgelaufen?

Cafés und Restaurants müssen zum Take-Away-Verkauf zurückkehren, Gottesdienste gibt es nur noch online, Hochzeiten sind auf fünf Menschen beschränkt, Beerdigungen auf zehn, wie die Zeitung "The Age" berichtete. Außerdem bleiben Schulen in den betroffenen Gebieten, die nächste Woche öffnen sollten, geschlossen.

Die rund fünf Millionen Bewohner können außerdem ihre Stadt nicht verlassen. Bereits am Montag hatte die Regionalregierung bekannt gegeben, dass die Grenze zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Bundesstaaten Victoria und New South Wales wegen der steigenden Corona-Zahlen geschlossen wird.

Das Militär ist mobilisiert, um die Polizei bei der Durchsetzung der Ausgangsbeschränkungen zu unterstützen. Unter anderem sollen Straßensperren errichtet werden, um Bürger am Verlassen der Region zu hindern, schrieb die Zeitung "Sydney Morning Herald". Die Ordnungskräfte würden zudem eine Software zur Erkennung von Nummernschildern einsetzen, mit denen die Herkunft von Fahrzeugen überprüft werden kann. Man müsse die Situation so ernst nehmen wie man in Australien auch Buschfeuer ernst nehme. Es gehe um "Leben und Tod", sagte Andrews.

Am Dienstag lag die Zahl bestätigter Corona-Fälle in ganz Australien (25 Millionen Einwohner) bei 8.755. Landesweit sind 106 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.


Wirtschaft, Wiedereröffnung Terrassen und Restaurants, Luxemburg, Covid-19, Corona, Horesca, Foto:Lex Kleren/Luxemburger Wort
Neues Covid-Gesetz: Nicht nur Restriktionen
Die Infektionszahlen steigen wieder: Vergangenen Donnerstag reichte Gesundheitsministerin Paulette Lenert das neue Covid-Gesetz im Parlament ein. Die Arbeit der Kommission hat begonnen.

Nachdem auch in Luxemburg die Zahl der aktiven Infektionen im Laufe der letzten Wochen stark zugenommen hat, hat Gesundheitsministerin Paulette Lenert vergangenen Donnerstag ein neues Covid-Gesetz im Parlament eingereicht, dass Versammlungen von Gruppen mit über 20 Personen wieder stärker eingrenzen würde. Bei mehr als 20 Personen müssten die Distanz- und Hygieneregeln strikt eingehalten werden. Außerdem müssten Menschen, die ein positives Testergebnis erhalten, dies dem Gesundheitsamt innerhalb von 48 Stunden mitteilen. Gegen entsprechende Passagen hatte der Staatsrat bei den ersten Covid-Gesetzen nach dem Ende des Notstands eine Opposition formelle eingereicht.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Neues Covid-Gesetz: Nicht nur Restriktionen
Die Infektionszahlen steigen wieder: Vergangenen Donnerstag reichte Gesundheitsministerin Paulette Lenert das neue Covid-Gesetz im Parlament ein. Die Arbeit der Kommission hat begonnen.
Wirtschaft, Wiedereröffnung Terrassen und Restaurants, Luxemburg, Covid-19, Corona, Horesca, Foto:Lex Kleren/Luxemburger Wort
Leitartikel: Wer zu spät redet...
Das Ende des "état de crise" ist nicht das Ende der Corona-Krise. Den Zustand trügerischer Normalität sollte der Premier am Mittwoch thematisieren. Eigentlich wäre dies schon am 24. Juni nötig gewesen.
Politik, Chamber, aktuelle Stunde zum Corona-Virus, Ankündigung Xavier Bettel, Paulette Lenert, Foto: Lex Kleren/Luxemburger Wort
Regierung will große Partys verbieten
Vertrauen ist gut, aber wegen der steigenden Infektionszahlen sollen nun doch private Versammlungen geregelt werden. Die Regierung beschließt, ein Gesetz vorzubereiten.
Politik, Briefing Gouvernement, Xavier Bettel, Paulette Lenert, Coronavirus, Covid-19 foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort