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Mehrere Tote bei Absturz eines Militärtransporters
International 7 2 Min. 09.05.2015 Aus unserem online-Archiv
Unglück in Spanien

Mehrere Tote bei Absturz eines Militärtransporters

International 7 2 Min. 09.05.2015 Aus unserem online-Archiv
Unglück in Spanien

Mehrere Tote bei Absturz eines Militärtransporters

Bei einem Testflug stürzt bei Sevilla ein Militärtransporter des neuen Typs Airbus A400M ab. In den Trümmern sterben vier Menschen. Die Maschine vom selben Typ soll 2019 an Luxemburg ausgeliefert werden.

(dpa/if) - Beim Absturz eines Militärtransporters vom Typ Airbus A400M sind am Samstag in Spanien vier Menschen ums Leben gekommen. Wie die Rettungsdienste mitteilten, wurden aus den Trümmern der Maschine in der Nähe des Flughafens von Sevilla zwei schwer verletzte Überlebende geborgen. Ein Besatzungsmitglied wurde am Nachmittag vermisst. Alle Opfer sind Spanier. Es war der erste Absturz eines Transporters dieses neuen Typs.

Zur Ursache des Unglücks gab es keine Angaben. Nach Angaben des Herstellers soll der Pilot kurz vor dem Absturz noch einen Notruf abgesetzt haben. Das Verkehrsministerium leitete eine Untersuchung ein.

Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Flughafens von Sevilla in Südspanien. Dort werden die Transportflugzeuge montiert und getestet, ehe sie an die Luftstreitkräfte diverser Staaten übergeben werden. Die Maschine sei zu einem Testflug gestartet, hieß es. Sie stürzte unmittelbar nach dem Start aus unbekannter Ursache ab und zerschellte auf dem Boden. Die Insassen des Flugzeugs seien spanische Mitarbeiter von Airbus, hieß es. Der Flugbetrieb in Sevilla wurde nach dem Unglück für mehrere Stunden eingestellt, berichtete die Agentur Efe.

Flugzeug war für die Türkei bestimmt

Regierungschef Mariano Rajoy, der zunächst von acht bis zehn Toten gesprochen hatte, erfuhr von dem Unglück bei einer Wahlkampfveranstaltung auf Teneriffa. Er brach die Kundgebung ab und machte sich auf den Weg nach Sevilla. Die Parteien sagten ihre für Samstag geplanten Wahlkampfveranstaltungen ab. In Spanien finden am 24. Mai Regional- und Kommunalwahlen statt.

Das Flugzeug hatte sich noch in der Testphase befunden und war noch nicht an die Streitkräfte eines Landes ausgeliefert worden. Wie der Hersteller Airbus Defense & Space am Samstag mitteilte, war die Unglücksmaschine für das türkische Militär bestimmt. Airbus hat A400M bislang an fünf Staaten ausgeliefert: Großbritannien, Malaysia, Deutschland, Frankreich und die Türkei.

Militärmaschine vom selben Typ für Luxemburg bestellt

Das Militärtransportflugzeug desselben Typs hatte Luxemburg 2003 für seine Armee bestellt. Es soll zusammen mit sieben belgischen Maschinen vom gleichen Typ in eine gemeinsame Flotte eingegliedert werden. Der Gesamtkostenpunkt beträgt rund 200 Millionen Euro. Wo die Militärmaschine stationiert wird, steht nach wie vor nicht fest. Das Flugzeug soll im Februar 2019 an Luxemburg ausgeliefert werden.

Der Militärtransporter Airbus A400M:

  • Der taktische Militärtransporter Airbus A400M „Grizzly“ soll die veralteten Transportmaschinen verschiedener Luftstreitkräfte ersetzen.
  • Der erste Prototyp wurde Ende 2009 erprobt. Im Oktober 2013 stellte die französische Luftwaffe das erste Serienmodell in Dienst.
  • Das propellergetriebene Flugzeug hat eine Gesamtlänge von 45 und eine Spannweite von 42,40 Metern.
  • Bei einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 780 Stundenkilometern kommt die Maschine bei 20 Tonnen Nutzlast auf eine Reichweite von maximal 6390 Kilometern.
  • Der A400M kann über längere Strecken im Tiefflug und zum Absetzen von Lasten oder Fallschirmspringern eingesetzt werden.

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