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Mehr als 6000 Tote durch Masern im Kongo
International 08.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Mehr als 6000 Tote durch Masern im Kongo

Ein Masernvirus unter dem Elektronenmikroskop.

Mehr als 6000 Tote durch Masern im Kongo

Ein Masernvirus unter dem Elektronenmikroskop.
Foto: Cynthia Goldsmith/Centers for Di
International 08.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Mehr als 6000 Tote durch Masern im Kongo

Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm. Immer mehr Menschen sterben während der schlimmsten Masern-Epidemie, die das Land je gesehen hat.

(dpa) - Ein Masern-Ausbruch im Kongo hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge inzwischen zu mehr als 6000 Todesfällen geführt - rund dreimal so viele wie die Ebola-Epidemie. Dies sei der derzeit schlimmste Masern-Ausbruch weltweit, teilte die WHO mit.


Measles rash. Child with allergy rush. Doctor and patient
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Die Masern breiten sich vielerorts gefährlich aus. Die Zahl der Todesfälle steigt wieder - und Besserung ist nicht in Sicht.

„Wir tun unser Bestes, diese Epidemie unter Kontrolle zu bringen“, sagte die WHO-Chefin für Afrika, Matshidiso Moeti, am Dienstagabend. Kein Kind sollte demnach dem unnötigen Risiko des Todes durch eine Krankheit ausgesetzt werden, die einfach durch eine Impfung verhindert werden kann. 

Die Masern-Epidemie in dem zentralafrikanischen Land brach vor rund einem Jahr aus. Bislang gibt es nach WHO-Angaben 310 000 Fälle.

Im vergangenen Jahr wurden demnach 18 Millionen Kinder unter fünf Jahren geimpft. Allerdings sei in vielen Regionen die Impfrate niedrig, auch weil die Gebiete wegen Konflikten und schlechter Infrastruktur schwer zu erreichen seien. Außerdem fehle es an Geld.

Die Krankheit ist der WHO zufolge eine der weltweit größten Todesursachen für Kinder. Allerdings kann sie leicht durch eine Impfung verhindert werden.


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Laos: Im Kampf gegen die Viren
Im Interview mit dem „Luxemburger Wort“ gibt Professor Claude P. Muller einen Einblick in den Arbeitsalltag der Forscher des „Luxembourg Lao Friendship Lab“ (LaoLuxLab).

Neben dem Masern-Ausbruch kämpft der Kongo auch seit mehr als einem Jahr mit einer verheerenden Ebola-Epidemie. Bislang haben sich den Behörden zufolge fast 3400 Menschen mit dem gefährlichen Virus infiziert und rund 2230 Menschen sind gestorben.


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