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Mehr als 300 verletzte Migranten
International 11.04.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach Ausschreitungen in Idomeni

Mehr als 300 verletzte Migranten

Das Leiden der Flüchtlinge in Idomeni nimmt kein Ende.
Nach Ausschreitungen in Idomeni

Mehr als 300 verletzte Migranten

Das Leiden der Flüchtlinge in Idomeni nimmt kein Ende.
Foto: AFP
International 11.04.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach Ausschreitungen in Idomeni

Mehr als 300 verletzte Migranten

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Bei den Ausschreitungen an der mazedonischen Grenze sind am Sonntag mehr als 300 Menschen verletzt worden. Das berichten griechische Medien unter Berufung auf die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen.

(dpa) - Bei den Ausschreitungen an der mazedonischen Grenze sind am Sonntag mehr als 300 Menschen verletzt worden. Das berichten griechische Medien unter Berufung auf die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Sieben Menschen seien ins Krankenhaus der nahegelegenen Stadt Kilkis gebracht worden.

Mindestens 34 Menschen trugen offene Wunden davon, weitere 30 seien durch die Gummigeschosse mazedonischer Grenzschützer verletzt worden, berichtet das griechische Nachrichtenportal The Toc. Mehr als 250 Menschen litten auf Grund der Tränengasgranaten der mazedonischen Polizei an Atemwegsproblemen, darunter auch viele Kinder.

Eskalation am Sonntag

Die Lage im nordgriechischen Grenzort Idomeni war am Sonntagmittag eskaliert, als hunderte Flüchtlinge und Migranten versuchten, den Grenzzaun zu Mazedonien zu stürmen. Seit das Nachbarland zu Griechenland die Grenzen geschlossen hat, haben sich in Idomeni mehr als 11 000 Menschen versammelt, die dort auf ihre Weiterreise nach Mitteleuropa hoffen.

Am Wochenende kursierte ein Flugblatt, das auf Arabisch zum „Marsch auf die Grenze“ aufrief. Dieser Flyer weckte die Hoffnungen auf die Weiterreise, so dass viele Menschen sich auf den Weg machten.


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