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Mehr als 210.000 Neuinfektionen: WHO meldet Corona-Rekord
International 2 Min. 05.07.2020

Mehr als 210.000 Neuinfektionen: WHO meldet Corona-Rekord

"Blumenregen" für Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Indien. Das Land meldete am Wochenende neue Höchstwerte bei den Corona-Infektionen

Mehr als 210.000 Neuinfektionen: WHO meldet Corona-Rekord

"Blumenregen" für Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Indien. Das Land meldete am Wochenende neue Höchstwerte bei den Corona-Infektionen
Foto: AFP
International 2 Min. 05.07.2020

Mehr als 210.000 Neuinfektionen: WHO meldet Corona-Rekord

Seit rund einem halben Jahr hält das Corona-Virus die Welt in Atem. Dennoch breitet sich der Erreger in vielen Ländern weiterhin rasant aus.

(dpa/AFP) - Weltweit gesehen steigt die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen seit Beginn der Corona-Pandemie immer weiter an. So meldete die Weltgesundheitsorganisation WHO am Wochenende einen Rekord: Binnen 24 Stunden seien 212.326 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus Sara-CoV-2 gemeldet worden (Stand 4.7. 10 Uhr), hieß es in einem WHO-Bericht. Die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus ist hingegen seit Anfang Mai vergleichsweise stabil.

Die meisten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden wurden dabei in Nord- und Südamerika (129.772) gemeldet. Davon entfielen allein mehr als 53.000 Fälle auf die USA und mehr als 48.000 auf Brasilien. Grund für steigende Infektionszahlen können sowohl ein tatsächliches Plus an Ansteckungen als auch umfangreichere Tests sein.

Insgesamt geht die WHO bisher von mehr als elf Millionen Infektionen mit dem Corona-Virus weltweit sowie von mehr als 523.000 Todesfällen aus. In absoluten Zahlen verzeichneten demnach die USA (mehr als 2,7 Millionen), Brasilien (mehr als 1,5 Millionen) und Russland (mehr als 674.000) zuletzt die meisten Infektionen insgesamt.

Nachtschwärmer stehen dicht gedrängt im Londoner Szeneviertel Soho: Seit Samstag haben die Pubs in England wieder geöffnet. Die Sorge vor Exzessen, die Experten vor der Öffnung geäußert hatten, dürfte nicht unbegründet gewesen sein.
Nachtschwärmer stehen dicht gedrängt im Londoner Szeneviertel Soho: Seit Samstag haben die Pubs in England wieder geöffnet. Die Sorge vor Exzessen, die Experten vor der Öffnung geäußert hatten, dürfte nicht unbegründet gewesen sein.
Foto: AFP

Unter den europäischen Ländern hat Großbritannien mit mehr als 284.000 Fällen derzeit die meisten Infektionen. Großbritannien ist auch das Land mit den meisten Corona-bedingten Sterbefällen (44.198), gefolgt von Italien mit 34.854 Toten und Frankreich (29.893). 

Bezogen auf die Einwohnerzahl ist Belgien das am schwersten getroffene Land mit 84 Todesfällen pro 100.000 Einwohner. Dahinter folgen Großbritannien (65), Spanien (61) und Italien (58) und Schweden (54). In China wurden insgesamt 83.545 Fälle und 4.634 Tote registriert.


ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht vom 2. Juli 2020: Reisende, die aus Covid-19-Risikogebieten zurückkehren, müssen in einigen Bundesländern in Quarantäne. Dann kann für Berufstätige ein Lohnausfall drohen. Foto: Arne Dedert/dpa/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Großbritannien: Keine Quarantäne für Reisende aus Luxemburg
Reisende aus 50 Ländern können aufatmen: Die britische Regierung will Quarantänemaßnahmen bei der Einreise auch für Bürger aus Luxemburg abschaffen.

Die WHO-Zahlen weichen wegen unterschiedlicher Zählweisen und zeitlicher Verzögerungen immer etwas von den Zahlen der Johns Hopkins Universität in den USA ab. Die WHO hat mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, dass die Pandemie nichts von ihrer Dynamik eingebüßt habe.

Immer wieder melden Länder neue Höchstwerte bei den Neuinfektionen, so beispielsweise am Wochenende Indien und das Westjordanland. 

Potenzial für "zweite Welle" vorhanden

Die jüngst wieder steigenden Zahlen an nachgewiesenen Corona-Infektionen in einigen Ländern sind nach Ansicht der WHO kein Anzeichen einer zweiten Welle. Vielmehr handele es sich um einen zweiten Höhepunkt der ersten Welle, sagte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Freitagabend in einem Briefing bei der Genfer Auslandspresse (ACANU). In den betroffenen Ländern sei das Virus nicht genug unterdrückt worden. Umso mehr müssten Maßnahmen wie Handhygiene, Abstand halten und Isolation von Infizierten und ihren Kontakten konsequent weiter angewendet werden.


29 Tests fielen positiv aus.
29 Neu-Infizierungen in Luxemburg
Von 11.662 Tests auf das Corona-Virus, die von Freitag auf Samstag durchgeführt wurden, waren derer 29 positiv.

Das Potenzial einer zweiten Welle sei aber dennoch da, sagte Ryan, etwa im Winter, wenn wieder mehr Menschen eng in Räumen zusammen seien und das Virus sich dadurch leichter von Mensch zu Mensch verbreiten könne als jetzt. Womöglich reagiere das Virus auch auf Temperaturen.


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