Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Mehr als 20 Tote nach Tornado in Mississippi
International 2 Min. 25.03.2023
„Meine Stadt ist weg“

Mehr als 20 Tote nach Tornado in Mississippi

Das Bild zeigt ein beschädigtes Haus in der Nähe von Silver City, Mississippi, nachdem ein Tornado am 25. März 2023 passierte.
„Meine Stadt ist weg“

Mehr als 20 Tote nach Tornado in Mississippi

Das Bild zeigt ein beschädigtes Haus in der Nähe von Silver City, Mississippi, nachdem ein Tornado am 25. März 2023 passierte.
Foto: AFP
International 2 Min. 25.03.2023
„Meine Stadt ist weg“

Mehr als 20 Tote nach Tornado in Mississippi

Zerstörte Häuser, umgestürzte Bäume: Ein heftiger Tornado hinterlässt eine Spur der Verwüstung im US-Bundesstaat Mississippi.

(dpa) - Heftige Stürme und ein Tornado haben im südlichen US-Bundesstaat Mississippi mindestens 23 Menschen das Leben gekostet und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Dutzende Menschen seien verletzt worden, teilte der örtliche Katastrophenschutz am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) mit. 

Einsatzkräfte auf dem Highway 49 in der Nähe von Silver City, Mississippi, nach dem Tornado am 25. März 2023.
Einsatzkräfte auf dem Highway 49 in der Nähe von Silver City, Mississippi, nach dem Tornado am 25. März 2023.
Foto: AFP

„Leider werden sich diese Zahlen voraussichtlich ändern“, schrieb die Behörde weiter. Tausende Menschen waren in dem südlichen Bundesstaat ohne Strom. „Wir werden alles tun, was wir können, um zu helfen“, versprach US-Präsident Joe Biden. Die Bilder aus Mississippi seien „herzzerreißend“.


This handout photograph released on October 24, 2022, by the local firefighter department Service departemental d'incendie et de secours (SDIS 62) shows a firefighter inspecting damages in Bihucourt, northern France, after a tornado hit the region. (Photo by SDIS 62� / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / SDIS 62" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
Tornado wütet in der Somme
Bei einem Tornado im Norden Frankreichs wurden 60 Gebäude und eine Kirche schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Mindestens ein Tornado sei durch den Bundesstaat gefegt, bestätigte der Nationale Wetterdienst. Dieser habe Schäden in den Städten Silver City und Rolling Fork verursacht, schrieb die Behörde. Medien zufolge hat er eine rund 130 Kilometer lange Spur der Verwüstung hinterlassen. In US-Medien waren auch Berichte über weitere Tornados zu lesen, einige kamen demnach aus dem benachbarten Bundesstaat Alabama.

100.000 Personen waren ohne Strom

Die Stürme in dem Bundesstaat fegten Medienberichten zufolge Dächer von Häusern, rissen Bäume aus, beschädigten Stromleitungen und machten einige Stadtteile fast dem Erdboden gleich. Rund 100.000 Kunden in Mississippi und den benachbarten Staaten Tennessee und Alabama waren am frühen Samstagmorgen ohne Strom, meldete die Seite „poweroutage.us“. Auf TV-Bildern waren zahlreiche zerstörte Häuser zu sehen. Angaben zum Alter der Opfer gab es zunächst nicht. Rettungs- und Bergungskräfte seien im Einsatz, teilte der Katastrophenschutz weiter mit.

„Meine Stadt ist weg. Aber wir werden widerstandsfähig sein und wir werden zurückkommen“, sagte der Bürgermeister von Rolling Fork, Eldridge Walker, im US-Fernsehen. Völlige Verwüstung sei alles, was er sehe, wenn er von rechts nach links schaue. 

„Das war eine großartige Kleinstadt - und jetzt ist sie weg.“  

Als die Sturmwarnung kam, hätten er und seine Frau Deckung gesucht, sagte der Bürgermeister weiter. Sie hätten sich in der Badewanne ihres Hauses aufgehalten, um sich zu schützen. Auch ein Anwohner der Stadt berichtete CNN von heftigen Zerstörungen. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte Brandy Showah. „Das war eine großartige Kleinstadt - und jetzt ist sie weg.“

Mississippi gilt als ärmster Bundesstaat der USA. In Rolling Fork mit seinen rund 2.000 Einwohnerinnen und Einwohnern leben zahlreiche Menschen in ausgebauten Wohnwagen. Die Kleinstadt mit ihrer überwiegend schwarzen Bevölkerung liegt der „New York Times“ zufolge unter der Armutsgrenze des Landes. Örtliche Medien berichteten, dass in dem Ort ein Krisenzentrum eingerichtet worden sei. Dort gebe es Betten, Wasser, sanitäre Anlagen und medizinische Unterstützung.

Mississippi gilt als ärmster Bundesstaat der USA.
Mississippi gilt als ärmster Bundesstaat der USA.
Foto: AFP

Die Behörden hatten für Freitagabend (Ortszeit) Warnungen vor einer Serie von Tornados in der Region veröffentlicht. Auch für das Wochenende warnte der Wetterdienst in Mississippi vor weiteren Schauern und Gewittern. Es müsse mit Windböen sowie Hagel in Golfballgröße gerechnet werden. Auch weitere Tornados seien möglich.    

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema