Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Mehr als 150 Tote bei Flugzeugabsturz in Äthiopien
International 10.03.2019 Aus unserem online-Archiv

Mehr als 150 Tote bei Flugzeugabsturz in Äthiopien

Die Maschine stürzte etwa 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Addis Abeba ab.

Mehr als 150 Tote bei Flugzeugabsturz in Äthiopien

Die Maschine stürzte etwa 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Addis Abeba ab.
Foto: DPA/Archiv
International 10.03.2019 Aus unserem online-Archiv

Mehr als 150 Tote bei Flugzeugabsturz in Äthiopien

Eine Maschine der Ethiopian Airlines stürzte nur wenige Minuten nach dem Start ab - mit Menschen aus 33 Ländern an Bord. Niemand Überlebte.

(dpa) – Beim Absturz einer Passagiermaschine in Äthiopien sind nach Angaben der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines alle Insassen ums Leben gekommen. An Bord der Boeing 737 waren nach ersten Informationen der Airline 149 Passagiere und 8 Crew-Mitglieder. Via Twitter bestätigte die Airline, dass es keine Überlebenden gebe. Die Unglücksmaschine war am Sonntagmorgen nahe der Hauptstadt Addis Abeba abgestürzt. Die Insassen hätten 33 verschiedene Nationalitäten gehabt, meldete die Airline weiter.

Die Maschine befand sich den Angaben zufolge auf einem Linienflug zwischen Addis Abeba und Kenias Hauptstadt Nairobi. Der Funkkontakt zu der Maschine sei wenige Minuten nach dem Start am Sonntagmorgen abgebrochen, erklärte die Airline. Die Boeing stürzte demnach etwa 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt ab. Unter den Toten seien 32 Kenianer und 17 Äthiopier, sagte ein Airline-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Angaben zu den Nationalitäten der Opfer waren zunächst nicht bekannt.

Auch die Absturzursache war zunächst unklar. Die Rettungsmaßnahmen liefen noch, meldete die Airline. Via Twitter sprach das Büro des äthiopischen Regierungschefs Abiy Ahmed den Angehörigen sein Beileid aus.

Eine international Fluggesellschaft

Ethiopian Airline gilt als zuverlässige Fluggesellschaft. Sie bietet weltweite Verbindungen, auch nach Frankfurt am Main, München, London, New York, Bangkok und Dubai.

Es ist allerdings nicht das erste tödliche Unglück der äthiopischen Fluggesellschaft: Am 25. Januar 2010 stürzte eine Boeing 737-800 der Airline vor der libanesischen Küste ins Mittelmeer, die 90 Insassen starben. Im November 1996 wurde eine Maschine der Airline entführt. Sie war ebenfalls auf dem Weg von Addis Abeba nach Nairobi. Die Entführer forderten trotz zu geringer Treibstoffmenge nach Australien geflogen zu werden. Der Kapitän entschloss sich zu einer spektakulären Notwasserung vor den Komoren, um möglichst viele Passagiere zu retten. 125 Insassen starben, rund 50 überlebten.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Eine Woche, nachdem die Fluggesellschaft United einen Mann gewaltsam aus einem Flugzeug geworfen hat, ändert die Airline ihre Regeln: Künftig müssen Crew-Mitglieder, die als Passagiere fliegen, eine Stunde vor Abflug einchecken.
Probleme mit Überbuchungen sollen künftig noch vor dem Einstieg der Passagiere in die Flugzeuge gelöst werden.
Ursache noch unklar
Ein Passagierflugzeug hat nach dem Start in der somalischen Hauptstadt Mogadischu aus bislang ungeklärter Ursache Feuer gefangen.
Ein großes Loch klaffte über der rechten Tragfläche, nachdem die Maschine sicher gelandet war.
Riesenflieger vor dem Aus?
Boeing schraubt die Produktion seines Jumbo-Jets herunter. Auch Airbus kämpft beim A380 mit Absatzproblemen. Lagen Riesenflieger vor zehn Jahren noch im Trend, droht ihnen heute das Aus.
Lufthansa gehört zu den letzten großen Fluggesellschaften, die die 747-8 Intercontinental betreiben.