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Mecklenburg-Vorpommern: Höhere Beteiligung an Landtagswahl
International 04.09.2016

Mecklenburg-Vorpommern: Höhere Beteiligung an Landtagswahl

Leif-Erik Holm der AfD hat gewählt.

Mecklenburg-Vorpommern: Höhere Beteiligung an Landtagswahl

Leif-Erik Holm der AfD hat gewählt.
Foto: REUTERS
International 04.09.2016

Mecklenburg-Vorpommern: Höhere Beteiligung an Landtagswahl

Bei der Landtagswahl im nordostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich eine etwas höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren ab.

(dpa) - Wie Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes in Schwerin sagte, hatten bis 14.00 Uhr 32,8 Prozent der Wähler ihre Stimmen abgegeben. Das seien drei Prozentpunkte mehr als 2011 zu diesem Zeitpunkt.

Zudem lag die Briefwahlquote landesweit in diesem Jahr bei bis zu 20 Prozent und damit deutlich höher als vor fünf Jahren. Bei regnerischem Wetter verlaufe die Wahl aber sonst ohne Besonderheiten und sehr ruhig.

Die Beteiligung in Rostock, der größten Stadt des Landes, lag bei 31,8 Prozent und damit ähnlich hoch wie 2011, sagte ein Stadtsprecher. In Schwerin, wo auch ein neuer Oberbürgermeister gewählt wird, stimmten in der Innenstadt 35 Prozent der Wähler bis 14.00 Uhr ab, drei Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren, sagte Wahlleiter Bernd Nottebaum. 

Zuletzt lag SPD vorne

Gut 1,3 Millionen Menschen sind aufgerufen, das Parlament für die nächsten fünf Jahre im Nordosten zu wählen. Umfragen sahen die SPD zuletzt mit 28 Prozent vorn. Das wäre ein herber Verlust im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren. Damals siegten die Sozialdemokraten mit 35,6 Prozent. Mit Spannung wird das Abschneiden der AfD erwartet.

Sie könnte nach Umfragen mit mehr als 20 Prozent womöglich als zweitstärkste Kraft noch vor der CDU ins Schweriner Schloss einziehen. Ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl erreichte sie im März mit 24,3 Prozent in Sachsen-Anhalt.

Würden die Umfrageergebnisse bestätigt, könnten SPD und CDU ihre Koalition fortsetzen. Alternativ könnte es auch knapp für Rot-Rot-Grün reichen. In letzten Umfragen lagen die Grünen bei 6 Prozent und die Linke zwischen 13 und 15 Prozent. Die Wahl gilt - zusammen mit der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin in zwei Wochen - bereits als Stimmungstest für die deutsche Bundestagswahl im Jahr 2017.

Nach Einschätzung des Rostocker Politikwissenschaftlers Martin Koschkar ist bisher noch keine Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern so massiv von einem bundespolitischen Thema überlagert worden. Die Themen Flüchtlinge, Zuwanderung, Integration polarisierten. Befragungen hätten gezeigt, dass sie die Wahlentscheidungen in allen Schichten beeinflussten.


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