Wählen Sie Ihre Nachrichten​

May warnt vor „Spaltung“ bei Ablehnung des Brexit-Deals
International 26.11.2018

May warnt vor „Spaltung“ bei Ablehnung des Brexit-Deals

Englands Premierministerin Theresa May kam am Samstagabend zu einer letzten Gesprächsrunde mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zusammen.

May warnt vor „Spaltung“ bei Ablehnung des Brexit-Deals

Englands Premierministerin Theresa May kam am Samstagabend zu einer letzten Gesprächsrunde mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zusammen.
Foto: AFP
International 26.11.2018

May warnt vor „Spaltung“ bei Ablehnung des Brexit-Deals

Die britische Regierungschefin kämpft für eine Akzeptanz für das mit der EU verhandelte Brexit-Abkommen. Selbst in ihrer eigenen Partei sind längst nicht alle davon überzeugt.

(dpa) - Eine Ablehnung des Brexit-Vertragswerks durch das britische Parlament würde nach Ansicht der Premierministerin Theresa May zu „Spaltung und Unsicherheit“ führen. „Es ist kein besserer Deal erreichbar“, sagte May laut einem am Montag vorab verbreiteten Redetext. „Ich denke, unser nationales Interesse ist klar.“

May wollte am Nachmittag im Unterhaus in London über das Vertragswerk sprechen, das auf dem EU-Sondergipfel in Brüssel am Sonntag gebilligt worden war. Es muss nun noch durch das britische Parlament - eine Mehrheit dafür ist allerdings nicht in Sicht.


(FILES) In this file photo taken on February 20, 2017 A European Union flag flies near the Elizabeth Tower, otherwise known as Big Ben, as an anti-Trump protest gets underway in London. - The EU and Britain agreed on November 22, 2018, a draft declaration on their post-Brexit relations that sets out an "ambitious, broad, deep and flexible partnership," officials said. European Council President Donald Tusk said the EU executive informed him it has agreed the political declaration on the future relationship with Britain. (Photo by Justin TALLIS / AFP)
Tusk: London und Brüssel einig über Brexit-Erklärung
Noch am Mittwochabend hörte es sich nach einer langwierigen Hängepartie an. Doch nun heißt es: Das letzte Element des Brexit-Vertragspakets ist „im Prinzip“ unter Dach und Fach.

May kämpft mit heftigem Widerstand in den eigenen Reihen: Dutzende Brexit-Hardliner ihrer Konservativen Partei lehnen die Vereinbarung ab, da sie aus ihrer Sicht zu EU-freundlich ist. Auch die nordirische Partei DUP, auf deren Stimmen Mays Minderheitsregierung angewiesen ist, will das Abkommen nicht unterstützen. Die DUP lehnt jegliche Sonderrolle Nordirlands ab. Die Opposition kündigte ebenfalls Widerstand an. Labour-Chef Jeremy Corbyn setzt auf Neuwahlen.

Die Abstimmung im Parlament ist britischen Medien zufolge wohl am 12. Dezember. Zunächst war vom 10. oder 11. Dezember die Rede gewesen. Das Parlament wollte zunächst noch keinen offiziellen Termin nennen. Großbritannien will in vier Monaten - am 29. März - die EU verlassen.

Bis zur Abstimmung im Unterhaus hat May zahlreiche öffentliche Termine in Großbritannien, um für das Vertragswerk zu werben und um gleichzeitig den Druck auf das Unterhaus zu erhöhen. Einem Bericht des „Telegraph“ zufolge erwägt May auch ein TV-Duell mit Corbyn.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Nach Brexit-Einigung mit EU: Abstimmung am 11. Dezember
Die britische Premierministerin ist im Wahlkampfmodus, um ihr Brexit-Abkommen zuhause zu verkaufen. Doch die Chancen, dass sie im Parlament in London eine Mehrheit dafür bekommt, sind gering. Hinter den Kulissen wird angeblich bereits an einem Plan B geschraubt.
A video grab from footage broadcast by the UK Parliament's Parliamentary Recording Unit (PRU) shows Britain's opposition Labour Party Leader Jeremy Corbyn (R) and Britain's opposition Labour party Brexit secretary Keir Starmer (2R) listen as Britain's Prime Minister Theresa May stands and delivers a statement to the House of Commons in London on November 26, 2018, to update parliament on the newly-agreed Brexit deal. - Theresa May will convene her cabinet and update parliament on the newly-agreed Brexit deal on Monday, as the embattled British prime minister begins the tricky mission of selling the plan to a sceptical country. (Photo by HO / various sources / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - NO USE FOR ENTERTAINMENT, SATIRICAL, ADVERTISING PURPOSES - MANDATORY CREDIT " AFP PHOTO / PRU "
Was im Brexit-Abkommen steht
Die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden 27 EU-Staaten haben das Brexit-Vertragspaket mit Großbritannien am Sonntag angenommen.
 Der Brexit ist eine hochgradig komplexe Angelegenheit.
EU-Gipfel billigt Brexit-Paket
Zweieinhalb Jahre nach dem Brexit-Referendum nimmt der EU-Austritt Großbritanniens konkrete Formen an. Die Staats- und Regierungschefs der 27 verbleibenden EU-Staaten billigen das ausgehandelte Austrittspaket. Nun liegt die letzte Entscheidung in London.
(FILES) In this file photo taken on December 13, 2017 a pro-European Union,(EU), anti-Brexit demonstrator wearing EU patterned socks holds the Union and EU flags as she protests outside the Houses of Parliament, in central London. - The EU and Britain agreed on November 22, 2018, a draft declaration on their post-Brexit relations that sets out an "ambitious, broad, deep and flexible partnership," officials said. European Council President Donald Tusk said the EU executive informed him it has agreed the political declaration on the future relationship with Britain. (Photo by Daniel LEAL-OLIVAS / AFP)
Gibraltar-Frage: Spanien lenkt ein
Der EU-Sondergipfel zum Brexit an diesem Sonntag wird nach Einschätzung des Luxemburger Außenministers Jean Asselborn nicht an der Gibraltar-Frage scheitern. Auch Spanien hat seine Bedenken mittlerweile fallen gelassen.
Im „politisch widernatürlichen“ Brexit-Prozess werde es keinen Sieger geben, sagte Jean Asselborn.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.