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May: Neues Brexit-Referendum wäre „irreparabler Schaden“
International 17.12.2018 Aus unserem online-Archiv

May: Neues Brexit-Referendum wäre „irreparabler Schaden“

Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, bei einer Pressekonferenz während des EU-Gipfels.

May: Neues Brexit-Referendum wäre „irreparabler Schaden“

Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, bei einer Pressekonferenz während des EU-Gipfels.
Thierry Roge/BELGA/dpa
International 17.12.2018 Aus unserem online-Archiv

May: Neues Brexit-Referendum wäre „irreparabler Schaden“

Die britische Premierministerin Theresa May will keine zweite Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs.

(dpa) - Die britische Premierministerin Theresa May befürchtet bei einer erneuten Volksabstimmung über die EU-Zugehörigkeit ihres Landes laut Medienberichten einen „irreparablen“ politischen Schaden. Die BBC veröffentlichte am Montag vorab Auszüge aus einer Rede, die May später am Tag im Unterhaus halten sollte.


President of the European Commission Jean-Claude Juncker (L) talks to Britain's Prime Minister Theresa May as she arrives to attend a European Summit aimed at discussing the Brexit deal, the long-term budget and the single market on December 13, 2018 in Brussels. - The 27 European leaders gather for a crucial European Union summit with the British Prime Minister seeking a compromise to save the Brexit deal. (Photo by EMMANUEL DUNAND / AFP)
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„Lasst uns nicht wortbrüchig gegenüber dem britischen Volk werden, indem wir versuchen, ein anderes Referendum anzusetzen“, heißt es laut BBC in dem Redetext. „Eine andere Abstimmung würde unserer Politik einen irreparablen Schaden zufügen, denn es würde den Millionen, die unserer Demokratie vertrauten, sagen, dass die Demokratie nicht Wort hält“, heißt es weiter.


President of the European Commission Jean-Claude Juncker whispers in the ear of Britain's Prime Minister Theresa May (R) as she arrives to attend a European Summit aimed at discussing the Brexit deal, the long-term budget and the single market on December 13, 2018 in Brussels. - The 27 European leaders gather for a crucial European Union summit with the British Prime Minister seeking a compromise to save the Brexit deal. (Photo by EMMANUEL DUNAND / AFP)
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Die britischen Wähler hatten im Juni 2016 mit knapper Mehrheit für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU (Brexit) gestimmt. Dieser soll am 29. März 2019 wirksam werden. May hatte vorige Woche eine Abstimmung im Parlament über den mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag, angesichts einer sich abzeichnenden Niederlage, auf Januar verschoben.


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Nach einem Bericht des „Sunday Telegraph“ kann sich Außenminister Jeremy Hunt auch mit einem Austritt ohne Vertrag, dem sogenannten „No-Deal-Brexit“, anfreunden. „Ich habe immer gedacht, dass dies selbst in einer No-Deal-Lage ein großartiges Land ist. Wir werden einen Weg finden, zu blühen und zu gedeihen“, zitierte ihn das Blatt. Die Regierung müsse sich auf den erwarteten wirtschaftlichen „Bruch“ bei einem Austritt ohne Abkommen vorbereiten.


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