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May muss sich Misstrauensvotum stellen
Verloren: Premierministerin Theresa May.

May muss sich Misstrauensvotum stellen

Foto: AFP
Verloren: Premierministerin Theresa May.
International 2 Min. 16.01.2019

May muss sich Misstrauensvotum stellen

24 Stunden nach der katastrophalen Brexit-Abstimmung steht Großbritanniens Premierministerin May vor dem nächsten entscheidenden Votum: Die Opposition stellt die Vertrauensfrage. Doch May plant schon weiter.

(dpa) - Nach dem vernichtenden Votum des britischen Parlaments zum Brexit-Deal muss sich Premierministerin Theresa May am Mittwoch einer Misstrauensabstimmung stellen. Am Abend entscheidet das Parlament, ob es der konservativen Regierung das Vertrauen entzieht. Schon am Morgen berät das Europaparlament in Straßburg, in Brüssel analysieren EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratschef Donald Tusk die Folgen der Abstimmung.


(FILES) In this file photo taken on January 04, 2019 The sun sets behind The Palace of Westminster, home of the British Houses of Parliament in central London on January 4, 2019. - Britain's battle over Brexit resumes on January 7, 2019 when parliament returns from its Christmas break to debate and -- most likely -- defeat Prime Minister Theresa May's unpopular EU divorce deal. (Photo by NIKLAS HALLE'N / AFP)
Zum Nachlesen: Brexit-Abkommen abgelehnt
Das britische Parlament hat am Dienstagabend das mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen von Premierministerin Theresa May mehrheitlich abgelehnt. Lesen Sie die Debatte im Newsblog nach.

Das britische Parlament hatte das zwischen Brüssel und London ausgehandelte Brexit-Abkommen am Dienstagabend überraschend deutlich abgelehnt. Mit 432 zu 202 Stimmen votierten die Abgeordneten in London klar gegen den Deal von Premierministerin Theresa May.

Die oppositionelle Labour-Partei stellte den Misstrauensantrag sofort nach der Abstimmung. Parteichef Jeremy Corbyn sprach von einer katastrophalen Niederlage für May und dem größten Scheitern einer Regierung seit den 1920er Jahren. Es wird allerdings damit gerechnet, dass May die Vertrauensfrage übersteht.

Die Premierministerin kündigte an, sich in dem Fall mit Vertretern aller Parteien zu treffen, um einen Ausweg zu suchen. Bereits am kommenden Montag wolle sie dem Parlament dann einen Plan B vorlegen, um einen chaotischen EU-Austritt Großbritanniens doch noch zu verhindern, sagte sie.


Scherbenhaufen
Wenn der Brexit etwas offenbarte, dann ist es das Versagen einer gesamten politischen Klasse.

Großbritannien will die Europäische Union am 29. März verlassen. Wenn ein Austritt ohne Abkommen verhindert werden soll, muss es bis dahin eine Einigung geben - sonst wird mit chaotischen Folgen für die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche gerechnet.


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