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May entlässt britischen Verteidigungsminister
International 01.05.2019 Aus unserem online-Archiv

May entlässt britischen Verteidigungsminister

Verteidigungsminister Gavin Williamson

May entlässt britischen Verteidigungsminister

Verteidigungsminister Gavin Williamson
Foto: AFP
International 01.05.2019 Aus unserem online-Archiv

May entlässt britischen Verteidigungsminister

Die britische Premierministerin Theresa May hat ihren Verteidigungsminister Gavin Williamson entlassen.

Die britische Premierministerin Theresa May hat ihren Verteidigungsminister Gavin Williamson entlassen. Das teilte die Regierung in London am Mittwochabend mit. May habe das Vertrauen in den Verteidigungsminister verloren, hieß es in einer Mitteilung. May wirft Williamson vor, sensible Informationen aus einem Treffen des nationalen Sicherheitsrats an die Presse weitergegeben zu haben. Die bisherige Entwicklungsministerin Penny Mordaunt soll nun seinen Posten einnehmen

Huawei und 5G

In dem Entlassungsschreiben, das der Regierungssitz Downing Street veröffentlichte, warf May Williamson vor, er selbst sei für den Vertrauensbruch verantwortlich gewesen. Im Kern geht es dabei um einen Medienbericht über die Entscheidung der britischen Regierung, den chinesischen Telekom-Riesen Huawei teilweise am Ausbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes zu beteiligen. Die Zeitung „Telegraph“ hatte darüber berichtet.


Irish Prime minister Leo Varadkar (L) and Britain's Prime Minister Theresa May leave St Anne's Cathedral in Belfast on April 24, 2019, after attending the funeral service of journalist Lyra McKee who was killed by a dissident republican paramilitary in Northern Ireland on April 18. - Lyra McKee, 29, who chronicled the troubled history of Northern Ireland, was shot in the head on April 18, 2019, as rioters clashed with police in Londonderry, the second city of the British province. (Photo by Paul Faith / AFP)
London und Dublin vereinbaren neue Gespräche über Nordirland
Der gewaltsame Tod der Journalistin Lyra McKee hat die Politiker in Großbritannien und Irland aufgerüttelt.

Schon lange gelten die Minister in London als disziplinlos - Informationen aus Kabinettssitzungen dringen regelmäßig in kurzer Zeit an die Öffentlichkeit. Dass nun auch Details aus Treffen des wichtigsten nationalen Sicherheitsgremiums an die Presse gingen, schockte viele Briten allerdings. Die Regierung leitete daraufhin eine Untersuchung ein. Bis dato galt Williamson als ehrgeiziger und aufstrebender Politiker, der sich sogar im Rennen um die Nachfolge Mays in Stellung gebracht hatte.


Scotland's First Minister Nicola Sturgeon makes a statement to the Scottish Parliament on Brexit and a second independence referendum, at Holyrood, central Edinburgh on April 24, 2019. (Photo by ANDY BUCHANAN / AFP)
Schottische Regierungschefin will Unabhängigkeitsreferendum bis 2021
"Die Entscheidung muss bei den Bürgern liegen", so die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon am Mittwoch.

Am Donnerstag finden in großen Teilen Englands und Nordirlands finden Kommunalwahlen statt - die Urnengänge gelten als Stimmungsbarometer angesichts des Brexit-Frusts in Großbritannien. Für die Konservative Partei von Premierministerin May wird mit großen Verlusten gerechnet.


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