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Mann tötet seine Frau, drei Kinder und sich selbst
International 2 Min. 07.12.2021
Motiv: Gefälschter Impfpass

Mann tötet seine Frau, drei Kinder und sich selbst

Die Polizei hat ein Einfamilienhaus in Senzig, einem Ortsteil der Stadt Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald, abgesperrt. Die Polizei hat dort fünf Tote in einem Wohnhaus gefunden.
Motiv: Gefälschter Impfpass

Mann tötet seine Frau, drei Kinder und sich selbst

Die Polizei hat ein Einfamilienhaus in Senzig, einem Ortsteil der Stadt Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald, abgesperrt. Die Polizei hat dort fünf Tote in einem Wohnhaus gefunden.
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
International 2 Min. 07.12.2021
Motiv: Gefälschter Impfpass

Mann tötet seine Frau, drei Kinder und sich selbst

Wohl weil er einen gefälschten Impfpass gekauft und Angst vor der Polizei hatte, hat ein Mann in Brandenburg seine Familie und sich selbst getötet.

(dpa) - Kerzen brennen vor dem Einfamilienhaus in Königs Wusterhausen südlich von Berlin. Auf einem bunt bemalten Blatt Papier, das am Zaun hängt, steht in Kinderschrift: „Du tanzt nun im Himmel auf einem Regenbogen. Dein Leon“. Daneben baumeln zwei Stofftiere. In dem Wohnhaus hat die Polizei am Samstagmittag fünf Leichen entdeckt - darunter drei Kinder (4, 8 und 10). Was hinter dem Verbrechen steckt, war zunächst unklar. 

Am Samstagmittag hatten Zeugen in dem Haus im Ortsteil Senzig leblose Menschen gesehen und die Polizei alarmiert. Beamte fanden die fünf Toten mit Schuss- und Stichverletzungen. Die beiden Erwachsenen waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft Cottbus und der Polizeidirektion Süd 40 Jahre alt.


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Es war eine ebenso grausige wie unverständliche Tat: Ein Ehepaar tötet seine beiden Kinder, versucht danach sich selbst umzubringen. Doch der Suizid scheitert. Jetzt fiel das Urteil im Mordprozess.

Der unter Verdacht stehende Familienvater hat einen Abschiedsbrief hinterlassen. Hierin soll er Angst vor einer Verhaftung geäußert haben. Hinzu kam nach Justizangaben die Befürchtung, dass man ihm und seiner Frau die Kinder wegnehmen werde.

Der 40-Jährige hatte dem Brief zufolge ein Impfzertifikat für seine Frau fälschen lassen. Ihr Arbeitgeber habe dies erfahren. Nun hatte das Paar Angst vor der Verhaftung und dem Verlust der Kinder, wie Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Weitere Details wollte er nicht nennen. Den Brief fanden die Ermittler im Haus der Familie.

Der Mann habe nach der Tat Suizid begangen, ergaben erste Ermittlungen, über die Polizei und Staatsanwaltschaft Cottbus am Montag informiert hatten. 

Der Familienvater soll seine Frau, ebenfalls 40 Jahre alt, und seine drei Kinder im Alter von vier, acht und zehn Jahren getötet haben - man fand alle mit Schussverletzungen. Zunächst hieß es, sie wiesen Schuss- und Stichverletzungen auf. Das revidierte die Staatsanwaltschaft jetzt. Eine Schusswaffe fanden die Ermittler ebenfalls im Haus. Ob es sich dabei um die Waffe handelt, mit der geschossen wurde, sei derzeit aber noch offen. Die Obduktion der fünf Toten sollte einige Tage dauern.

Anwohner, die nur wenige Häuser von dem Wohnhaus entfernt wohnen, berichteten, sie hätten vor einigen Tagen einen Schuss gehört. „Das muss aus einer Schusswaffe gekommen sein. Das waren keine Silvesterkracher“, sagt ein junger Mann.

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