Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Manfred Weber droht mit Ausschluss der Türkei aus Zollunion
International 17.10.2019

Manfred Weber droht mit Ausschluss der Türkei aus Zollunion

Manfred Weber, Fraktionsvorsitzender der EVP-Fraktion.

Manfred Weber droht mit Ausschluss der Türkei aus Zollunion

Manfred Weber, Fraktionsvorsitzender der EVP-Fraktion.
Harald Tittel/dpa
International 17.10.2019

Manfred Weber droht mit Ausschluss der Türkei aus Zollunion

Der deutsche EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU) bringt schärfere Waffen gegen Erdogan in Stellung, während dieser der EU mit einer Flüchtlingswelle droht.

(dpa) - Angesichts der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien fordert der CSU-Europapolitiker Manfred Weber eine deutlich schärfere Reaktion der EU. Dabei schließt er auch den Ausschluss der Türkei aus der europäischen Zollunion nicht aus.

Bislang könne das Land zollfrei in die EU exportieren, sagte der Chef der christdemokratischen EVP-Fraktion im Europaparlament dem „Münchner Merkur“ (Donnerstag). „Wenn die Türkei ihr aggressives Verhalten nicht ändert, kann das nicht so bleiben.“


** FILE ** Waiters in a restaurant, watch a protest against France behind Turkish, left, and European Union flags near the French Consulate in Istanbul, Turkey, in this Saturday, Oct. 14, 2006 file photo. Candidates to join the European Union, especially Turkey, will face tougher scrutiny of their economic and political reforms in the future, according to the European Commission's annual state-of-enlargement report due to be published Wednesday, Nov. 8, 2006. The draft report, seen by The Associated Press, says political reforms in Turkey are slowing, notably on human rights and freedom of expression. (AP Photo/Osman Orsal)
Europas hilfloser Blick auf die Welt
Beim Gipfel am Donnerstag ringt die EU um ihre außenpolitische Glaubwürdigkeit.

Zudem müsse die Europäische Union alle Geldzahlungen an die Türkei einstellen. Die EU dürfe sich vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht erpressen lassen, sagte Weber. Erdogan hat mehrfach gedroht, die 3,6 Millionen syrischen Flüchtlinge in seinem Land nicht mehr zu halten. Damit würde er den Flüchtlingspakt mit der EU aufkündigen.

Der Pakt von 2016 sieht vor, dass Griechenland illegal eingereiste Migranten zurück in die Türkei schicken kann. Im Gegenzug übernimmt die EU einen Teil der syrischen Flüchtlinge aus der Türkei und unterstützt die Türkei finanziell bei der Versorgung der Flüchtlinge. Weber sagte: „Nicht Erdogan darf bestimmen, wer nach Europa kommt – das muss Europa schon selbst tun.“


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Erdogan will mit Pence reden
„Mischt Euch nicht ein!“ Der türkische Staatschef will sich zu Syrien vom Westen nichts sagen lassen. Den US-Vermittler will er aber treffen.
Turkey's President Recep Tayyip Erdogan and leader of the ruling Justice and Development (AK) Party addresses party members during his party's parliamentary group meeting at the Turkish National Assembly in Ankara, on October 16, 2019. (Photo by Adem ALTAN / AFP)
Syrien: Trumps außenpolitisches Debakel
Mit Sanktionen will US-Präsident Trump den Stopp der türkischen Offensive in Nordsyrien erzwingen. Dabei hat er selber den umstrittenen Einmarsch überhaupt erst ermöglicht.
(FILES) In this file photo taken on October 11, 2019 US President Donald Trump speaks to the press after announcing and initial deal with China on the South Lawn of the White House in Washington, DC. - US President Donald Trump warned October 14, 2019 that Turkey faces imminent sanctions over its incursion into northeastern Syria against Kurdish militia, but also signalled that Washington would avoid armed conflict with Ankara."Big sanctions on Turkey coming!" Trump said, after Turkish attacks stepped up over the weekend on the Syrian Kurds, who had allied with the US war against the Islamic State group. (Photo by Nicholas Kamm / AFP)
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.