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Mahnende Worte zum Geburtstag
International 18.09.2017 Aus unserem online-Archiv
Wolfgang Schäuble

Mahnende Worte zum Geburtstag

Wolfgang Schäuble (hier mit seinem Luxemburger Amtskollegen Pierre Gramegna) hatte zu seinem 75. nach Offenburg eingeladen.
Wolfgang Schäuble

Mahnende Worte zum Geburtstag

Wolfgang Schäuble (hier mit seinem Luxemburger Amtskollegen Pierre Gramegna) hatte zu seinem 75. nach Offenburg eingeladen.
AFP
International 18.09.2017 Aus unserem online-Archiv
Wolfgang Schäuble

Mahnende Worte zum Geburtstag

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat zu seinem 75. Geburtstag gemahnt, man müsse "Europa zusammenhalten". Unter den Gästen war auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

(dpa) - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat zu seinem 75. Geburtstag vor einem Auseinanderdriften Europas gewarnt. 

„Wir werden eine gute Zukunft nur haben, das lehrt die Geschichte, wenn wir Europa zusammenhalten, und zwar das ganze Europa. Wieder und wieder“, sagte Schäuble bei einem Empfang anlässlich seines Geburtstags am Montag im badischen Offenburg.

Natürlich hätten größere Länder dabei eine besondere Verantwortung. Dabei müsse man aber aufpassen, dass die anderen in Europa nicht sagten, es seien nur noch die großen Länder, die in Europa eine Rolle spielten.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bezeichnete Schäuble als „Herzenseuropäer“. „Vielen Dank für Ihr segensreiches Wirken in und für Europa.“ Schäuble habe auch zu den CDU-Politikern gehört, die nie die Hoffnung auf die Vollendung der deutschen Einheit aufgegeben hätten.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte, Schäuble sorge dafür, dass man in Europa in eine Richtung marschiere. Schäuble selbst zeigte sich gerührt angesichts des Empfangs mit rund 700 Menschen, darunter vielen Weggefährten. „Sie haben mir eine Riesenfreude gemacht. Ich denke jetzt schon an den 80. Geburtstag“, sagte er.

Schäuble sitzt schon seit 1972 für die CDU im deutschen Bundestag. Er war auch schon zweimal deutscher Innenminister und etliche Jahre Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Legendär ist eine Parlamentsrede aus dem Jahr 1991 im damals noch in Bonn tagenden Bundestag, die möglicherweise ausschlaggebend dafür war, dass eine knappe Mehrheit für den Regierungsumzug nach Berlin zustande kam. Nach dem Ende der Ära Helmut Kohls wurde Schäuble 1998 auch CDU-Chef, verlor den Posten aber im Zuge der CDU-Spendenaffäre an Merkel.


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