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Maduro: "Hier ergibt sich niemand"
International 23.01.2019

Maduro: "Hier ergibt sich niemand"

Nicolás Maduro (Mitte) bei der Ansprache an seine Unterstützer.

Maduro: "Hier ergibt sich niemand"

Nicolás Maduro (Mitte) bei der Ansprache an seine Unterstützer.
Foto: AFP
International 23.01.2019

Maduro: "Hier ergibt sich niemand"

Die Staatskrise in Venezuela steht vor der völligen Eskalation. Staatschef Nicolás Maduro beharrt auf seiner Präsidentschaft und der Souveränität Venezuelas. Die diplomatischen Beziehungen zu den USA sind abgebrochen.

(dpa) - Im eskalierenden Machtkampf in Venezuela haben die regierenden Sozialisten zur Verteidigung von Präsident Nicolás Maduro aufgerufen. „Der Präsident ist Nicolás Maduro. Wer Präsident sein will, soll zum (Präsidentenpalast) Miraflores kommen. Dort wird das Volk sein und Nicolás Maduro verteidigen“, sagte der Vizepräsident der sozialistischen Partei PSUV, Diosdado Cabello, am Mittwoch auf einer Kundgebung.

 Der Präsident ist Nicolás Maduro! 

Maduro selbst hat seine Anhänger ebenfalls auf die Verteidigung seiner sozialistischen Regierung eingeschworen. „Hier ergibt sich niemand“, sagte der Staatschef am Mittwoch. „Venezuela hat das Recht, sich selbst souverän zu regieren.“ 


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Kurz zuvor hatte sich Parlamentschef Juan Guaidó zum Übergangspräsidenten des südamerikanischen Landes erklärt. Mehrere Staaten, darunter auch die USA, erkannten den Oppositionsführer bereits als Interims-Präsidenten an.  

Die Maduro-Regierung brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen zu den USA ab. Das diplomatische Personal müsse innerhalb von 72 Stunden das Land verlassen, sagte Maduro.  

Gegenpräsident Guaidó forderte dagegen das Personal der in Caracas ansässigen Botschaften zum Bleiben auf. „Ich informiere alle Leiter der diplomatischen Missionen und das in Venezuela akkreditierte Personal, dass der venezolanische Staat wünscht, dass sie ihre diplomatische Präsenz in unserem Land aufrechterhalten“, hieß es am Mittwoch in einer von Guaidó unterzeichneten Mitteilung. Anderslautende Anweisungen sollten ignoriert werden.

Das Militär stellte sich unterdessen hinter Maduro.  „Die Soldaten des Vaterlandes akzeptieren keinen Präsidenten, der von dunklen Mächten eingesetzt wird, oder sich abseits des Rechts selbst einsetzt“, schrieb Verteidigungsminister Vladimir Padrino am Mittwoch auf Twitter. „Die Streitkräfte verteidigen unsere Verfassung und sind der Garant unserer nationalen Souveränität.“  

Vor zwei Wochen hatte sich Maduro für eine zweite Amtszeit vereidigen lassen. Seine Wiederwahl entsprach allerdings nicht den demokratischen Standards. Viele Regierungsgegner sitzen in Haft oder sind ins Exil geflohen.




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