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Macrons Partei benennt sich in Renaissance um
International 05.05.2022
Vor Parlamentswahlen in Frankreich

Macrons Partei benennt sich in Renaissance um

Stanislas Guerini (r.) bei der Pressekonferenz zum geplanten Namenswechsel.
Vor Parlamentswahlen in Frankreich

Macrons Partei benennt sich in Renaissance um

Stanislas Guerini (r.) bei der Pressekonferenz zum geplanten Namenswechsel.
Foto: AFP
International 05.05.2022
Vor Parlamentswahlen in Frankreich

Macrons Partei benennt sich in Renaissance um

Aus „La République en Marche“ wird „Renaissance“, das dazugehörige Bündnis mit MoDem und Horizons soll „Ensemble“ heißen.

(dpa) – Die Partei des wiedergewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron soll künftig Renaissance heißen. Das kündigte der Vorsitzende der bislang als La République en Marche (LREM) bekannten Partei, Stanislas Guerini, am Donnerstag an. Es gehe darum, die Partei zu erneuern und zu weiten. Den Namen Renaissance, also Wiedergeburt, verwendete die Partei bereits für ihre Liste bei der Europawahl 2019. Macron hatte LREM 2016 gegründet.

Macrons Partei kündigte zudem an, bei den Parlamentswahlen im Juni mit weiteren Mitte-Parteien wie MoDem und Horizons als Bündnis „Ensemble“ anzutreten. Das französische Unterhaus wird nach dem Mehrheitswahlrecht gewählt. Kleinere Parteien haben daher in der Regel allein nur geringe Chancen, Stimmkreise zu gewinnen.


Pedestrians walk past a poster of French leftist party La France Insoumise (LFI) member of parliament Jean-Luc Melenchon, former presidential candidate who finished third in the election's first round, reading "Melenchon, prime minister" during the annual May Day (Labour Day) marking the international day of the workers on Place de la Republique in Paris on May 1, 2022. (Photo by Thomas COEX / AFP)
Von links gegen Macron
Jean-Luc Mélenchon schmiedet vor den Parlamentswahlen ein Linksbündnis. Für die Sozialisten würde diese „Volksallianz“ wohl das Aus bedeuten.

Der frisch wiedergewählte Staatschef braucht in der Nationalversammlung eine Mehrheit, um seine Vorhaben umzusetzen. Sollte ein anderes Lager die Mehrheit gewinnen, wäre Macron faktisch gezwungen, einen Premierminister aus dessen Reihen zu ernennen. Frust und Enttäuschung über Macrons erste Amtszeit dürften ihn bei der Wahl Stimmen kosten. Im linken Lager formiert sich bereits ein Zusammenschluss gegen ihn, der ihm gefährlich werden könnte.


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