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Macron will schärfere Maßnahmen gegen Missbrauch
International 23.01.2021

Macron will schärfere Maßnahmen gegen Missbrauch

Der französische Präsident Emmanuel Macron möchte Kinder, die Opfer sexueller Gewalt wurden, besser schützen.

Macron will schärfere Maßnahmen gegen Missbrauch

Der französische Präsident Emmanuel Macron möchte Kinder, die Opfer sexueller Gewalt wurden, besser schützen.
Foto: AFP
International 23.01.2021

Macron will schärfere Maßnahmen gegen Missbrauch

Nach den mutmaßlichen Enthüllungen der Juristin Camille Kouchner über inzestuöse Vergewaltigungen will der französische Präsident die Täter zur Rechenschaft ziehen.

(dpa) - Nach den zahlreichen Reaktionen auf die Veröffentlichung des Buches der Juristin Camille Kouchner über mutmaßlichen sexuellen Missbrauch, will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verschärfte Maßnahmen zur Bekämpfung sexueller Gewalt in der Familie ergreifen. Man müsse die Verbrecher für ihre Taten aus der Vergangenheit bestrafen und Zeugenaussagen von Menschen sammeln, die auch vor Jahren und Jahrzehnten zu Opfern geworden sind, sagte Macron in einem am Samstag auf seinem Twitter-Account geposteten Video. 

Kinder, die Opfer von Inzest und sexueller Gewalt sind, müssen besser geschützt werden, so der Staatschef. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP hat Macron Justizminister Eric Dupond-Moretti und den Staatssekretär für Kinder und Familie, Adrien Taquet, damit beauftragt, Konsultation durchzuführen und so schnell wie möglich Vorschläge dazu zu unterbreiten.


(FILES) This file photo taken on June 09, 2014 shows schoolchildren arrive at a shrine in Tuam, County Galway on June 9, 2014, erected in memory of up to 800 children who were allegedly buried at the site of the former home for unmarried mothers run by nuns. 
"Significant quantities" of baby remains have been discovered in an apparent makeshift crypt at the site of a former Catholic home for unmarried mothers in Ireland, an official commission said on March 3, 2017. The find in the town of Tuam in western Ireland came during extensive excavations by the Commission on Mother and Baby Homes, which was set up following the first claims in 2014 of possible child burials at the site.
 / AFP PHOTO / PAUL FAITH
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Anfang Januar hat Kouchner ein Buch über mutmaßlichen sexuellen Missbrauch in ihrer berühmten Familie veröffentlicht. Das Werk hat eine Debatte über Inzest ausgelöst und zahlreiche Menschen dazu ermutigt, unter dem Hashtag #metooinceste ihre Erfahrungen mit Übergriffen innerhalb der Familie mitzuteilen. Der Hashtag ist angelehnt an das Schlagwort MeToo, das seit einigen Jahren stellvertretend für den Kampf gegen Alltagssexismus, Missbrauch und Nötigung weltweit steht.

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