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Macron hält kurz vor Nato-Gipfel harte Kritik am Bündnis aufrecht
International 28.11.2019

Macron hält kurz vor Nato-Gipfel harte Kritik am Bündnis aufrecht

Macron hatte die Nato bereits für "hirntot" erklärt.

Macron hält kurz vor Nato-Gipfel harte Kritik am Bündnis aufrecht

Macron hatte die Nato bereits für "hirntot" erklärt.
Foto: AFP
International 28.11.2019

Macron hält kurz vor Nato-Gipfel harte Kritik am Bündnis aufrecht

Frankreichs Präsident steht zu seiner harschen Kritik an der Nato.

(dpa) - Er sehe in dem Verteidigungsbündnis eine eklatante Kluft zwischen Finanzierungsdebatten und anderen wichtigen Fragen wie etwa dem Frieden in Europa oder der Beziehung zu Russland, sagte Macron nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag in Paris.


ARCHIV - 25.06.2014, Belgien, Brüssel: Eine Flagge der Nato weht beim NATO-Außenministertreffen. Deutschland wird künftig einen genauso hohen Anteil an den Gemeinschaftskosten der Nato tragen wie die USA. Foto: Daniel Naupold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Deutschland zahlt ab 2021 höheren Anteil an Nato-Kosten
Unter dem Druck von US-Präsident Trump haben sich die Nato-Staaten auf eine neue Aufteilung der Gemeinschaftskosten geeinigt. Deutschland zahlt künftig so viel wie die USA. Nur ein Land hat es geschafft, sich zu verweigern.

„Ich gehe davon aus, dass ich die Unklarheiten tatsächlich beseitigt habe, da ich es für unverantwortlich halte, angesichts der heutigen Probleme weiterhin über finanzielle und technische Probleme zu sprechen“, antwortete Macron auf eine Frage zu seiner Interview-Äußerung, die Nato sei „hirntot“.

Macron hat in dem Gespräch mit dem britischen Magazin „The Economist“ außerdem mehr europäische Eigenständigkeit in Verteidigungsfragen gefordert.

Nächste Woche kommen die Staats- und Regierungschefs der 29 Nato-Staaten in London anlässlich des 70. Geburtstag des Bündnisses zu einem Jubiläumsgipfel zusammen.

Macron stellt Einsatz in Mali auf den Prüfstand

Wenige Tage nach dem Tod von 13 Soldaten in Mali zweifelt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Einsatz in der Krisenregion. Frankreichs Einsatz dort sei wichtig, aber alle Optionen seien heute offen, sagte Macron am Donnerstag in Paris.


(FILES) In this file photo taken on March 17, 2013 A French gunner sits in a Puma helicopter flying near Tessalit. A French corporal was killed tracking down jihadist fighters in their northern Mali mountain bastions, bringing to five the number of French deaths since Paris launched a military offensive in the country two months ago. Defence Minister Jean-Yves Le Drian said on March 17, 2013 the 24-year-old soldier was killed and three of his comrades wounded when their vehicle was struck by a roadside bomb blast in the Ifoghas mountains, without saying when it happened. - Thirteen soldiers from France's anti-terrorist Barkhane force in Mali were killed after two helicopters collided during an operation in the country's north, the French presidency said on November 26, 2019.
The accident occurred on November 25, 2019, while the forces were engaging jihadist fighters who have staged a series of deadly strikes in northern Mali in recent weeks, the Elysee Palace said. (Photo by Kenzo TRIBOUILLARD / AFP)
13 französische Soldaten sterben bei Helikopter-Unfall in Mali
Bei einem Unfall von zwei Militärhubschraubern sind in Mali 13 französische Soldaten ums Leben gekommen.

Man werde in den kommenden Wochen die Art und Weise des Einsatzes prüfen und sich alle strategischen Optionen anschauen. Macron forderte außerdem ein stärkeres Engagement der Verbündeten.

Die Soldaten waren am Montagabend während eines Kampfeinsatzes gegen Dschihadisten beim Zusammenstoß von zwei Hubschraubern getötet worden. Frankreich kämpft in Mali und weiteren Ländern der Sahelzone mit der Truppe „Barkhane“ gegen islamistische Terroristen. Ihr gehören etwa 4500 Soldaten an. In Mali sind auch bis zu 1100 Bundeswehr-Soldaten im Einsatz. Sie sind Teil einer UN-Mission zur Stabilisierung des Landes.


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