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Macron: Flüchtlingszentren sollen in Erstankunftsländern entstehen
International 29.06.2018

Macron: Flüchtlingszentren sollen in Erstankunftsländern entstehen

Die EU-Staaten haben sich bei ihrem Gipfel in Brüssel darauf geeinigt, in der EU geschlossene Aufnahmelager für gerettete Bootsflüchtlinge einzurichten.

Macron: Flüchtlingszentren sollen in Erstankunftsländern entstehen

Die EU-Staaten haben sich bei ihrem Gipfel in Brüssel darauf geeinigt, in der EU geschlossene Aufnahmelager für gerettete Bootsflüchtlinge einzurichten.
Thierry Roge/BELGA/dpa
International 29.06.2018

Macron: Flüchtlingszentren sollen in Erstankunftsländern entstehen

Frankreich steht nach Äußerungen von Staatspräsident Emmanuel Macron wohl nicht als Standort für die geplanten neuen Flüchtlingszentren zur Verfügung.

(dpa) - Frankreich steht nach Äußerungen von Staatspräsident Emmanuel Macron wohl nicht als Standort für die geplanten neuen Flüchtlingszentren zur Verfügung. „Es ist an den Erstankunftsländern zu sagen, ob sie Kandidaten für die Eröffnung solcher Zentren sind, falls sie das wollen“, sagte Macron am Freitag beim EU-Gipfel in Brüssel. Kurz vorher hatte er klargestellt: „Frankreich ist kein Erstankunftsland.“


27.06.2018, Malta, Valletta: Das blockierte Flüchtlings-Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation «Lifeline» liegt am Abend in dem Hafen von Valletta festgemacht an der Pier. Das Schiff mit 234 Migranten durfte nach fast einer Woche auf dem Mittelmeer anlegen. Acht europäische Mitgliedsstaaten haben sich bereit erklärt, Flüchtlinge vom Schiff aufzunehmen. Das Schiff werde aber beschlagnahmt, sagte Maltas Ministerpräsident. Foto: Friedrich Leitermann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Italien blockiert Rettungsschiffe mit Migranten, Bayern droht der deutschen Kanzlerin mit Alleingängen: In der Flüchtlingspolitik hat sich vor dem EU-Gipfel viel Druck aufgebaut. Am frühen Morgen gibt es einen Kompromiss.

Getrieben von der deutschen Regierungskrise und Forderungen aus Italien, hatte die Europäische Union sich am frühen Morgen auf eine Verschärfung ihrer Asylpolitik geeinigt. Künftig können demnach gerettete Bootsflüchtlinge in zentralen Aufnahmelagern in der EU untergebracht werden. Ähnliche Lager in Nordafrika werden geprüft.

Weiter sagte er, das internationale Seerecht lege fest, dass auf dem Meer Gerettete in das nächstgelegene sichere Land gebracht werden müssten. Einige Staats- und Regierungschefs hätten in der internen Tagung bereits ihre Bereitschaft ausgedrückt, zentrale Sammellager einzurichten, müssten das aber selbst öffentlich mitteilen.


Das blockierte Flüchtlings-Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation «Lifeline» im Hafen von Valetta.
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Allerdings müssten die anderen EU-Staaten sich mit den Erstankunftsländern solidarischer zeigen, sagte Macron. Vom ersten Tag an müsse sich Europa um die Migranten kümmern. Er verwies auf das Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos, das derzeit weitgehend von Griechenland betrieben werde. Es könne stattdessen in europäische Verantwortung übergehen, meinte er. Gleichzeitig müssten Rückführungen von Migranten effizienter werden.


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