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Luxemburger Hilfsteam steht auf Standby
International 15.03.2012

Luxemburger Hilfsteam steht auf Standby

Japan wurde von dem schwersten Beben seiner Geschichte heimgesucht.

Luxemburger Hilfsteam steht auf Standby

Japan wurde von dem schwersten Beben seiner Geschichte heimgesucht.
Foto: ap
International 15.03.2012

Luxemburger Hilfsteam steht auf Standby

Nachdem Japan von einem schweren Erdbeben von 8,9 auf der Richterskala heimgesucht wurde, hat die Internationale Staatengemeinschaft ihre Hilfe zugesagt. Neuseeland etwa schickte bereits ein Team mit 48 Rettungskräften nach Japan. Ob auch Luxemburg eine Hilfstruppe entsendet, fragte wort.lu bei Michel Feider, dem Direktor der staatlichen Rettungsdienstverwaltung, nach.

(hay) – Nachdem Japan von einem schweren Erdbeben von 8,9 auf der Richterskala heimgesucht wurde, hat die Internationale Staatengemeinschaft ihre Hilfe zugesagt. Neuseeland etwa schickte bereits ein Team mit 48 Rettungskräften nach Japan. Ob auch Luxemburg eine Hilfstruppe entsendet, fragte wort.lu bei Michel Feider, dem Direktor der staatlichen Rettungsdienstverwaltung, nach.

„Wir haben ein einsatzfähiges Team, das zurzeit auf Standby steht. Es setzt sich - neben Hunden für die Suche von Verschütteten - aus 16 Personen zusammen. Dazu gehören Mitarbeiter vom Roten Kreuz, von der Air Rescue und vom Zivilschutz“, erklärte Feider am Samstag gegenüber wort.lu.

Zusammen mit dem deutschen Technischen Hilfswerk (THW) hätte diese Truppe auch sofort in die Katastrophenregion reisen können, doch dieser gemeinsame Einsatz wurde nach Rücksprache mit der EU bzw. der japanischen Botschaft in Luxemburg auf Eis gelegt. Wie Feider erklärte, will nämlich Japan für die Bergungs- und Rettungsaktionen weniger auf europäische Hilfskräfte zurückgreifen. Stattdessen nehme das Land vorrangig die Unterstützung aus den USA, Neuseeland, Australien und Korea in Anspruch.

Rettungs- und Bergungsaktionen unter Zeitdruck

Dies ist offenbar eine nachvollziehbare Entscheidung Japans, denn für Rettungs- und Bergungsaktionen ist laut Feider allgemein ein Zeitfenster von 72 Stunden gültig. Daher sei es auch wenig sinnvoll, ein Team aus Europa zu entsenden, denn bis diese in der Katastrophenregion entreffen, vergehe einfach zu viel Zeit.

Nach Abschluss der Rettungs- und Bergungsaktionen wird Japan wohl auch Hilfe im technischen Bereich, etwa bzgl. der Stromversorgung, benötigen. Laut Feider komme dafür aber eher kein Hilfsteam aus Luxemburg in Frage, da das Großherzogtum für solche Leistungen nicht entsprechend ausgestattet ist.

„Monitoring and Information Center"

Auf EU-Ebene besteht im Falle eines schweren Notfalls ein bestimmtes Verfahren der Zusammenarbeit für den Katastrophenschutz. Das operative Organ dieses Verfahrens ist das Beobachtungs- und Informationszentrum („Monitoring and Information Center", MIC).

Hat sich nun beispielsweise wie in Japan eine Naturkatastrophe ereignet, kann das betroffene Land über das MIC Hilfe anfordern. Das MIC ermittelt daraufhin innerhalb kürzester Zeit alle verfügbaren Einsatzteams. Die Ergebnisse werden dann dem Hilfesuchenden vorgelegt, der daraufhin die benötigte Hilfe auswählt. Dadurch soll die Verschwendung von Ressourcen vermieden und eine bessere Koordination bzw. Organisation der Katastrophenhilfe gewährleistet werden.

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