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Luftwaffen-Jet schrammt an Unglück vorbei
International 1 2 Min. 16.04.2019

Luftwaffen-Jet schrammt an Unglück vorbei

Der Jet berührte vor dem Landen mit beiden Tragflächen den Boden.

Luftwaffen-Jet schrammt an Unglück vorbei

Der Jet berührte vor dem Landen mit beiden Tragflächen den Boden.
AFP
International 1 2 Min. 16.04.2019

Luftwaffen-Jet schrammt an Unglück vorbei

Kurz nach dem Start in Berlin geht ein Businessjet der Luftwaffe in unkontrollierte Flugbewegungen über und setzt bei der Landung mit beiden Flügeln auf.

(dpa) - Die Besatzung einer Regierungsmaschine der Bundeswehr ist mit einer Notlandung auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld nur knapp einem Unglück entgangen. Bei dem Businessjet Global 5000 habe es kurz nach dem Start um 08.40 Uhr schwere Probleme mit der Steuerung gegeben, teilte die Luftwaffe mit. Bei der Landung habe die Maschine mit beiden Flügeln den Boden geschrammt. Die Luftwaffenbesatzung habe es am Dienstag geschafft, „den Jet unter schwierigsten Bedingungen zu Boden zu bringen und damit Schlimmeres zu verhindern“, erklärte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Das Flugzeug hätte am Mittwoch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Stuttgart bringen sollen.


ARCHIV - 27.01.2019, Berlin: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geht an Bord der Regierungsmaschine "Theodor Heuss". Wegen eines Defekts am Regierungsflieger «Theodor Heuss» kann Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht wie geplant von Äthiopien nach Berlin zurückfliegen. An dem technischen Problem der A 340 werde mit Hochdruck gearbeitet, hieß es in Addis Abeba. Foto: Britta Pedersen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die Maschine war nach Angaben der Luftwaffe gerade zu einem 30-Monats-Checkup in einer Werkstatt des Herstellers in Schönefeld und auf dem Weg zurück nach Köln, als eine Funktionsstörung angezeigt wurde. Es habe unkontrollierte Flugbewegungen gegeben, die die Besatzung nicht eingegeben habe, sagte der Kommandeur Fliegende Gruppe der Flugbereitschaft, Oberstleutnant Stefan Schipke, auf dem Flughafen. An Bord waren zwei Piloten und eine Flugbegleiterin. Sie wurden nach der Landung in ein Bundeswehrkrankenhaus gebracht, blieben aber körperlich unverletzt.

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Das Flugzeug wurde nach Angaben der Flugbereitschaft 2011 gebaut. Der aus dem zivilen Flugbetrieb stammende Jet ist das Arbeitspferd der Luftwaffe für diese Flüge und gilt als sehr zuverlässig.

Die Maschine landete um 9.07 Uhr als Notfall und blieb zunächst auf der Flughafenpiste stehen. Starts wurden daher gestoppt, Flugzeuge im Anflug auf den zweiten Berliner Flughafen Tegel umgeleitet. Der havarierte Jet wurde später abgeschleppt.

Die Abfertigung auf dem Airport wurde inmitten des Osterreiseverkehrs wegen des Zwischenfalls unterbrochen. Sie sei kurz nach 09.30 Uhr eingestellt worden, hieß es von der Flughafengesellschaft. Gegen Mittag lief der Flugbetrieb wieder an, es musste zunächst aber weiter mit Verzögerungen gerechnet werden.

Die Flugbereitschaft hat 14 teils recht alte Flugzeuge, die für Flüge von Kabinettsmitgliedern oder des Bundespräsidenten eingesetzt werden. Zuletzt gab es immer wieder Pannen bei Auslandsreisen deutscher Politiker.

Die schwerste Panne betraf Kanzlerin Angela Merkel Ende November, als sie mit dem Regierungsflieger „Konrad Adenauer“ auf dem Weg zum G20-Gipfel in Argentinien war. Ein defektes Bauteil - eine zentrale Schalteinheit der Bordelektronik - hatte gleich zwei Funksysteme lahmgelegt, die sich im Notfall gegenseitig ersetzen sollen. Der in Berlin gestartete Flieger musste umkehren und wurde auf den Flughafen Köln/Bonn geleitet. Von der Leyen gab im Februar die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag.

 


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