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Lord Buckethead, Militant Elvis: Die kuriosesten Kandidaten Großbritanniens
International 2 12.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Lord Buckethead, Militant Elvis: Die kuriosesten Kandidaten Großbritanniens

Jeremy Corbyn im Wahllokal. Im Hintergrund links steht Bobby Smith, Gründer der Partei "Give Me Back Elmo".

Lord Buckethead, Militant Elvis: Die kuriosesten Kandidaten Großbritanniens

Jeremy Corbyn im Wahllokal. Im Hintergrund links steht Bobby Smith, Gründer der Partei "Give Me Back Elmo".
Foto: Joe Giddens/PA Wire/dpa
International 2 12.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Lord Buckethead, Militant Elvis: Die kuriosesten Kandidaten Großbritanniens

Der berühmte britische Humor macht auch vor Parlamentswahlen nicht halt: Am Donnerstag treten neben Boris Johnson und Jeremy Corbyn auch einige (noch) unkonventionellere Kandidaten an.

(dpa) - Selbst im erbittertsten Wahlkampf behalten die Briten ihren ganz speziellen Humor. Im Londoner Wahlkreis Islington North tritt Nick the Incredible Flying Brick gegen den Chef der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, an.

Nick the Incredible Flying Brick tritt am Donnerstag gegen niemand anderen als Jeremy Bernard Corbyn an, den Chef der Labour-Partei.
Nick the Incredible Flying Brick tritt am Donnerstag gegen niemand anderen als Jeremy Bernard Corbyn an, den Chef der Labour-Partei.
Foto: Screenshot islington.gov.uk

Übersetzt heißt sein Name in etwa "Nick, der unglaubliche fliegende Backstein", wobei "Brick" umgangssprachlich auch soviel wie „prima Kerl“ heißen kann. Er verspricht, nach einem Sieg bei der Parlamentswahl gleich am nächsten Tag - Freitag, dem 13. - die Schwerkraft abzuschaffen.

Als einer von rund 25 Kandidaten bewirbt sich Nick um einen Parlamentssitz für die Offizielle Partei der Durchgeknallten (Official Monster Raving Loony Party), die in den achtziger Jahren als Spaßpartei Berühmtheit erlangte. Für sie kandidiert auch Lord Buckethead in Uxbridge in South Ruislip im Westen der Hauptstadt gegen den konservativen Premierminister Boris Johnson.

Der Regierungschef muss in seinem Wahlkreis gleich gegen zwei Eimerköpfe kämpfen. Wegen eines Urheberrechtsstreits musste sich einer der Bucketheads jüngst aber einen neuen Namen suchen und tritt nun als Count Binface (Graf Mülleimergesicht) an. Ein paar Dutzend solcher Exzentriker mit teils ernsten, teils irrsinnigen Anliegen gehören zu jeder britischen Wahl.

Ein Veteran unter den Spaßpolitikern ist David Bishop, der mit Mitte 70 schon etliche Wahlkämpfe als Elvis-Figur hinter sich hat. Seit den neunziger Jahren kandidierte er unter anderem als Mürrischer alter Elvis (Grumpy Old Elvis) oder Elvis mit Seniorenbusticket (Bus Pass Elvis) für Die Kirche der militanten Elvis-Partei (The Church of the Militant Elvis Party). Ihr Programm verspricht radikales Vorgehen gegen den Klima-Wandel. Im Falle seiner Wahl werde Bishop persönlich in die Antarktis reisen und die Gletscher anschreien: "Hört auf zu schmelzen, ihr fetten weißen Mistkerle!"

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Der Elvis-Fan tritt im Wahlkreis Broxtowe in der mittelenglischen Stadt Nottingham gegen die ehemalige konservative Abgeordnete Anna Soubry an, die inzwischen die EU-freundliche Partei Independent Group for Change anführt.


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Bei einer Kandidatin für die EU-skeptische Brexit-Partei in West Yorkshire im Norden Englands nahm der Spaß aber ein jähes Ende. Jill Hughes musste nach einem Bericht der "Yorkshire Post" von ihrer Kandidatur zurücktreten, weil sie in ihrem Buch sowie in sozialen Medien Verschwörungstheorien verbreitet habe. Demnach behauptete Hughes unter anderem, dass Außerirdische mit Weltregierungen zusammenarbeiteten und dass sie vom Stern Sirius stamme.



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