Wählen Sie Ihre Nachrichten​

London will Brexit-Übergangszeit nicht verlängern
International 15.03.2020 Aus unserem online-Archiv

London will Brexit-Übergangszeit nicht verlängern

Premierminister Boris Johnson will unter allen Umständen bis Jahresende den Bruch.

London will Brexit-Übergangszeit nicht verlängern

Premierminister Boris Johnson will unter allen Umständen bis Jahresende den Bruch.
Foto: AFP
International 15.03.2020 Aus unserem online-Archiv

London will Brexit-Übergangszeit nicht verlängern

Nach Absage der zweiten Verhandlungsrunde zum Brexit wegen der Virus-Pandemie lehnt die britische Regierung eine Verlängerung der Brexit-Übergangsphase ab.

(dpa) - Trotz der Coronavirus-Pandemie lehnt die britische Regierung eine Verlängerung der Brexit-Übergangsphase „unter allen Umständen“ ab. Das teilte eine Regierungssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagmittag mit.

Wegen des weltweiten Covid-19-Ausbruchs haben Großbritannien und die Europäische Union die geplante zweite Runde der Verhandlungen über ihre künftigen Beziehungen abgesagt. Diese hätte am Mittwoch in London beginnen sollen. Geprüft wird aber nach Angaben der britischen Regierung, inwiefern beispielsweise per Videokonferenz weiterverhandelt werden könnte.


Britain's Prime Minister Boris Johnson leaves 10 Downing Street in central London on February 26, 2020, to take part in Prime Minister's Questions (PMQs) at the House of Commons. (Photo by DANIEL LEAL-OLIVAS / AFP)
London will sich nicht bevormunden lassen
Kurz vor Beginn der Gespräche über die künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU geben sich beide Seiten hart.

Bei der ersten Runde in Brüssel hatten die Unterhändler bislang wenig Fortschritt erzielt. Doch die Zeit drängt. London und Brüssel haben nur bis Ende Dezember Zeit, um sich auf ein Freihandelsabkommen und die Kooperation in weiteren Bereichen zu einigen, bevor die Brexit-Übergangsphase ausläuft. Ansonsten drohen vor allem der Wirtschaft schwere Konsequenzen.

Großbritannien war am 31. Januar aus der Staatengemeinschaft ausgeschieden, unterliegt aber noch bis Jahresende EU-Regeln. Eine Verlängerung der Übergangsfrist steht nur noch bis Ende Juni offen. Doch der britische Premierminister Boris Johnson lehnt eine Verlängerung vehement ab

Er will die Gespräche sogar vorzeitig beenden, sollte bis zum Sommer nicht ausreichend Fortschritt erreicht sein. Kritiker warnen, die Coronavirus-Epidemie könne genau dann ihren Höhepunkt erreichen.     


Lesen Sie mehr zu diesem Thema