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Lösung für Migranten von „Alan Kurdi“

(dpa) - Für die Migranten auf dem deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ gibt es nach tagelanger Blockade auf dem Mittelmeer eine Lösung. Zwei EU-Länder hätten sich zur Aufnahme der fünf verbleibenden Migranten bereit erklärt, teilte die maltesische Regierung am Dienstag mit. Die Migranten sollten nicht in Malta bleiben. Welche Staaten die Menschen übernehmen, blieb unklar.

Das Schiff der Regensburger Organisation Sea-Eye hatte vor etwa zehn Tagen 13 Migranten auf dem Mittelmeer aufgenommen, die meisten wurden schon zuvor als Notfälle an Land gebracht. Die Menschen kommen nach Angaben der NGO aus Tunesien.

Heute

Kurzmeldungen International Heute um 21:58

Thunberg-Rede bei Klima-Demonstration in New York erwartet

(dpa) - Tausende Menschen haben sich in New York anlässlich des globalen Klimastreiks zu einer Demonstration für mehr Engagement im Kampf gegen die Erderwärmung versammelt. Die Demonstranten trafen sich am Mittag (Ortszeit) vor dem New Yorker Rathaus und begannen dann, gemeinsam Richtung Battery Park an der Südspitze Manhattans zu ziehen. Dort sollte es am Nachmittag eine Veranstaltung mit Reden geben.

Eine Ansprache der 16 Jahre alten Klima-Aktivistin Greta Thunberg ist für etwa 23.00 Uhr MESZ geplant. Bis dahin erwartet die Polizei, dass die Teilnehmerzahl noch deutlich steigen wird. Die New Yorker Schulverwaltung hatte bereits vor ein paar Tagen angekündigt, dass alle Fehlzeiten an diesem Freitag entschuldigt seien.

Auch in anderen Städten in den USA wie etwa Washington, Boston oder Portland gab es Demonstrationen. Zuvor waren in Städten weltweit bereits Hunderttausende auf die Straßen gegangen. Aufgerufen hatte die Jugendbewegung Fridays for Future.

Kurzmeldungen International Heute um 20:56

Abgase: Bundesstaaten reichen Klage gegen Trump-Regierung ein

(dpa) - Im Dauerkonflikt um Abgasvorschriften für Autos haben Kalifornien und 23 weitere US-Bundesstaaten am Freitag Klage gegen die Bundesregierung von US-Präsident Donald Trump eingereicht. Das Bündnis will auf dem Rechtsweg die Aberkennung eines Sonderrechts verhindern, durch das Kalifornien bislang strengere Regeln als auf Bundesebene gegen Luftverschmutzung durchsetzen kann. Die Klage markiert den Auftakt eines zähen Rechtsstreits, der bis zum Obersten Gerichtshof gehen könnte und der sowohl für die Autobranche als auch für die Selbstständigkeit von US-Staaten große Bedeutung hat.

"Kalifornien wird vor den rücksichtslosen und politisch motivierten Attacken des Präsidenten nicht einknicken", teilte der Gouverneur des Bundesstaats, Gavin Newsom, am Freitag mit. Trump hatte am Mittwoch angekündigt, Kalifornien das Privileg auf strengere Umweltvorschriften abzuziehen. Der Schritt werde zu "weitaus weniger teuren" und "wesentlich sichereren" Autos führen, behauptete er. Der Streit zwischen Kalifornien, das als Vorreiter beim Klimaschutz gilt, und Washington tobt schon seit Beginn der Präsidentschaft Trumps.

Trump will eine eigentlich bereits beschlossene Verschärfung der Abgasregeln für Autos zurückdrehen. Kalifornien stellt sich quer und kann wegen des Sonderrechts, das einst wegen hoher Smog-Belastung in der Metropolregion Los Angeles gewährt wurde, strengere Regeln erlassen. Da Kaliforniens Modell 13 andere Bundesstaaten folgen, hat es landesweit großes Gewicht. Die Autobranche ist indes vor allem an einheitlichen Standards interessiert. Modelle regional abweichenden Regeln anpassen zu müssen, wäre umständlich und teuer.

Kurzmeldungen International Heute um 18:49

Rumänien: Ex-Staatschef Basescu war Securitate-Informant

(dpa) - Der neue rumänische EU-Parlamentarier und ehemalige Staatspräsident Traian Basescu (2004-2014) hat einem Gerichtsurteil zufolge früher als Informant der gefürchteten Geheimpolizei Securitate gearbeitet. Das Bukarester Appellationsgerichts schloss sich damit am Freitag einer Einschätzung des rumänischen Instituts zur Aufarbeitung der Securitate-Akten (CNSAS) an. Basescu kann dieses Urteil anfechten.

Die Securitate wurde 1990 nach dem Sturz und der Hinrichtung des damaligen rumänischen Staats- und Parteichefs Nicolae Ceausescu aufgelöst. Laut rumänischer Gesetzgebung darf nicht jeder, der damals von der Securitate als Informant geführt wurde, öffentlich als deren Spitzel bezeichnet werden. Die Bewertung obliegt Gerichten, die interpretieren, ob die jeweilige Informantentätigkeit für die Securitate von Bedeutung war.

Der heute 67-jährige Basescu war in seiner Jugend Hochsee-Schiffskapitän für Öltanker und von 1987 bis 1989 Leiter der rumänischen Handelsmarine-Agentur Navrom in Antwerpen. Nach Ansicht von Historikern wurde diese Position damals nur mit zuverlässigen und regimetreuen Mitarbeitern besetzt.

Vor Gericht räumte Basescu jetzt ein, damals dem militärischen Nachrichtendienst seines Landes Informationen gegeben zu haben - jedoch habe er nicht gewusst, dass dieser Dienst Teil der Securitate war. Bei der letzten Europawahl wurde Basescu auf der Liste der bürgerlichen Kleinpartei PMP ins EU-Parlament gewählt.

Kurzmeldungen International Heute um 13:41

Deutschland: Regierung einigt sich auf CO2-Preis und Entlastungen

(dpa) - Für mehr Klimaschutz in Deutschland soll ein CO2-Preis Benzin und Diesel, Heizöl und Erdgas verteuern. Auf dieses zentrale Element haben sich die Spitzen von Union und SPD am Freitag geeinigt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr. Der Start der Bepreisung des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) soll 2021 beginnen, auf einem niedrigen Einstiegsniveau.

Zunächst sollen Benzin und Diesel um etwa 3 Cent je Liter verteuert werden, in einem zweiten Schritt bis 2026 dann weiter auf 9 bis 15 Cent je Liter. Dies soll über einen Handel mit Verschmutzungsrechten organisiert werden, an dem sich etwa Mineralölfirmen beteiligen. Diskutiert wurde zunächst auch über eine CO2-Steuer.

Die große Koalition einigte sich nach nächtlichen Marathon-Verhandlungen im Gegenzug auch auf Entlastungen. So soll die Pendlerpauschale ab 2021 um 5 Cent pro Kilometer angehoben werden. Pro Entfernungskilometer können demnach 35 statt 30 Cent von der Steuer abgesetzt werden. Und wer eine alte Ölheizung gegen ein Klima-freundlicheres Modell auswechselt, soll danach mit bis zu 40 Prozent der Kosten gefördert werden. Der Einbau neuer Ölheizungen soll ab 2026 verboten sein.

Nach den Beratungen des Koalitionsausschusses sollte das Klimakabinett der Bundesregierung über das geplante Konzept beraten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) und die Spitzen von Union und SPD wollten es danach in Berlin vorstellen. Die schwarz-rote Koalition will für das milliardenschwere Klimapaket keine neuen Schulden aufnehmen. Die „schwarze Null“ solle bleiben.

Ziel ist, dass Deutschland seine verbindlichen Klimaschutz-Ziele für das Jahr 2030 sicher schafft. Ein CO2-Preis bei Verkehr und Heizen soll klimafreundlichen Antrieben und Heizungen einen Schub zu geben.

Wie bereits diskutiert, soll Bahnfahren billiger werden, bestimmte Flüge sollen teurer werden. Der Ausbau des Ökostroms soll beschleunigt werden. Dazu gehört, dass beim Ausbau von Fotovoltaik eine bisher geltende Förder-Begrenzung aufgehoben werden soll.

Kurzmeldungen Lokales Heute um 12:17

Stromkabel beschädigt

(mth) - In Luxemburg-Gasperich fiel am Freitagmorgen gegen 11 Uhr die Stromversorgung aus. Ursache der Panne war laut dem Netzbetreiber Creos ein Stromkabel, das bei Bauarbeiten beschädigt worden war.

Gegen 12 Uhr war die Stromversorgung wieder hergestellt.

Kurzmeldungen Lokales Heute um 07:05

Drei Verletzte bei Kollision in Filsdorf

(jt) - Bei einem Verkehrsunfall in Filsdorf sind am Donnerstagabend drei Autos miteinander kollidiert. Vier Menschen wurden verletzt, wie "112 Info" meldet. Der Unfall geschah gegen 20.40 Uhr auf der Dräikantonstrooss in Filsdorf. Zwei Rettungswagen aus Remich und Bettemburg sowie Helfer des Centre d'incendie et de secours Dalheim waren vor Ort im Einsatz.

Kurzmeldungen International Heute um 06:46

Beben erschüttert Ferieninsel Zakynthos

(dpa) – Ein Seebeben der Stärke 4,4 hat am späten Donnerstagabend Westgriechenland erschüttert und die Anwohner in Angst versetzt. Verletzte habe es aber nicht gegeben, berichtete der staatliche Rundfunk (ERA) am Freitagmorgen. Gespürt wurde das Beben am stärksten auf der Ferieninsel Zakynthos. „Es handelte sich um ein Nachbeben, des starken Seebebens im Oktober vergangenen Jahres“, sagte der Chef des griechischen Katastrophenschutzes Efthymios Lekkas dem Athener Nachrichtensender Skai.

Am frühen Morgen des 26. Oktober 2018 hatte ein Seebeben der Stärke 6,4 nahe Zakynthos die Menschen aus dem Schlaf gerissen. Das Beben war bis ins rund 200 Kilometer entfernte Athen zu spüren sowie in Süditalien und in Malta. Seitdem hat es mehr als eintausend Nachbeben gegeben, sagte Lekkas weiter.  


Kurzmeldungen Lokales Heute um 06:42

Niederkerschen: Radfahrer von Auto umgestoßen

(jt) - Ein Autofahrer hat am Donnerstagabend in Niederkerschen einen Radfahrer umgestoßen und verletzt. Der Einsatzzentrale 112 zufolge wurde bei dem Unfall noch eine weitere Person verletzt. Der Unfall geschah kurz vor 19 Uhr auf der Avenue de Luxembourg in Niederkerschen. Die Polizei, zwei Rettungswagen sowie die Feuerwehr Niederkerschen eilten zum Unfallort.

Gestern

Kurzmeldungen Panorama 19.09.2019

Forschungsschiff "Polarstern" lässt sich in Arktis einfrieren

(dpa) - Das Forschungsschiff "Polarstern" legt am Freitag gegen 20.30 Uhr im norwegischen Tromsø ab, um ein Jahr in der zentralen Arktis zu verbringen. Festgemacht an einer Eisscholle wird der Eisbrecher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (Awi) mit dem Packeis durch die Zentralarktis driften.

Eine Arktis-Expedition in dieser Größenordnung hat es nach Angaben des Instituts noch nie gegeben. Die "Mosaic"-Expedition kostet rund 140 Millionen Euro. Über 70 wissenschaftliche Institute aus fast 20 Ländern und hunderte Forscher sind beteiligt. Versorgt werden soll die "Polarstern" von vier weiteren Eisbrechern sowie drei Flugzeugen.

Kurzmeldungen Panorama 19.09.2019

Millionenraub auf historischem Schloss in Frankreich

(dpa) - Bei einem Überfall im Barockschloss Vaux-le-Vicomte südlich von Paris haben Unbekannte eine Beute im Schätzwert von etwa zwei Millionen Euro gemacht. Die Eigentümer des riesigen Gebäudes wurden in der Nacht gefesselt, blieben aber unverletzt, berichtete die Staatsanwaltschaft der Stadt Melun am Donnerstag. Details zu der Beute wurden nicht mitgeteilt.

Das Schloss liegt rund 50 Kilometer von Paris entfernt. Es gilt als Meisterwerk der Barockbaukunst und als ein Vorbild für das Königsschloss von Versailles vor den Toren der Hauptstadt.

Nach Angaben der Internetseite des Schlosses ist es das größte historische Denkmal in Frankreich, das noch in privater Hand ist. Es ist seit 1968 für Besucher geöffnet. Laut Nachrichtenagentur AFP wird die Anlage mit einem großen Garten jährlich von rund 250.000 Menschen besucht.

Festnahme: Schamane bezeichnet Kremlchef Putin als Dämon

(dpa) - Ein Schamane hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin als Dämon bezeichnet - und ist in Sibirien festgenommen worden. Medienberichten zufolge stürmten am Donnerstagmorgen nahe Ulan-Ude am Baikalsee maskierte Polizisten das Zelt des Mannes und nahmen ihn ohne Angaben von Gründen mit. Ursprünglich wollte der Mann mehrere Tausend Kilometer durch Sibirien bis nach Moskau wandern, „um Putin aus Russland zu vertreiben“.

Bei der Pilgerreise organisierte der Schamane auch immer wieder Kundgebungen. Vor Hunderten Menschen soll er gerufen haben: „Putin ist kein Mensch, sondern ein Dämon.“ Er müsse aus dem Kreml verbannt werden. Er wolle dies mit Protesten versuchen, scheue sich aber nicht, auch Magie einzusetzen, sagte der Schamane demnach.

Menschenrechtler kritisierten die Festnahme scharf. „Die Aktion des Schamanen ist vielleicht exzentrisch, aber die Antwort der russischen Behörden ist grotesk“, sagte die Russland-Chefin von Amnesty International, Natalja Swjagina. „Das ist ein weiterer Akt brutaler Unterdrückung von Menschenrechten.“ Das russische Innenministerium hingegen erklärte, der Mann sei wegen eines ganz anderen Verbrechens in seiner Heimat Jakutien gesucht worden. Details nannte das Ministerium jedoch nicht.

Schamanismus ist in Russland vor allem in Sibirien verbreitet. Mit jahrhundertealten Riten bitten die Schamanen vor wichtigen Ereignissen um Hilfe der Götter, Geister und Ahnen. Im Frühjahr sorgte ein Fall für Aufsehen, als Schamanen mehrere Kamele zu Ehren Russlands opferten. Der Fall blieb jedoch für die Schamanen ohne größere Folgen.

Fälschungen im Wert von 740 Millionen Euro beschlagnahmt

Brüssel (dpa) - Europas Zöllner haben im vergangenen Jahr gefälschte Waren im Wert von gut 740 Millionen Euro beschlagnahmt. Die Summe nahm dabei im Vergleich zum Vorjahr zu, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. 2017 hatte sie sich noch auf etwa 580 Millionen Euro belaufen.

Die meisten der rund 27 Millionen beschlagnahmten Artikel kamen dabei im Jahr 2018 aus China. Mit weitem Abstand dahinter folgen Bosnien-Herzegowina, die chinesische Sonderverwaltungsregion Hongkong und Kambodscha. Im Jahr zuvor hatten die EU-Behörden noch insgesamt rund 31 Millionen Waren abgefangen. Am häufigsten wurden Zigaretten beschlagnahmt (15 Prozent), gefolgt von Spielzeug (14 Prozent).

Gefälschte alkoholische Getränke kamen hauptsächlich aus Nordmazedonien, die Türkei war das wichtigste Herkunftsland für Parfüm und Kosmetikprodukte. Computerausrüstung stammte hauptsächlich aus Indien, Zigaretten aus Kambodscha und Verpackungsmaterial aus Bosnien-Herzegowina.

Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie verwies darauf, dass die Dunkelziffer viel höher sei. „Der Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie muss daher auch auf anderen Ebenen geführt und der Vertrieb erschwert werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Aktionskreises, Volker Bartels. Ein wichtiger Ansatzpunkt seien dabei die zahlreichen Handelsplattformen im Internet, über die der größte Teil der gefälschten Produkte vertrieben werde. „Mit wenigen Klicks und ohne größere Kontrollen erreicht man dort Millionen von potenziellen Kunden. Denen ist oftmals gar nicht klar, von wo die Produkte kommen.“

Kurzmeldungen Lokales 19.09.2019

Unfall auf der A31 in Richtung Thionville

(SC) - Um kurz vor 16 Uhr meldete der luxemburgische Automobilklub einen Unfall auf der A31 in Richtung Thionville, durch den sich ein langer Rückstau gebildet hat. Zwei Fahrzeugen waren auf der Höhe von Veymerange in Frankreich miteinander kollidiert. Die rechte Spur war zeitweilig blockiert, es staute sich bis in den Grenzbereich Düdelingen. Zwischenzeitlich wurde die Unfallstelle geräumt, der Stau löst sich langsam auf.

Auf der A7 in Richtung Luxemburg-Stadt hat sich auf der Höhe Grünewald ebenfalls ein Unfall ereignet. Es staut sich über fast fünf Kilometer.

Antwerpen: Chemiefirma wegen Brandes geräumt

(dpa) - Wegen eines Brandes ist ein Chemieunternehmen in der belgischen Stadt Antwerpen evakuiert worden. 300 Menschen wurden am Donnerstagmorgen vorsorglich in Sicherheit gebracht, weil ein Dieseltank brannte, wie der belgische Sender RTBF berichtete. Verletzte gab es nach Angaben der Stadt nicht. Das Feuer sei unter Kontrolle. Weitere Unternehmen im Hafen der Stadt mussten nicht geräumt werden. Wie es zu dem Brand kam, war zunächst unklar.

Japan: Freispruch für Fukushima-Manager

(dpa) - Achteinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima sind drei frühere Topmanager des Kraftwerkbetreibers Tepco in einem Strafprozess freigesprochen worden. Das Bezirksgericht in Tokio befand die früheren Manager am Donnerstag für nicht schuldig. Ihnen war vorgeworfen worden, die Gefahr eines gewaltigen Tsunamis missachtet zu haben und damit Schuld an dem Super-Gau vom März 2011 zu tragen.

„Es wäre unmöglich, eine Atomanlage zu betreiben, wenn die Betreiber verpflichtet würden, jegliche Möglichkeit eines Tsunamis vorherzusagen und nötige Maßnahmen zu ergreifen“, erklärte Richter Kenichi Nagafuchi in seiner Urteilsbegründung laut japanischen Medien. Die Staatsanwälte hatten fünf Jahre Haft für jeden der Manager gefordert. Die Kläger dürften das Urteil anfechten.

Im Kraftwerk Fukushima Daiichi im Nordosten Japans war es am 11. März 2011 in Folge eines gewaltigen Tsunamis zum Super-Gau gekommen. Als Folge der Kernschmelzen in drei Fukushima-Reaktoren mussten rund 160.000 Anwohner fliehen. Zehntausende können noch immer nicht zurück. Es war die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986 gewesen.


Vorgestern

Menschenrechtler werfen Venezuelas Polizei willkürliche Tötungen vor

(dpa) - Spezialkräfte der venezolanischen Polizei töten nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten willkürlich Bewohner der Armenviertel des südamerikanischen Landes. „Die Sicherheitskräfte nehmen das Recht in die eigene Hand und töten oder verhaften Menschen, die angeblich Verbrechen begangen haben, für die aber keine Beweise vorgelegt werden“, sagte der Amerika-Chef der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, José Miguel Vivanco, am Mittwoch. „Mitten in der wirtschaftlichen und humanitären Krise in Venezuela verüben die Sicherheitskräfte entsetzliche Verbrechen in Vierteln, die nicht länger das Regime von Präsident Nicolás Maduro unterstützen.

Seit 2016 haben Polizisten und Soldaten in Venezuela nach offiziellen Angaben fast 18.000 Menschen getötet. Nach Einschätzung von Human Rights Watch geht vor allem die Spezialeinheit FAES gezielt gegen Regierungsgegner vor. Häufig würden Tatorte manipuliert, Waffen neben den Opfern platziert und Autopsieberichte unterschlagen.

Staatschef Maduro und der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó liefern sich in Venezuela seit Monaten einen erbitterten Machtkampf. Zahlreiche Oppositionelle sitzen in Haft, Millionen Venezolaner haben das Land verlassen. Auch UN-Menschenrechtskommissarin Michele Bachelet hatte der Regierung in Caracas zuletzt übertriebene Gewalt, willkürliche Festnahmen und Folter vorgeworfen.

Polizist in Moskau erschießt Kollegen

(dpa) - In Moskau hat ein Polizist einen Kollegen erschossen und einen anderen schwer verletzt. Zu dem Vorfall sei es am Mittwochabend in einer Metrostation gekommen, als der Beamte festgenommen werden sollte, teilten die Behörden in der russischen Hauptstadt mit.

Er werde verdächtigt, Bestechungsgelder in Höhe von 2000 Rubel (umgerechnet 28 Euro) angenommen zu haben, meldete die Agentur Tass unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Der Mann, der in der U-Bahnstation eingesetzt war, wurde festgenommen. Die genauen Umstände waren noch unklar. Der verletzte Polizist kam in ein Krankenhaus. Die Ärzte kämpften um sein Leben, hieß es.

Kurzmeldungen Lokales 18.09.2019

Stau auf der A1 in Richtung Trier

In Höhe von Flaxweiler sind gegen 17 Uhr drei Fahrzeuge kollidiert. Da die Überholspur blockiert ist, staut sich der Verkehr in Richtung deutsche Grenze über fast zehn Kilometer. Autofahrer im Stau sind gebeten, eine Rettungsgasse zu bilden.

Brandstiftung: Bewohner retten sich vor Feuer auf Balkon

(dpa/lrs) - Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Saarbrücken hat die Feuerwehr fünf Bewohner gerettet, die im Schlafanzug auf einen Balkon geflüchtet waren. Wie die Einsatzkräfte mitteilten, war das Feuer in der Nacht zum Mittwoch im Keller ausgebrochen. Niemand wurde verletzt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht nach Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben. Zurzeit gebe es noch keinen Tatverdächtigen.

Die fünf Bewohner hätten auf dem Balkon im zweiten Stock gestanden und seien mithilfe einer Drehleiter in Sicherheit gebracht worden. 18 weitere Menschen konnten sich selbst aus dem Gebäude retten. Alle Hausbewohner seien vorübergehend in einem Stadtbus untergekommen, bis der Brand gelöscht war, teilte die Feuerwehr Saarbrücken mit. Am frühen Morgen konnten alle Bewohner wieder in das Haus zurückkehren. Es entstand ein Schaden von etwa 100.000 Euro.

Hauseigentümer erschießt drei Teenager in Georgia

(dpa) - Ein Hausbesitzer im US-Bundesstaat Georgia hat bei einem Schusswechsel drei Jugendliche in seinem Vorgarten tödlich verletzt. Die maskierten Teenager sollen am frühen Montagmorgen auf das Privatgrundstück in Conyers nahe Atlanta vorgedrungen sein, um in das Haus einzubrechen, teilte der örtliche Sheriff mit. Als die drei Bewohner die Eindringlinge stellten, habe einer der Jugendlichen eine Waffe gezogen und mehrere Schüsse abgegeben. Laut Ermittlern schoss der Hauseigentümer daraufhin zurück.

Die mutmaßlichen Eindringlinge wurden nach Angaben des Sheriffs alle drei verwundet und starben später an ihren Verletzungen - einer schon am Tatort, die anderen beiden im Krankenhaus. Die Bewohner des Hauses blieben den Angaben zufolge unverletzt. Bei den Jugendlichen soll es sich um zwei 16-Jährige und einen 15-Jährigen gehandelt haben. Nach Informationen des Fernsehsenders WSB waren zwei von ihnen Brüder. Alle drei sollen in Conyers gewohnt haben.

Ein Nachbar sagte laut WSB, er habe früh morgens jemanden schreien hören: „Helft mir, helft mir, ich sterbe!“ Ein anderer Anwohner berichtete dem Sender, zunächst fünf Schüsse aus einer Handwaffe vernommen zu haben, danach habe jemand mit einem Sturmgewehr das Feuer eröffnet. Bei dem Hausbesitzer soll es sich nach Angaben der Nachbarn um einen Lkw-Fahrer handeln, der eine halbautomatische Waffe besitzt und seine Mutter außergewöhnlich stark beschützt.

Die Ermittler teilten mit, dass es bislang keine Festnahmen gegeben habe. Die mutmaßlichen Opfer des Raubüberfalls und die Nachbarn seien ausführlich befragt worden. Nach Angaben des Sheriffs könnte es sich um einen Fall von Notwehr handeln.    

Neil Parker brach am Sonntag im australischen Bundesstaat Queensland zu einer Tour auf - und stürzte kurz darauf einen sechs Meter hohen Wasserfall hinab. Dabei verletzte sich der 54-Jährige erheblich - mit gebrochenem Bein und Handgelenk kroch er dann zwei Tage lang durch die Wildnis.

Trotz Beinbruch: Mann kriecht zwei Tage durch Wildnis

(dpa) - Eigentlich wollte Neil Parker nur drei Stunden wandern – daraus wurde eine zweitägige Odyssee, die der Australier nur mit viel Glück überlebte. Der erfahrene Buschwanderer brach am Sonntag im australischen Bundesstaat Queensland zu der Tour auf – und stürzte kurz darauf einen sechs Meter hohen Wasserfall hinab, wie lokale Medien am Mittwoch berichteten. Dabei verletzte sich der 54-Jährige erheblich – mit gebrochenem Bein und Handgelenk kroch er dann zwei Tage lang durch die Wildnis. Sein Bein schiente er mit Wanderstöcken.

Er habe sein verletztes Bein anheben und klettern müssen, sagte er der australischen Nachrichtenagentur AAP. Schließlich habe er es geschafft, auf eine Lichtung im Cabbage Tree Creek am Mount Nebo, nordwestlich von Brisbane, zu gelangen, wie der Sender ABC berichtete. „Ich dachte, wenn irgendjemand Alarm schlägt, muss ich aus den Felsen zurückklettern, um da rauszukommen“, sagte er. Von der Lichtung wurde er dann am Dienstag gerettet – und per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. 

Sein Überleben führte er auf seine Vorbereitung, seine Familie und eine Wandergruppe zurück, die sich auf die Suche nach ihm gemacht hatte.