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Laut Europol: 24 Milliarden Euro Einnahmen durch Drogenhandel
Der Drogenhandel lässt sich auch durch Ermittlungserfolge der Polizei, wie hier in Spanien, wo am Dienstag 331 Kilogramm Heroin beschlagnahmt wurden, beeindrucken.

Laut Europol: 24 Milliarden Euro Einnahmen durch Drogenhandel

AFP
Der Drogenhandel lässt sich auch durch Ermittlungserfolge der Polizei, wie hier in Spanien, wo am Dienstag 331 Kilogramm Heroin beschlagnahmt wurden, beeindrucken.
International 06.12.2017

Laut Europol: 24 Milliarden Euro Einnahmen durch Drogenhandel

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Der Drogenhandel ist nach Angaben von Europol der größte illegale Markt in der EU. Jährlich nehmen Kriminelle mindestens 24 Milliarden Euro mit Drogenhandel ein, wie aus einem Bericht hervorgeht.

(dpa) - Der Drogenhandel ist nach Angaben von Europol der größte illegale Markt in der EU. Jährlich nehmen Kriminelle mindestens 24 Milliarden Euro mit Drogenhandel ein, wie aus einem am Mittwoch in Den Haag von Europol veröffentlichten Bericht hervorgeht. Mehr als ein Drittel der organisierten Verbrecherbanden sei in die Produktion und den Handel von verbotenen Substanzen verwickelt.

Mit den großen Profiten finanzierten die Banden auch andere kriminelle Aktivitäten, darunter auch Terrorismus, hieß es weiter. Cannabis und Kokain gehören nach wie vor zu den am meisten verbreiteten Drogen in der EU.

620 neue Substanzen in einem Jahr

Bei der Herstellung der synthetischen Drogen und Substanzen stellten die Ermittler die schnellsten Veränderungen fest. So waren dem Bericht zufolge in den vergangenen fünf Jahren in der EU 620 neue sogenannte psychoaktive Substanzen entdeckt worden.

Stark zugenommen habe der Handel mit dem hochwirksamen Opiat Fentanyl, berichtet die Polizeibehörde. Allein seit 2016 seien 14 neue Drogen mit dem Stoff auf den Markt gekommen. Fentanyl ist Europol zufolge bis zu 10 000 mal stärker als Morphium. In Großbritannien waren in den ersten acht Monaten von 2017 bereits mehr als 60 Menschen nach dem Konsum der Droge gestorben.


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