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Laschet und Söder zur Übernahme der Kanzlerkandidatur bereit
International 11.04.2021

Laschet und Söder zur Übernahme der Kanzlerkandidatur bereit

Bei der Klausurtagung der Unions-Bundestagsfraktion in Berlin signalisierten Armin Laschet (links) und Markus Söder beide Bereitschaft, für das höchste Regierungsamt zu kandidieren.

Laschet und Söder zur Übernahme der Kanzlerkandidatur bereit

Bei der Klausurtagung der Unions-Bundestagsfraktion in Berlin signalisierten Armin Laschet (links) und Markus Söder beide Bereitschaft, für das höchste Regierungsamt zu kandidieren.
Foto: dpa
International 11.04.2021

Laschet und Söder zur Übernahme der Kanzlerkandidatur bereit

In Deutschland ringt die Union immer noch darum, wen sie zum Kanzlerkandidaten ernennt. Allzu lange dürfte dies nicht mehr dauern.

(dpa) - Die Vorsitzenden von CDU und CSU - Armin Laschet und Markus Söder - sind beide zur Übernahme der Kanzlerkandidatur der Union bereit. Das erklärten die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Bayern am Sonntag erstmals öffentlich. Bis wann die Entscheidung zwischen ihnen fallen wird, blieb zunächst offen. 

In CDU und CSU wächst aber der Druck, sie bereits innerhalb weniger Tage zu treffen. An diesem Montag werden die Parteipräsidien von CDU und CSU in getrennten Sitzungen zusammenkommen. Laschet und Söder erklärten, sie wollten den Beratungen nicht vorgreifen.

Laschet sagte in einer Pressekonferenz zur Klausurtagung der Spitze der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, er und Söder hätten vor diesem Tag ein langes Gespräch geführt. „Wir haben unsere Bereitschaft erklärt, für die Kanzlerkandidatur anzutreten.“ Söder berichtete: „Wir haben festgestellt, dass beide geeignet und beide bereit sind.“ Sein Eindruck aus dem Gespräch mit Laschet sei: „An seiner Entschlossenheit und an meiner Entschlossenheit zu der Kandidatur, da gibt es keinen Zweifel. Wir glauben beide, gute Gründe zu haben.“


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„Offen und freundschaftlich“

Söder sagte zu seiner Kandidatur, wenn die CDU als große Schwester diese breit unterstütze, sei er bereit, diesen Schritt zu gehen. Wenn die CDU aber eine andere Entscheidung treffe, werde man dies akzeptieren. Und man werde weiterhin sehr gut zusammenarbeiten. Das Gespräch mit Laschet sei offen und freundschaftlich, aber noch nicht abschließend gewesen.

Der CDU-Vorsitzende betonte: „Unser Ziel ist es, in dieser Lage, in der das Land ist, mit einer Kanzlerin, die aus dem Amt geht, so viel Einigkeit wie möglich zwischen CDU und CSU zu leisten, denn es geht um viel.“ Sie hätten beide ein „gutes Miteinander“, versicherte Söder. „Wir werden das auch, egal wie dann die Konstellation ist, jedenfalls kann ich das für mich sagen, zusammen schultern.“


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Schnelle Entscheidung

Laschet und Söder hatten ursprünglich vereinbart, die Übernahme der Kanzlerkandidatur zwischen Ostern und Pfingsten zu entscheiden. Immer mehr Spitzenpolitiker verlangen inzwischen aber ein schnelleres Vorgehen. Söder sagte in der Pressekonferenz, die Entscheidung sollte „zeitnah, eher schneller denn später“ fallen. Laschet äußerte sich in der „Bild am Sonntag“ ähnlich: „Wenn ich die Stimmung in der Breite der CDU berücksichtige, sollte die Entscheidung sehr zügig fallen.“    

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