Wählen Sie Ihre Nachrichten​

„Land in Sicht“: Rettungsschiff „Open Arms“ vor Lampedusa
International 15.08.2019 Aus unserem online-Archiv

„Land in Sicht“: Rettungsschiff „Open Arms“ vor Lampedusa

Das Rettungsschiff der Open Arms Foundation.

„Land in Sicht“: Rettungsschiff „Open Arms“ vor Lampedusa

Das Rettungsschiff der Open Arms Foundation.
Foto: AFP
International 15.08.2019 Aus unserem online-Archiv

„Land in Sicht“: Rettungsschiff „Open Arms“ vor Lampedusa

Das Rettungsschiff „Open Arms“ ist mit 147 Migranten an Bord in die italienischen Territorialgewässer gefahren, nachdem ein Verwaltungsgericht in Rom ein Verbot des italienischen Innenministers aufgehoben hatte.

(dpa) - Das Rettungsschiff „Open Arms“ ist mit 147 Migranten an Bord in die italienischen Territorialgewässer gefahren, nachdem ein Verwaltungsgericht in Rom ein Verbot des italienischen Innenministers aufgehoben hatte. „Wir haben Land in Sicht“, twitterte die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms am Donnerstagmorgen, als sich das Schiff in unmittelbarer Nähe der Insel Lampedusa befand. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa wurde es von zwei Schiffen des Militärs eskortiert.


Unterwegs nach Italien: Die "Open Arms"
Verwaltungsgericht: „Open Arms“ darf in italienische Gewässer fahren
Nach tagelanger Hängepartie entscheiden die Richter: Das spanische Rettungsschiff darf italienische Hoheitsgewässer betreten, um medizinische Hilfe für einige seiner Passagiere zu ermöglichen.

Der rechte Innenminister Matteo Salvini hatte dem Schiff die Einfahrt in die Territorialgewässer des Landes verboten. Nach Angaben des Open-Arms-Gründers Oscar Camps hatte die Organisation dagegen beim Verwaltungsgericht Einspruch eingelegt; das Gericht genehmigte daraufhin die Einfahrt in die Gewässer. „Weiterhin ohne Hafen, aber das Ende dieses Alptraums nähert sich“, twitterte die Organisation.

Der Großteil der Migranten harrt bereits seit zwei Wochen auf dem Schiff aus, die übrigen sind seit ihrer Rettung vor fast einer Woche an Bord. Unter den Menschen sind viele Minderjährige.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Lage auf der „Open Arms“ eskaliert
Der Kapitän der „Open Arms“ hatte vor einer tickenden Zeitbombe gewarnt - nun haben erste Migranten auf dem Schiff die Nerven verloren. Nach zweieinhalb Wochen auf See sprangen sie ins Meer, um Land zu erreichen.
TOPSHOT - One of the twenty-seven unaccompanied minors aboard the Guardia di Finanza boat arrive at Italian island of Lampedusa on August 17, 2019 after being evacuated off the Spanish migrant NGO rescue ship Open Arms, moored off the coast of the island. - Twenty-seven unaccompanied minors have been authorised to leave a migrant rescue vessel in limbo off Italy, the Spanish charity operating the ship said. Italian Far-right Interior Minister Matteo Salvini wrote in a letter to Prime Minister Giuseppe Conte that he could authorise the "alleged" minors to leave the Open Arms ship despite such a move being "divergent to my orientation." (Photo by Alessandro SERRANO / AFP) / Italy OUT