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Kushner dementiert Absprachen mit Russland
International 24.07.2017 Aus unserem online-Archiv
Trump-Schwiegersohn

Kushner dementiert Absprachen mit Russland

Jared Kushner bei seiner Ankunft im Senat.
Trump-Schwiegersohn

Kushner dementiert Absprachen mit Russland

Jared Kushner bei seiner Ankunft im Senat.
AFP
International 24.07.2017 Aus unserem online-Archiv
Trump-Schwiegersohn

Kushner dementiert Absprachen mit Russland

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Jared Kushner gilt als einflussreicher Mann in Präsident Trumps Umfeld. Aber er steht wegen seiner Rolle in der Russland-Affäre unter Druck. Nun geht der 36-Jährige in die Offensive.

(dpa) - In der Russland-Affäre hat Jared Kushner, Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, den Vorwurf von Absprachen mit russischen Regierungsvertretern oder anderen ausländischen Regierungen zurückgewiesen. Das geht aus einer Stellungnahme Kushners hervor, die der 36-Jährige vor seiner geplanten Aussage vor dem Geheimdienstausschuss am Montag veröffentlichen ließ.

Kushner legte darin vier Anlässe offen, bei denen er mit russischen Vertretern Kontakt hatte. Keines der Gespräche sei unangemessen gewesen, erklärte er. Er habe mit keiner ausländischen Regierung konspiriert. Er wisse auch von niemandem aus Trumps Wahlkampflager, der dies getan habe, hieß es in der Stellungnahme weiter, die der Sender CNN und andere US-Medien veröffentlichten.

Mehrmals im Fokus

Kushner stand in der Russland-Affäre zuletzt wieder verstärkt im Fokus, nachdem ein Treffen mit einer russischen Anwältin während des Wahlkampfes bekannt geworden war. An diesem hatten der älteste Sohn des heutigen Präsidenten, Donald Trump Jr., Kushner und der damalige Wahlkampfchef Paul Manafort teilgenommen.

Trump Jr. hatte dem Treffen eingewilligt, weil ihm kompromittierendes Material über die Konkurrentin seines Vaters, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, versprochen war. In einer E-Mail an ihn ist von einem Versuch der russischen Regierung die Rede, dem älteren Trump zu helfen. Dies gilt als bisher deutlichstes Indiz, dass Mitglieder aus Trumps Wahlkampflager bereit gewesen sein könnten, mit Russland zusammenzuarbeiten.

Aussage vor dem Senat

US-Geheimdienste beschuldigen den Kreml seit längerem, sich gezielt in den Wahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und Clinton zu schaden. Ein Sonderermittler und mehrere Ausschüsse des Kongresses untersuchen, ob es dabei Absprachen zwischen Trumps Lager und Moskau gab. Kushner sollte deswegen am Montag hinter verschlossenen Türen vor dem Geheimdienstausschuss des Senats aussagen.

In der vorab verbreiteten Stellungnahme verteidigte er seine Kontakte zu Russlands Botschafter Sergej Kisljak und anderen russischen Vertretern als Teil seiner Rolle als Trumps Kontaktperson zu ausländischen Regierungen. Er habe während des Wahlkampfes zahlreiche Anfragen von anderen Regierungen erhalten, schrieb er.


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