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Kurz vor Columbine-Jahrestag: Polizei fahndet nach 18-Jähriger
International 16.04.2019

Kurz vor Columbine-Jahrestag: Polizei fahndet nach 18-Jähriger

Kurz vor Columbine-Jahrestag: Polizei fahndet nach 18-Jähriger

Symbolfoto: AFP
International 16.04.2019

Kurz vor Columbine-Jahrestag: Polizei fahndet nach 18-Jähriger

Fast genau 20 Jahre ist es her, dass zwei Schüler ein Massaker in ihrer Schule in Colorado anrichteten. „Columbine“ wurde zum Synonym für Angriffe auf das weiche Ziel Schule. Jetzt gibt es in den USA neue Drohungen.

(dpa) - Unmittelbar vor dem 20. Jahrestag des Massakers an der US-Highschool Columbine fahndet die Polizei mit Hochdruck nach einer 18-Jährigen, die Drohungen gegen mehrere Schulen im US-Bundesstaat Colorado gerichtet haben soll. Die Drohungen seien nicht „spezifisch“ gegen eine bestimmte Schule gerichtet gewesen, aber dennoch glaubhaft, sagte ein Sprecher des FBI Denver am späten Dienstagabend (Ortszeit) im Jefferson County. Vorsorglich wurden am Dienstag die Columbine-Highschool in Littleton und mehr als 20 weitere Schulen im Umkreis der Großstadt Denver abgeriegelt. Der Unterricht ging hinter verschlossenen Türen weiter. Unklar war, ob die Schulen am Mittwoch öffnen würden.


(FILES) In this file photo taken on February 15, 2018 Mourners grieve as they await the start of  a candlelight vigil for victims of the Marjory Stoneman Douglas High School shooting in Parkland, Florida. 
There have been renewed calls for stricter gun control in the United States following the shooting deaths last week of 14 students and three adults at a Florida high school. The White House has said following the Florida school shooting that President Donald Trump supports efforts to improve the federal background check system for gun buyers. / AFP PHOTO / RHONA WISE
Parkland und die Folgen
Am 14. Februar erschießt ein 19-Jähriger 17 Menschen an der Highschool von Parkland, Florida. Solche grausamen Zwischenfälle gab es in den USA schon öfter. Diesmal regt sich aber Widerstand - gegen die Regierung, den Waffenkult, die NRA.

Laut dem Sheriff des Jefferson County gab es schon andere Drohungen, die sich auf die Columbine-Highschool oder auf die Gewalttat vom 20. April 1999 bezogen. Damals erschossen an der Schule zwei mit Pistolen und Gewehren bewaffnete Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer und töteten anschließend sich selbst.

Offene Wunden

Die Polizei nehme die Drohungen ernst, auch weil es darum gehe, das Sicherheitsgefühl der Schüler und anderer Einwohner der Gegend zu wahren, sagte Sheriff Jeff Shrader. „Dies öffnet eine Wunde, besonders in der Gedenkwoche zum Jahrestag, bei den Familien, die so stark von all dem betroffen waren.“


Ein schwer erträgliches Bild: Trauer um 26 Opfer des Massakers von Sutherland Springs.
Kommentar: Entwaffnet Euch!
Wieder sind in den USA Menschen erschossen worden, wieder passiert politisch nichts Konkretes. Stattdessen: "Thoughts and Prayers". Amerika verweigert sich allen Argumenten. Das muss aufhören.

Nach Erkenntnissen des FBI legte die gesuchte junge Frau in der Vergangenheit eine „schwärmerische“ Haltung zum Columbine-Massaker an den Tag. Sie sei am Dienstagmorgen von Miami aus nach Colorado gereist und habe dort in einem Laden eine Schusswaffe und Munition gekauft. Wo sie sich aktuell aufhalte, sei unklar. Es laufe eine intensive Suche, an der sich alle verfügbaren Einsatzkräfte der Gegend beteiligten.


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