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Kritik an USA : „Kriegsminister“ des IS getötet
International 11 02.04.2017 Aus unserem online-Archiv

Kritik an USA : „Kriegsminister“ des IS getötet

International 11 02.04.2017 Aus unserem online-Archiv

Kritik an USA : „Kriegsminister“ des IS getötet

Laurence BERVARD
Laurence BERVARD
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gerät im Irak immer weiter in Bedrängnis. Ihr „Kriegsminister“ wird bei einem Luftangriff getötet. In Mossul trifft der Kampf aber auch viele Zivilisten in den engen Gassen.

(dpa) - Bei einem Luftangriff nahe der syrischen Grenze hat die irakische Luftwaffe ein ranghohes Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet. Es soll sich bei dem Getöteten Ajad al-Dschumaili um eine Art „Kriegsminister“ des IS handeln, teilte der irakische Geheimdienst am Wochenende in einer Erklärung mit. Der Angriff habe sich in der westlichen Provinz Anbar ereignet.

Die irakische Armee hatte im Januar eine Offensive begonnen, um mehrere Orte in der Provinz im Westen des Iraks von der Terrormiliz zurück zu erobern. Zuletzt hatte der IS militärisch schwere Niederlagen einstecken müssen und sich aus vielen Gebieten im Irak zurückgezogen. Derzeit versucht die irakische Armee zusammen mit Verbündeten, die Hochburg des IS im Irak, die Stadt Mossul, zurück zu erobern.

Doch wird der Einsatz stark kritisiert. West-Mossul erinnere an die Trümmerlandschaft von Ost-Aleppo und die Angriffe träfen fast immer die Falschen. „Es sterben viel mehr Zivilisten als Terroristen", so ein deutscher CDU-Politiker am Wochenende nach einem Besuch in der umkämpften Großstadt.

In Mossul stünden 2.000 IS-Kämpfer einer von den USA geführten Allianz von 68 Staaten mit 100.000 Soldaten gegenüber. Junge Leute, die im Bombenhagel alles verlören, wollten Rache und schlössen sich den Terroristen an. Der

Bombenhagel als Kriegsverbrechen bezeichnet

Auch Russland kritisierte den Einsatz der Anti-IS-Koalition scharf. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau, Generalmajor Igor Konaschenkow, nannte das Vorgehen der Amerikaner in Mossul ein Kriegsverbrechen. Deren Bomben seien weniger treffsicher als behauptet und töteten viele Zivilisten. Gleichzeitig bestritt er die Beteiligung der russischen Luftwaffe an der Bombardierung der damals umkämpften syrischen Stadt Aleppo, wo es ebenfalls viele zivile Opfer gab.

Kritiker werfen dem US-Militär vor, die Zahl der zivilen Opfer bei ihren Luftangriffen in Syrien und im Irak sei in den vergangenen Wochen stark gestiegen.


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Opération Mossoul (IX): Des charniers en sous-sol du califat
L'armée irakienne et ses alliés poursuivent la reconquête de Mossoul. Et peu à peu apparaissent les crimes commis par l'Etat islamique (Daech) durant sa mainmise sur la ville et ses alentours. Des charniers notamment sont périodiquement mis au jour, dont le plus énorme contiendrait 6.000 corps.
 Cette photo permet d'entrevoir trois strates de la réalité irakienne. A l'avant-plan apparaissent les ruines de Hasan Sham, dans la plaine de Ninive (Mossoul, Erbil...). Ce village, occupé par Daech, a été bombardé par l'aviation américaine (le ministre luxembourgeois des Affaires étrangères Jean Asselborn y a effectué une visite en décembre de l'année dernière). Au second plan figure l'immense camp de réfugiés créé pour les déplacés de Mossoul. Plus loin à l'arrière débutent les montagnes et déserts irakiens, dont le sous-sol révèle peu à peu ses charniers.
Commentaire: Les bombes aveugles
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 / AFP PHOTO / AHMAD AL-RUBAYE